27.11.2019 - 11:58 Uhr
Kötzersdorf bei KemnathOberpfalz

Imker "fliegen" auf Andreas Schultes

Die Mitglieder des Bienenzuchtvereins Kemnath und Umgebung sind mit der Arbeit ihres Vorstandes zufrieden. Das zeigte sich in den Ergebnissen der Neuwahlen. Kritik gab es am Landesverband.

Für vier Jahren haben die Mitglieder des Bienenzuchtvereins Kemnath die Führungsmannschaft um Vorsitzenden Andreas Schultes (rechts) gewählt. Kreisvorsitzender Johann Schön (Zweiter von rechts) berichtete von der drohenden Aberkennung der Gemeinnützigkeit des Landesverbandes.
von Redaktion ONETZProfil

Die Führungsmannschaft des Bienenzuchtvereins mit Andreas Schultes (Erdenweis) als Vorsitzenden bleibt im Amt. In der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Busch bestätigten die Imker auch Stellvertreter Martin Müller, Kassier Alfred Fackler und Schriftführer Martin Hofmann für weitere vier Jahre. Beisitzer sind Josef Birkner, Thomas Pinzer, Karl Braun, Hans Kaiser, Thea Pühl sowie Alois Bayer und Erika Merkel. Als Kassenprüfer fungieren Michael König und Christine Dötsch (neu).

Zuständig für Lehrbienenstand

Die Abstimmungen leiteten Kreisvorsitzender Johann Schön, Christine Dötsch und Angelika Sullivan-Weber. Die Beisitzer Pinzer und Braun hat der Vorstand dazu bestellt, die Planung für den Lehrbienenstand zu übernehmen und über die Ergebnisse zu informieren.

In seinem Jahresrückblick erinnerte Vorsitzender Schultes an die vielfältigen Vereinsaktivitäten. Dazu gehörten die Teilnahme am Neujahrsempfang der Stadt Kemnath, ein Preisschafkopf im Gasthaus Busch mit 108 Teilnehmern sowie eine Mehrtagesfahrt nach Slowenien. Zum Programm gehörten auch der Besuch des Imkerfestes in Eschenbach und der Kemnather Partnerkommune Nepomuk in Tschechien. Der Redner blickte zudem auf das Jungimkertreffen in Kötzersdorf mit 30 Teilnehmern sowie auf einen Vortrag mit Bienenexperte Guido Eich mit circa 270 Interessierten zurück. Für die 18 betreuten Probeimker wurden 30 Ableger beschafft. Zudem standen zudem fünf Vorstandssitzungen und zwei Kreisversammlungen im Kalender. Moniert hat Schultes die Betragserhöhung des Bayerischen Landesverbandes der Imker. Vom Mitgliedsbeitrag in Höhe von jährlich 30 Euro verbleiben nur noch 77 Cent beim Verein.

Antrag nach Amberg

Er informierte die Mitglieder, dass noch 70 Kilogramm Mittelwände und circa 15 Beuten bei Hans Kaiser eingelagert sind und erworben werden können. Verzögerungen gibt es beim Bau des Lehrbienenstandes, da nach der Prüfung des Bauvorhabens in Tirschenreuth der Antrag nach Amberg weitergeleitet wurde. Schultes hoffte auf eine Entscheidung noch in diesem Jahr. Weiter kündigte er einen Honigkurs, Honigschleudern am Bienenstand und "Honig - Vermarktung und Halterung" an.

Für den verstorbenen Kassier Alfred Fackler gab Kassenprüfer Michael König den Bericht, wonach die Imker über ein solides Finanzpolster verfügen. Die Revisoren König und Harald Merkel bestätigten eine tadellos geführte Vereinskasse.

Gemeinnützigkeit auf Prüfstand:

Gemeinnützigkeit auf Prüfstand

Nicht ausschließen wollte Kreisvorsitzender Johann Schön aus Plößberg, dass dem Bayerischen Landesverband der Imker mit 32 000 Mitgliedern die Gemeinnützigkeit aberkannt werde. Als wesentliche Gründe nannte er das stattliche Vermögen und die Einstufung der Bienenzüchter als berufliche Vereinigung. Er habe jedoch hinsichtlich der Aberkennung der Gemeinnützigkeit geringe Bedenken, da die Planungen für den Bau des Lehrbienenstandes bereits im vollen Gange seien. Dennoch seien für den daran anschließenden Unterhalt viel Arbeit und Ressourcen nötig.

Ähnlich gelagert sind die Probleme auf Kreisebene mit der Imkerschule in Aschbach und der Gaststätte Bienenhof bei Freudenberg. Darüber hinaus vermochte er es nicht nachzuvollziehen, warum von den Imkern die Mittel zur Bekämpfung der Varroa-Milbe so zögerlich angenommen werden. Durch die mit den Herstellern ausgehandelten Großhandelspreise und den Zuschuss von 25 Prozent durch den Landesverband sei der Preis deutlich günstiger als im Handel.

Eingehend erläuterte der Kreisvorsitzende auch die Möglichkeiten der Investitionsförderung für Imker durch den Freistaat Bayern, der über eine Million zu Verfügung stelle. Die Investitionssumme bei Jungimkern müsse mindestens 476 Euro betragen, für sonstige Imker mindestens 952 Euro. Die Förderung liege bei bis zu 30 Prozent des Nettobetrags der Anschaffung. Abschließend erläutere Schön, für welchen Zweck die Beitragserhöhung des Landesverbandes benötigt werde. Dabei nannte er die Erneuerung der Homepage, Aufstockung des Personals, Kosten für Untersuchungen in Veitshöchheim wie bei den Auswirkungen der Spättracht sowie die Investitionsförderung für Neuanschaffungen der Imker. (br)

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