19.02.2020 - 17:45 Uhr
Kötzersdorf bei KemnathOberpfalz

Musikanten hauen auf die Pauke

Bombenstimmung herrschte beim Wirtshaussingen im Landgasthof Busch in Kötzersdorf. Dabei waren einige der Musikanten auf den ersten Blick gar nicht als solche zu erkennen.

Obwohl der Akkordeonspieler Manfred Döllinger und der Schlagzeuger Heribert Schmidt vorher nicht geprobt hatten, klappte alles wie am Schnürchen.
von Josef ZaglmannProfil

Die Volksmusikfreunde waren in bunten Kostümen gekommen und genossen drei Stunden lang bei diesem Faschingssingen die Musik- und Wortbeiträge. Unter ihnen waren auch 14 Gäste aus Bayreuth und ein Ehepaar aus Spies bei Betzenstein. Das hatten Toni Paulus und seine Partnerin Christa Götz mitgebracht. Sie applaudierten eifrig, wenn der "Ratschn Toni" den Rhythmus verstärkte.

Lieder wie "Heute haun wir auf die Pauke" oder "Rucki zucki" heizten die Stimmung immer wieder an. Wunschlieder waren diesmal "Ein Tiroler wollte jagen", "Blau blüht der Enzian", "Das alte Försterhaus", "Das junge Leben" und "Döi Gamserl schwarz und braun". "Hoffentlich wird es bald wärmer", wünschte sich Monika Fink, als sie "Und wenns an schöiner Frühling hod" anstimmte. Gerne gesungen wurden auch Evergreens wie "Aber dich gibt's nur einmal für mich". Beliebte Duette wie "Oba schöi mou a sei" und "Im Winter is kold" trug Fink mit ihrer Gesangspartnerin Sieglinde Wick aus Friedenfels gekonnt vor. Mit dem leisen Register auf seinem Akkordeon war Roland Küffner auch diesmal wieder ein einfühlsamer Akkordeonbegleiter der beiden Kemnather Sängerinnen.

Eine Stimmungskanone war Monika Schlicht. Die bekannte "Kerzenfrau" aus Burkhardsreuth hat schon für den Papst Kerzen gemacht. Sie konnte Witze am laufenden Band erzählen. Spontan fanden sich weitere Humoristen, die lustige Begebenheiten zum Besten gaben. Dabei kamen auch die Zuhörer zum Zug, die nicht vorsingen oder vorspielen wollten.

Anni Sandner aus Burggrub ließ sich nicht lange bitten und begleitete sich bei "A Steirischer Bua" und "Frau Wirtin, wo samma denn schuldig?" auf ihrer Harmonika. Auch der "Alis" (Alois Lippert aus Tirschenreuth) war wieder dabei. Kaum zu fassen, wie der mit Abstand älteste Musikant in der Runde erzählen und auf seiner "Steirischen" spielen konnte. Bei "Unter den Kastanien spielt die Musik" sangen die meisten den Refrain begeistert mit. Mit seinen Witzen brachte er alle zum Lachen.

Auch Gerlinde und Richard Werner aus Schmidgaden waren wieder mit von der Partie. Schon beim ersten Liedvortrag "Da ist es herrlich auf der Welt" bekamen sie viel Beifall. Beim zweiten Lied hatten sie zur Melodie "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach" ein lustiges Trinklied gereimt: "Der Mensch muss trinken, sonst lebt er verkehrt, dazu hat ihm Gott eine Kehle beschert, gluck und prost."

Zwischendurch unterhielt Sieglinde Wick die Zuhörer mit Gedichten und dem lustigen Couplet "Der Blusenknopf". Manchmal blies auch Heinz Schmidt, der "Weinwallfahrer", in sein "Hörndl" (Bariton). Georg Lauss spielte abwechselnd auf seinem Akkordeon und auf seiner Gitarre.

Mit dem Fastnachtlied "Am Rosenmontag bin ich geboren" leitete Akkordeonist Ernst Bitterer aus Eschenbach eine gemütliche Schunkelrunde ein. Dabei griffen auch Markus Schraml, Werner Matt und Manfred Döllinger beherzt in die Tasten. Bei manchen Stücken setzte sich Heribert Schmidt an sein Schlagzeug.

Monika Schlicht hatte viele Witze auf Lager.
Das singende Ehepaar Gerlinde und Richard Werner aus Schmidgaden.
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