Die Volksmusikanten, die die Anfahrt auf sich genommen hatten, hatten einen Vorteil, denn sie kamen öfter dran. Auch die Liste der Wunschlieder wie "Beim Kronenwirt, da ist heut Jubel und Tanz" oder "Es blies ein Jäger wohl in sein Horn" war diesen Nachmittag länger als sonst. In bewährter Manier übernahm Rudolf Fink die Begleitung mit seiner Steirischen Harmonika.
Der 21-jährige Martin Kimmich erhielt viel Beifall für die "Rosi-Polka", das "Rehragout", den "Böhmischen Traum" und die "Tiroler Buam-Polka". Natürlich mussten die Kemnather Sängerinnen Monika Fink und Sieglinde Wick einige ihrer beliebten Stücke zum Besten geben. Diesmal entschieden sie sich unter anderem für "Rauschende Birken". Werner Matt übernahm dabei mit seinem Akkordeon die Instrumentalbegleitung. Bei "Der alte Jäger" und der "Böhmische Johann" begleitete Fink ihre Gesangspartnerin Wick auf ihrer Steirischen Harmonika.
Ernst Bitterer sang ein Loblied auf das Tiroler Land ("Du bist das Land, dem ich die Treue halte"). Dann bekannte er freimütig: "I bin halt a Steirer Bua", bevor er sein Lieblingslied "Nach meiner Heimat, da zieht's mich wieder" anstimmte. Natürlich spielte er dazu selbst Akkordeon. Mit den beiden Kemnather Sängerinnen gab er das Schlammersdorf-Lied zum Besten. Spontan begleitete Bitterer Tenorsänger Urban Reger bei "Ein schöner Tag war uns beschert" und "Griechischer Wein". Er brauchte nicht lange, um für ihn die beste Tonart zu finden. Mit ihren humorvollen Geschichten hatte Sieglinde Wick die Lacher auf ihrer Seite. "Leider verschwinden immer wieder Liedermappen", bedauerte Monika Fink. Manchmal würden auch Blätter von bestimmten Liedern einfach herausgerissen. Das nächste Wirtshaussingen in Kötzersdorf ist bereits am Freitag, 8. November, um 19 Uhr.
Autodidakt auf der Steirischen
Ein Wirtshaussingen ohne Rudolf Fink ist kaum vorstellbar. Er ist immer da, um die Sänger bei den Wunschliedern zu begleiten. Natürlich spielt er oft auch bei den Stücken der anderen Wirtshausmusikanten mit. „Meine erste Steirische kaufte ich mit kurz nach meiner Hochzeit im Jahr 1963“, erzählte er. Mittlerweile besitzt er drei Harmonikas. Wie er das Spielen gelernt hat? „Das habe ich mir alles selbst beigebracht“, sagte er. Tatkräftig unterstützt er seit über 20 Jahren seine Frau Monika beim Wirtshaussingen. 24 Jahre lang war er Hausmeister an der Realschule Kemnath. 2002 ging er in den Ruhestand. Seitdem hat er noch mehr Zeit für sein geliebtes Hobby, das Harmonikaspielen.















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