11.04.2019 - 17:14 Uhr
KohlbergOberpfalz

10.000 Euro für Energiehelden

Beim "Bürgerenergiepreis" können Oberpfälzer mit guten Ideen viel Geld gewinnen. Jeder kann mitmachen. Das Bayernwerk setzt einige Hoffnung in diese Aktion.

Gemeinsam starten Landrat Andreas Meier, Regierungsvizepräsident Christoph Reichert, Ingo Schroers, Mitglied des Bayernwerks, Jurymitglied Matthias Rösch vom Energietechnischen Zentrum Nordoberpfalz, Alexandra Kurz, Vorsitzende der Siedlergemeinschaft, Bürgermeister Rudolf Götz sowie Stefan Kurz und Stefan Gebhardt, Hauptinitiatoren des Elektromobilitätstages 2018 (von links)., in Kohlberg das Rennen um den Bürgerenergiepreis 2019.
von Autor JMLProfil

Im SV-Sportheim drehte sich diesmal alles um die Frage, wie Energie intelligent genutzt und wo sie eingespart werden kann. Grund für das Treffen war der offizielle Startschuss für den "Bürgerenergiepreis Oberpfalz 2019", den das Bayernwerk ausgerufen hat. „Insgesamt 10.000 Euro Preisgeld warten auf engagierte Oberpfälzer, die sich in ihrem Umfeld für Klimaschutz und Energieeffizienz stark machen“, informierte Bayernwerk-Geschäftsführer Ingo Schroers.

„Energiehelden mit Vorbildcharakter“ können aber nicht nur Privatpersonen werden. Auch Vereine, Kindergärten oder Schulen waren schon unter den Preisträgern. „Die Idee dahinter ist, dass Politik und Wirtschaft die Energiewende alleine nicht schaffen. Jeder Bürger muss da mittun und auch seine Ideen einbringen. Wir suchen alle, die hier Vorbild sein und Energieeinsparung in den Vordergrund stellen und den Klimaschutz verbessern wollen, und hoffen, dass viele mitziehen“, erklärte Schroers. „Der Bürgerenergiepreis lebt davon, dass wir die Angebote bekommen.“

„Die Regierung unterstützt diesen Preis aus mehreren Gründen: Energie soll damit eingespart werden, Innovationen gefördert und die Vielfalt im Energiemix weiter ausgebaut werden. Also eine Vielzahl von Möglichkeiten für kluge Köpfe, sich einzubringen“, warb Regierungsvizepräsident Christoph Reichert.

Landrat Andreas Meier freute sich, dass die Auftaktveranstaltung in seinem Landkreis stattfand. Er merkte an, dass derzeit mit den Diskussionen um den SüdLink und SüdOstLink die Energieversorger und Netzbetreiber kontrovers gesehen würden. „Solange der Strom aus der Steckdose kommt, denkt kaum jemand darüber nach. Müssen aber Leitungen gezogen werden, dann kommt Widerstand.“ Meier plädierte für Einsparungen bei Gebäuden und Elektrogeräten sowie den Ausbau alternativer Energieträger im Landkreis.

Bürgermeister Rudolf Götz versuchte nicht, seine Freude zurückzuhalten. „Es war für uns eine Überraschung und große Freude, dass der Preis an unsere Siedlergemeinschaft ging.“ Im Markt werde durch Biogasanlagen und Solarkollektoren zweieinhalb Mal soviel Energie produziert wie verbraucht. Kohlberg habe somit im Bereich alternative Stromerzeugung eine Spitzenstellung im Landkreis.

Bürgerenergiepreis:

Der Bürgerenergiepreis wird in mehreren Bezirken vergeben. Dazu werden alle Kommunen angeschrieben. Bewerbungsunterlagen und Informationen sind im Internet unter www.bayernwerk.de/buergerenergiepreis abrufbar. Vorschläge können auch online eingesandt werden, Stichtag ist der 8. Juli. Eine Jury aus Mitgliedern von Regierung und Bayernwerk, Wissenschaft und Wirtschaft entscheidet Mitte August, welche drei Projekte prämiert werden. Im September werden die Preisträger in Regensburg ausgezeichnet.

Mit 10.000 Euro prämiert das Bayernwerk die drei besten Ideen beim Wettbewerb um den Bürgerenergiepreis. Der Startschuss der Aktion erfolgte beim Vorjahressieger, der Siedlervereinigung Kohlberg-Röthenbach. Von links: zweiter Siedlerchef Lothar Amann, Landrat Andreas Meier, Regierungsvizepräsident Christoph Reichert, Ingo Schroers, Mitglied des Bayernwerks, Jurymitglied Matthias Rösch vom Energietechnischen Zentrum Nordoberpfalz, Siedlervorsitzende Alexandra Kurz, Vorstandsmitglied Christian Hengl, Bürgermeister Rudolf Götz sowie Stefan Kurz und Stefan Gebhardt, die Hauptinitiatoren des Elektromobilitätstages 2018.
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