08.11.2019 - 11:04 Uhr
KohlbergOberpfalz

Bonus für den Abriss

Konzentriert arbeiten die Markträte eine Tagesordnung mit einem Dutzend Punkten ab. Unter anderem geht es um die Brachfläche, auf der ehemals das Beer-Walbrunn-Haus stand, und den gemeindlichen Tiefbrunnen.

Aus dieser unansehnlichen Freifläche im Ortskern soll nach den Vorstellungen von Marktrat und Dorferneuerungs-Ausschuss ein Schmuckstück werden. Das Förderprogramm „Innen statt außen“ könnte dazu erhebliche Mittel beisteuern.
von Autor JMLProfil

Hier läuft derzeit die vom Wasserwirtschaftsamt geforderte Kamerabefahrung. Das Ergebnis sollte bald vorliegen. Bürgermeister Rudolf Götz: „Ich hoffe, dass wir keine große Überraschung kriegen. Es wäre recht, wenn wir den Brunnen noch lange Jahre betreiben könnten.“ Der Nitratgehalt des Wassers ist bei der letzten Messung von 19 auf 25 Milligramm pro Liter gestiegen. Das ist nicht erklärbar, liege aber noch weit unter dem Grenzwert von 50 Milligramm. Die Wasserabnahme von der Steinwaldgruppe ist im dritten Quartal mit knapp 44.0000 von insgesamt 56.000 Kubikmetern im Plan. Reine Formsache war der Beschluss zur Berufung von Bürgermeister Rudolf Götz zum Gemeindewahlleiter 2020 und Reinhard Ponitz zu seinem Stellvertreter. Die Abstimmung hatte wegen eines Fehlers wiederholt werden müssen. Die Bürgerversammlung in Kohlberg findet am 22. November statt. Die Räte genehmigten den Bauantrag für ein Wohnhaus mit Carport im Kiebitzweg mit von den Bauherren gewünschten Abweichungen vom Bebauungsplan. In dem Gebiet wurden schon verschiedene Sonderwünsche berücksichtigt, so dass die Siedlung ein buntes Mosaik an Baustilen und Dachformen bietet. Der Bürgermeister zu dem Antrag: „Das wird ein schönes kleines Häuschen.“ Und er informierte: „Die Bauplätze Im Meister sind jetzt vollständig verkauft. Es ist alles weg!“

Um Maßnahmen über „Innen statt außen“ fördern zu können, ist laut Objektbetreuer Norman Langenhan vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) ein Selbstbindungsbeschluss des Marktes für die Dauer von zwölf Jahren erforderlich. Darin verpflichtet sich Kohlberg vorrangig innerörtliche Brachflächen und Gebäudeleerstände zu nutzen und sich bei der Neuausweisung von Baugebieten zurückzuhalten. Konkret geht es um den Abriss des so genannten Beer-Walbrunn-Hauses. Mit diesem Beschluss werden die Abbruchkosten zu 84 Prozent durch den Sonderförderbonus gedeckt. Das Marktratsgremium stimmte komplett dafür. Gerhard List: „Ich denke, dass wir das Richtige gemacht haben.“ Die weitere Planung und Ausführung der Platzgestaltung ist laut Götz eine eigene Angelegenheit und muss separat beantragt werden. Darüber berät aktuell der Dorferneuerungsausschuss mit Langenhan vom ALE. Reinhard Ponitz: „Wir werden das Gelände zeitnah beplanen und dann auch als Platz gestalten“.

Bei den Bekanntgaben stand die Umschuldung eines Kommunalkredits von 3,52 auf 0,36 Prozent auf der Liste des Rathauschefs. Götz: „Jetzt haben wir alle Kredite unter einem Prozent Zinsen“. Der Kitaanbau an den Kindergarten ist inzwischen abgerechnet, die gemeindlichen Kosten liegen bei knapp 400.000 Euro. 100.000 bis 120.000 Euro sind noch an Zuschüssen vom Freistaat und der Katholischen Kirche zu erwarten. Ab Januar werden neue monatliche Beiträge gefordert und es gibt dann auch eine Staffelung nach Buchungszeiten.

Die Ortsbegehung wegen Überschwemmung bei Starkregen findet am 21. November um 16 Uhr statt. Treffpunkt für alle Grundstücksbesitzer entlang der Staatsstraße und weitere Interessenten ist bei der Firma Roith. Gerhard List forderte, das die 2-G-Architekten zur Dezember-Sitzung eingeladen werden, um über den Planungsstand beim Schulhausumbau zu informieren.

Die Erneuerung der Waldstraße wird laut ALE nun doch mit in die Planung für den nächsten Dorferneuerungsabschnitt aufgenommen. Bei den Sanierungskosten verschiedener Gemeindestraßen wurden bisher 93 von 144.000 geplanten Euro eingesetzt. In Hannersgrün wird eine Maßnahme von den Besitzern finanziert. Walter Fischer informierte, dass die maroden Grundstückszäune im Schellmesgraben alle auf Privatgrund stehen. Uschi Fischer fragte, wie die kostenlosen Busgutscheine bei den Leuten ankommen. Götz: „Wir liegen da im Plan von den vorgesehenen 1000 bis 1100 Euro vorgesehener Kosten“. Pro Person und Monat wird ein Zehnerpack abgegeben.

Den von der Gemeinde Weiherhammer angebotenen gebrauchten Holzhäcksler wird Kohlberg kaufen, da er laut Bauhofmitarbeitern sowieso die meiste Zeit hier benutzt wurde und in Ordnung ist. Ponitz sorgte da für Schmunzeln mit seiner Bemerkung: „Den kaufen wir und bringen ihn dann als Schrottwert wieder mit ein, wenn die Bauhöfe fusionieren sollten!“

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