Kohlberg
23.02.2026 - 12:46 Uhr
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Bürgermeisterwahl in Kohlberg: Amtsinhaber Gerhard List ohne Gegenkandidaten

Gerhard List von der CSU ist der einzige Bürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl in Kohlberg. Für den Marktgemeinderat bewerben sich drei Parteien mit ihren Listen: CSU, UPW/FW und SPD. Ein Blick auf ihre Ziele.

Auch in Kohlberg wird am 8. März gewählt. Für das Amt des Bürgermeisters stellt sich lediglich eine Person zur Wahl: Amtsinhaber Gerhard List von der CSU. Im Marktgemeinderat hat die CSU derzeit 7 Sitze (hinzu kommt der Bürgermeister), die UPW/FW haben 4 und die SPD einen Sitz. Alle drei Parteien haben erneut eine Liste aufgestellt.

Gerhard List, CSU

Gerhard List tritt erneut als Bürgermeisterkandidat der CSU an. Er hat das Amt bereits seit 2020 inne. „Das klingt wie eine lange Zeit, aber Projekte brauchen auch viel Zeit, um umgesetzt zu werden“, erklärt er. Er wolle angefangene Pläne nun auch zu Ende begleiten. Als Beispiel nennt er das Bürgerhaus, das besonders wichtig sei für den Zusammenhalt der Gemeinde. „Hier spielt sich das Leben vor Ort ab“, betont List. Zudem wolle er das Mischgebiet auf den Weg bringen und auch beim Beer-Walbrunn-Platz müsse es vorangehen. Ein weiteres Anliegen Lists: das Vereinsleben. „Das möchte ich weiter stärken, denn das hält alles zusammen“, sagt er. Eine Herausforderung in den nächsten Jahren sei die Infrastruktur. „Straßen, Wasser, Kläranlage – das kommt alles auf uns zu“, betont List. „Aber wir werden das schaffen“, gibt er sich zuversichtlich.

„Ich trete nochmal an, weil es mir Spaß macht. Gerade die Arbeit mit den Bürgern, die Gespräche“, sagt der 51-Jährige. Wichtig sei ihm eine ehrliche und nachvollziehbare Politik. „Ich möchte Dinge erklären und die Leute so auch bei unbequemen Themen mitnehmen“, erklärt List. Wichtig sei es ihm zudem, „spaltenden Tendenzen“ keine Bühne zu geben. List sagt, er habe sich schon einen Gegenkandidaten gewünscht. Doch es sei für viele schwierig, dieses Ehrenamt und den Beruf zu vereinen. „Ich kann das gut organisieren“, sagt er. Sein Ziel ist klar: „Ich möchte, dass Kohlberg lebens- und liebenswert bleibt.“

UPW/FW

Auch die Unparteiischen und Freien Wähler (UPW/FW) Kohlberg haben eine Liste aufgestellt. Platz 1 belegt der Vorsitzende Walter Fischer. Dass die UPW/FW keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten stellen, begründet Fischer mit der schwierigen Vereinbarkeit des Ehrenamts mit dem Beruf. Der Vorsitzende betonte bei der Nominierungsveranstaltung die Verantwortung, die mit einem Amt im Marktrat einhergeht. Das Ziel der Liste ist klar: Die absolute Mehrheit der CSU brechen. „Die Gefahr einer absoluten Mehrheit ist, dass die Partei dann glaubt, sich nicht mehr mit allen Markträten abstimmen zu müssen“, sagt Fischer.

„Wir haben jetzt mit dem Abriss der Schule begonnen, aber das neue Bürgerhaus bleibt trotzdem eine Herausforderung – auch finanziell“, betont er. Daran hänge auch das Gerätehaus der Feuerwehr. Zudem werde die Kläranlage eine „große Sache“ werden. Diese müsse erneuert werden und auch dieses Projekt werde finanziell nicht leicht. In mehreren Gesprächen habe er zudem wahrgenommen, dass viele unzufrieden mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) seien. „Wir sind an der Landkreisgrenze. Die Verbindung nach Weiden ist relativ gut, aber landkreisübergreifend nach Amberg ist es schwierig“, sagt Fischer. Er glaube, dass dies ein Thema sei, das auch ohne riesigen finanziellen Aufwand zu lösen sei. Er könne sich auch einen Fahrdienst für ältere Bürger oder eine Nachbarschaftshilfe vorstellen.

SPD

Die SPD Kohlberg hat in ihrer Aufstellungsversammlung sechs Kandidaten nominiert, die laut eigenen Angaben alle Altersgruppen repräsentieren. Auf Platz 1 steht Ortsvorstand Mehmet Begen. Er ist bereits seit zwölf Jahren im Gemeinderat. „Ich wurde auch gefragt, ob ich als Bürgermeisterkandidat antrete, aber habe mich aus zwei Gründen dagegen entschieden. Einmal aus Gesundheitsgründen und zum anderen wegen der Arbeitsbelastung als selbstständiger Gastronom“, erklärt Begen. Ziel der SPD sei es, mehr Sitze im Gemeinderat zu erreichen. „Wir sind sechs Richtige für Kohlberg“, beschreibt er seine Mitstreiter. „Wir wollen anpacken und das umsetzen, was für die Bürger gut ist. Kohlberg soll eine gute Zukunft haben.“ Derzeit sei die SPD eine so kleine Fraktion im Marktrat, dass es schwierig sei, Dinge durchzubringen, bedauert der Gastronom.

Zu den Herausforderungen im Markt zählt nach Ansicht der SPD das Bürgerhaus. „Dem laufen wir schon mehrere Jahre hinterher“, sagt Begen. Zudem nennt er den Umbau des Schulgebäudes für die Anforderungen der Feuerwehr. „Das muss jetzt bald kommen. Und dann hat unsere Kommune kaum finanzielle Spielräume, wenn es um neue Bau- und Gewerbegebiete geht, wo sie mit Geld in Vorleistung gehen muss.“ Die SPD wolle sich für einen sparsamen und vorausschauenden Haushalt einsetzen. „Alles, was konstruktiv, sinnvoll, finanzierbar und für die Bürger gut ist“, wolle die SPD anpacken.

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