31.01.2020 - 13:06 Uhr
KohlbergOberpfalz

Grünes Kleinod für alle Kohlberger

Zwei Skizzen werden in der Sitzung vorgestellt. Die Markträte wollen die Pläne zur Gestaltung des Beer-Walbrunn-Platzes erstmal setzen und diskutieren lassen. Auch eine Bürgerbeteiligung vom Planer her ist sehr erwünscht.

Soll mit der Platzgestaltung im Ortskern von Kohlberg an den 1864 in diesem Haus geborenen Musikprofessor Anton Beer-Walbrunn (oben rechts) erinnert werden oder nicht? Diese Frage müssen die Markträte in nächster Zeit beantworten.
von Autor JMLProfil

Landschaftsarchitekt Franz Rembold aus Nabburg informierte Markträte und neun Zuhörer in der ersten Sitzung des Jahres über Gestaltungsmöglichkeiten auf der Fläche des früheren Beer-Walbrunn-Hauses. Mit zwei Konzeptvorschlägen, vom Beamer an die Saalwand geworfen, erläuterte der Planer, was man aus dem Platz machen kann: „Ein grünes Kleinod im Kernbereich des Marktes!“

Die auch von Bürgermeister Rudolf Götz favorisierte Version sieht auf dem Platz insgesamt sieben kleinkronige Bäume vor, fünf davon im südlichen Bereich. Mittig ist ein Pavillon oder eine transparent verkleidete Musiklaube angedacht mit Informationen über den Komponisten und Erinnerung an sein Geburtshaus. Auch das umfangreiche Schaffen des Musikprofessors könnte dort aufgezeigt werden. Von einer Büste Beer-Walbrunns hält Rembold weniger: „Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß“, so seine Meinung. Vier Sitzbänke an Straßen- und Westseite schützen den Platz vor parkenden Autos.

Skizze zwei zeigt einen offener gestalteten Platz mit freistehenden Sitzmöglichkeiten im südlichen Teil und schirmförmigen Bäumen entlang der Weidener Straße. Zwei versetzt eingezeichnete Rechtecke bilden überdachte Treffpunkte mit jeweils einer Bank im Inneren. Zur Raiffeisenstraße hin ist der Platz offen, nach Westen hindert ein Grünbereich am Parken. Bei dieser Variante hat das Architekturbüro keinen Bezug zu Beer-Walbrunn angedacht.

Problembereiche des Platzes sind unter anderem die angrenzenden Gebäudefassaden, mit denen seine Qualität steht oder fällt. Gerhard List: „Ein Nachbar hat schon erklärt, diese Front zu verkleiden, mit den anderen muss noch geredet werden“. Auch die Ergänzung der Anlage durch eine E-Bike-Ladestation wurde angesprochen.

List wollte wissen, welche Vorschläge aus der August-Sitzung des Bau- und Dorferneuerungsausschusses in die Skizzen eingeflossen sind. Die Ideen wurden damals vom Projektbetreuer des Amtes für ländliche Entwicklung notiert, sind aber scheinbar nicht bei den Landschaftsplanern angekommen. Der zweite Bürgermeister hat Martin Valeske, den Leiter des Kunst- und Kulturvereins auch gebeten, Anregungen beizusteuern.

Architekt Rembold wünscht sich zur endgültigen Gestaltung aber noch Ideen aus dem Markt: „Denn ohne Akzeptanz in der Bevölkerung taugt der ganze Vorschlag nichts.“ Die Planungsleistungen sollten laut Tagesordnung dann im nichtöffentlichen Sitzungsteil vergeben werden.

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