27.09.2020 - 12:08 Uhr
KohlbergOberpfalz

Helga und Robert Wipauer feiern goldene Hochzeit

Bürgermester Gerhard List (rechts) gratuliert Robert und Helga Wipauer zum goldenen Ehejubiläum mit Urkunde und Blumenstrauß.
von Autor JMLProfil

Erstmals getroffen haben sich die Jubilare 1969 kurz nach Fasching und schon 1970 traten sie in Weiden vor den Standesbeamten. Die Hochzeitsreise im eigenen Auto führte das junge Paar ins Salzburger Land und zu Verwandten nach Wien. Helga Wipauer erzählt, wie sie über das Riesenrad im Prater gestaunt hat und ihr Mann schmunzelt noch in Erinnerung an die süffigen „Weinderln“ beim Heurigen. Obwohl die beiden mit mehreren Geschwistern aufgewachsen sind, bekam die junge Familie selbst nur eine Tochter. Aber dafür sorgen jetzt vier Enkel und eine süße Urenkelin für buntes Leben im Wipauer-Clan.

Der „Wip“ als eingefleischter Gloserer arbeitete 37 Jahre bei der Detag, seine Frau Helga viele Jahre in Weidener Porzellanfabriken. Sparsam, wie beide sind, wollten sie sich irgendwann ein eigenes Haus leisten. Diese Gelegenheit bot sich 1993, als sie das Kohlberger Wegmacherhaus am Brunnenweg kaufen konnten und umfassend renovierten. Heute wohnt dort ihre Tochter mit der Familie, denn die Wipauers erwarben 2004 eine alte Hofstelle an der Hirschauer Straße. „Girgnadelmauerer“ prangt als Hausname auf einer Tafel neben der Hoftüre. Klar, dass auch dieses Anwesen inzwischen tiptop erneuert wurde.

Tennis und Fußball sind die Leidenschaften von Wipauer. 1989 kickte er in Moskau sogar in einem Freundschaftsspiel und als Platzwart für seinen Verein hielt er jahrelang die Tennisplätze in Ordnung. Daneben haben ihn viele Freunde und Bekannte als zuverlässigen Helfer bei allen möglichen Bau- und Renovierungsarbeiten schätzen gelernt, ebenso die katholische Kirche beim Mähen im Friedhof. Ein Dutzend Jahre leitete Wipauer den VdK-Ortsverband und ist deren Ehrenvorsitzender. An großer und auch Kommunalpolitik stark interessiert, bringt sich der „Rote“ aktiv in Diskussionen ein. Ehefrau Helga ist dagegen die stillere Partnerin, sie sorgt für Harmonie und schönes, blumenreiches Wohnen, häkelt, strickt und schimpft ab und zu ein bisschen, wie sie sagt. Aber nur ganz selten. „Wir kommen mit allen gut aus, haben gute Nachbarn“, bekennt sie.

Zum goldenen Ehejubiläum erhielten beide von Kindern und Enkeln eine tolle Bank zur abendlichen Sitzweil mit Freunden. Vom Schwiegersohn in die Lehne eingefräst, ihre Anfangsbuchstaben R und H und ein großes Herz für die „Bankerlhocker vom oberen Markt“. Bürgermeister Gerhard List überrraschte mit Urkunde, Blumenstrauß und den Worten: „Glückwunsch an die junge Braut und den jungen Bräutigam!“ Dankbar blicken die Wipauers auf ein halbes Jahrhundert Eheleben und bekennen: „Wir denken, wir haben größtenteils alles richtig gemacht“. Und hoffen, dass sie: „Noch ein paar Jahre in Gesundheit miteinander aushalten.“

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