08.05.2019 - 08:29 Uhr
KohlbergOberpfalz

Die Kleinsten unter Dach und Fach

Lange geplant, flott errichtet und schon überbelegt ist der Krippenanbau an den Kindergarten, die sinnvolle Ergänzung in der Betreuung der kleinsten Kohlberger. Am Samstag, 11. Mai, ist offizielle Segnung.

Klare Linien, große Fenster, ein etwas niedrigeres Dach. Die neue Kinderkrippe gliedert sich harmonisch an den seit 20 Jahren bestehenden Kindergarten Arche Noach an.
von Autor JMLProfil

20 Jahre lang war der spitze Dachvorsprung des Kindergartens markanter Blickfang am Gebäude. Jetzt ist er in einem neuen Baukörper integriert, dessen etwas niedrigeres Dach die neue Kinderkrippe beherbergt. Im April letzten Jahres begannen die Arbeiten, bereits am 5. November konnte das Haus mit einer ökumenischen Andacht in Betrieb genommen werden. Das in Holzständerbauweise mit Pultdach erstellte Bauwerk machten es möglich. Grund genug, das Gebäude nun am 11. Mai mit einem Tag der offenen Tür vorzustellen. Um 10.30 Uhr beginnt der ökumenische Gottesdienst, die offizielle Eröffnung ist um 11 Uhr.

„Passt“, sagt Marion Eitel, die Leiterin des Kindergartens Arche Noach in Kohlberg kurz und knapp auf die Frage, was sie von dem neuen Anbau der Kinderkrippe hält. Ein „Passt“ ist bei Oberpfälzern schon ein dickes Lob. Aber sie setzt noch eins drauf: „Es ist schön, es ist toll geworden!“ Auch Kirchenpfleger Leonhard Steinsdörfer lobt den Bau: „Eine Einrichtung, auf die Kohlberg wirklich stolz sein kann. Alle sind begeistert, die Kinder, das Personal und die Eltern“, fügt er hinzu. Er selbst hat, so meinen manche, seit den ersten Planungen in 2015 etliche graue Haare mehr auf dem Kopf. Kein Wunder, Steinsdörfer war in all den Jahren Dreh- und Angelpunkt des Baus.

Bürgermeister Rudolf Götz und die Markträte schoben als Gesamt-Kostenträger das Unternehmen entscheidend an. Auf kirchlicher Seite die Priester Adam Niedciecki und Varghese Puthenchira, Kirchenpfleger und -verwaltung, denn die Katholische Kirchenstiftung ist Bauherr und Träger des Kindergartens. Zwischen erster Kostenschätzung und der Endsumme von 810.000 Euro liegen lediglich 15 Prozent Differenz.

Fördermittel von 365.000 Euro stellte die Staatsregierung zur Verfügung, knapp 87.000 Euro die Diözese, den Rest von 368.000 Euro hat die Kommune zu stemmen. Plus 100 Prozent der jährlichen Betriebskosten. Nicht zu vergessen das Sponsorengeld für Zusatzausstattungen von Firmen, Hausbank, Bürgerinitiative und Privatpersonen sowie etliche Arbeitseinsätze der Eltern.

Federführend war das Architektenteam von Sebastian Grundler aus Weiden. Daneben drei weitere Planungsbüros für die Bereiche Statik, Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro. Für den Anbau kein zusätzlicher Baugrund benötigt. Der vorhandene Garten ist auch groß genug, um noch einen abgegrenzten Gartenanteil für Krippenkinder aufzunehmen.

Was gibt's denn heute zu Essen? Kindergarten- und Krippenkinder freuen sich mit ihren Betreuerinnen in Kohlberg jeden Tag auf gemeinsame Mahlzeiten. Leitern Marion Eitel überblickt im Hintergrund den Ablauf.
Auch das Händewaschen nach dem Essen macht gemeinsam viel mehr Spaß.

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