18.09.2019 - 10:47 Uhr
KohlbergOberpfalz

Lauter Löcher im Lauterbergweg

Eine Straße in denkbar schlechtem Zustand beschäftigt den Marktrat Kohlberg: Der Lauterbergweg in Weißenbrunn. Zwei Sanierungsvarianten werden diskutiert, beschlossen wird nichts.

Die Straße auf den Lauterberg ist stellenweise in einem erbärmlichen Zustand. Das soll sich im nächsten Jahr ändern. Bis dahin heißt es: Die Löcher umfahren.
von Autor JMLProfil

Normalerweise wird diese Straße in Weißenbrunn Lauterbergweg genannt. Beim ihrem derzeitigen Zustand wäre auch „Lauter-Schlaglöcher-Weg“ zutreffend, so schlecht ist stellenweise der Zustand. Dies wurde von den Benutzern bereits mehrfach gerügt.

Bürgermeister Rudolf Götz hat im Nachgang eines Besichtigungstermins mit der Tiefbaufirma nun eine grobe Kostenschätzung vorliegen. Zwischen 17.000 und 20.0000 Euro kostet es, wenn lediglich die schlechten Stellen repariert werden, bis zu 40.000 Euro, sollte die Tragschicht der ganzen Straße erneuert werden. Eine Generalsanierung würde über eine halbe Million kosten. Gerhard List: „Dass die Straße gemacht werden muss, ist klar. Das Problem ist der Kanal, und da müssen wir erst Rechtssicherheit herstellen.“ Denn die Straßenentwässerung erfolge auf der Trasse durch Gräben und zum Teil durch Kanalstrecken durch Privatgründe Die vor Jahren eingebauten Betonrohre seien nicht mehr dicht und für heutige Verhältnisse zu klein, vermuteten einige Räte.

Der Bürgermeister: „Wenn wir die Straße richtig ausbauen wollen, müssen wir die Kosten umlegen. Jetzt eine Tragschicht darüber zu ziehen, ist eine Zwischenlösung, die uns 10 bis 15 Jahre Zeit gibt und die Benutzer sind einstweilen zufrieden.“ Völlig offen ist, ob und in welcher Höhe Zuschüsse fließen und wie stark die Anlieger an den Kosten beteiligt werden. Auch der Landkreis- und Gemeindetag muss um eine Stellungnahme gebeten werden. Im Beschluss wird die Verwaltung aufgefordert, bis Ende des Jahres ein Erschließungskonzept auszuarbeiten. Die schlechten Stellen werden umgehend ausgebessert.

Adrian Blödt wollte erst eine fundierte Information, was sich die Kommune finanziell leisten kann. Götz hält dagegen: „Wir müssen investieren, denn Stillstand ist Rückschritt.“

Die Schäden des starken Gewitters an Fronleichnam letztes Jahr waren ein weiterer Tagesordnungspunkt. Beim Starkregenrisiko-Management, wie es in der Bekanntmachung hieß, soll in Zusammenarbeit von Kommune, Wasserwirtschaftsamt und weiteren Dienststellen geklärt werden, wie Auswaschungen aus Grundstücken, zugeschwemmte Gräben oder vollgelaufene Keller vermieden werden können. Dazu plant Götz noch diesen Herbst eine Infoveranstaltung mit Grundstücksanliegern, dem Planungsbüro, Bauausschuss und interessierten Bürgern an den neuralgischen Punkten. Möglicherweise werden dann verrohrte Bereiche wieder geöffnet, Randsteine gesenkt und Entwässerungsrinnen verbreitert. Götz appellierte an alle Grundstückseigentümer, auch selbst zur Schadensminimierung beizutragen, indem sie Gräben und Durchläufe freihalten und Sickerschächte leeren.

Die Straße auf den Lauterberg ist stellenweise in einem erbärmlichen Zustand. Doch das soll sich im nächsten Jahr ändern. Bis dahin heißt es: Die Löcher umfahren.
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