15.07.2019 - 16:51 Uhr
KohlbergOberpfalz

Marathonsitzung für Markträte

Eine Sitzung von über drei Stunden Dauer fordert das Sitzfleisch der Kohlberger Räte. Dabei gilt es eine beachtliche Themenfülle abzuarbeiten.

von Autor JMLProfil

Marktratstreffen besitzen meist einen hohen Informationswert. Von daher ist es schade, dass lediglich sechs Zuhörer die von Bürgermeister Rudolf Götz geleitete Sitzung verfolgten. Die Bandbreite der Themen war auch diesmal beachtlich.

Benjamin Hagler plant in Hannersgrün Nr. 6 ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage zu erstellen. Da dieses im Außenbereich zu stehen kommt, wo laut Flächennutzungsplan Grünland vorgesehen ist und einige technische Fragen offen sind, hatte die Verwaltung für den Antrag vorsichtshalber sowohl eine positive als auch eine negative Beschlussvorlage vorformuliert. Der Rathauschef ließ den Antragsteller selbst zu Wort kommen, der die Bedenken des Gremiums ausreichend entkräftete, so dass die Entscheidung dann positiv ausfiel. Götz: „Uns liegt auch sehr daran, junge Bürger im Ort zu halten!“

Beim Bauantrag von Herbert und Helene Harbig auf die Errichtung eines Kniestocks am bestehenden Wohnhaus in Kohlberg gab es von Seiten der Markträte ein schnelles Okay. Mit der Maßnahme wird die Giebelfläche nur geringfügig höher, der First überragt das Nachbargebäude auch weiterhin nicht.

In die vor vier Wochen abgestimmte Vorlage zur Änderung der Entwässerungssatzung mussten einige Änderungen staatlicherseits eingepflegt werden. Der Bürgermeister: „Wir müssen also nur die geltenden Regeln einhalten, ansonsten ändert sich nichts!“ Bei den Bekanntgaben informierte Götz, dass Norman Langenhan beim Amt für Ländliche Entwicklung die Position des verstorbenen Ludwig Spiller fest übernommen hat. Er sei bisher schon mit den Kohlberger Dorferneuerungsmaßnahmen betraut gewesen und habe die Arbeiten bis jetzt kommissarisch weitergeführt. Dann wurden wegen zweier Wasserrohrbrüche, einer davon direkt neben dem Rathaus, an den Schadstellen neue Schieber eingebaut.

Heiterkeit löste eine Bemerkung von Götz aus, dass man dringend einen rüstigen Arbeiter suche, der die beschädigten Pflastersteine im Marktbereich austausche. Er habe da schon jemand, der bald in Rente geht, meinte das Marktoberhaupt schmunzelnd mit Blick auf ein Marktratsmitglied. Die gratis zu erhaltenden Busgutscheine kosten der Kommune bisher 370 Euro. Man liege da bei den für 2019 geplanten 1000 Euro gerade im Limit. Des weiteren berichtete Götz über eine Anfrage aus Neustadt über eine geeignete Fläche für einen größeren Hotelkomplex. Er habe zwei Areale in Röthenbach ins Gespräch gebracht. Götz: „Derzeit ist da natürlich alles noch offen“, um die Gerüchteküche nicht zu befeuern.

Eindringlich appellierte er an alle, derzeit mit Wasser sparsam umzugehen: „Gegenüber letztem Jahr sind wir heuer zwei Monate früher so weit, dass unser Wasser knapp wird!“ Ein dickes Lob hatte der Bürgermeister für Martina Auer-Bertelshofer. Ihrer Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass die Kommune über 6400 Euro aus der Schulumlage zurückerhält.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.