05.02.2020 - 11:53 Uhr
KohlbergOberpfalz

Mehmet Begen: „Ich will Bürgermeister werden“

Der SPD-Bürgermeisterkandidat sieht sich und seine Mitstreiter auf gutem Weg. Das Ziel für Mehmet Begen ist eine zukunftsorientierte Kommunalpolitik für Kohlberg.

Mehmet Begen von der SPD will am 15. März den Kohlberger Bürgermeistersessel erobern. Zusammen mit seinen sechs Marktratskandidaten stellte er sein Wahlprogramm vor.
von Autor JMLProfil

Bei der ersten Wahlkampfveranstaltung der Kohlberger SPD stellte Bürgermeisterkandidat Mehmet Begen seine Kandidaten vor und machte klar, auf welche Punkte er im Wahlprogramm den Schwerpunkt legt. Nämlich Bürgernähe durch zuverlässige Beantwortung aller Anliegen und eine langfristig aufgeteilte Maßnahmenplanung über zwölf Jahre, um die Kommune finanziell nicht zu überfordern.

Dass mit dem nächsten Dorferneuerungs-Abschnitt, dem Schulhaus-Umbau, Gewerbe- und neuem Wohngebiet sowie weiteren „Baustellen“ in der kommenden Ratsperiode erhebliche Kosten auf den Markt zukommen, ist Begen klar. Hier gilt es für ihn, alle Fördermittel auszunutzen und die Aktivitäten zeitlich und damit eben auch haushaltsverträglich gut einzutakten. Weitblickende Marktentwicklungsplanung sieht der Bürgermeister-Anwärter nur bei seinen sechs Mitstreitern um Marktratssitze gegeben.

Das neun Themenbereiche mit mehreren Unterpunkten umfassende Wahlkampfprogramm der Roten sieht als dringend anzugehende Maßnahme einen Bau für betreutes Wohnen beim zukünftigen Gemeindezentrum vor. Ausgestattet auch mit einem abwechselnd benutzbaren Behandlungszimmer für Arzt, Physiotherapeut mit Massagemöglichkeit und Kosmetikerin bei Fußpflege. „Es kann doch nicht sein, dass unsere älteren Mitbürger, welche nicht alleine in Wohnungen sein wollen, bis nach Gmünd und Wernberg verfrachtet werden müssen“, empört sich Begen. Erheblichen Diskussionsbedarf ergab sein Planungswunsch, dem neu zu errichtenden Mehrzweckraum gleich ein Stockwerk drauf zu setzen, um Reserveraum zu schaffen bei Engpässen im Kindergarten, für Vereinsaktivitäten und zwei mögliche spätere Grundschulklassen. „Dann kann ein Lehrer wieder zu zwanzig Kindern kommen und nicht umgekehrt“, so sein Argument. Bürgermeister Rudolf Götz merkte da an, dass Überlegungen eher dahin tendieren, Weiherhammer als zentralen Schulort für die umgebenden Kommunen weiter auszubauen. Aber Begen will nach eigenen Worten in der Kommunalpolitik "von den Möglichkeiten her denken, nicht zuerst von den Unmöglichkeiten".

Nicht nur die eigenen Genossen, auch von den anderen zwei Fraktionen im Kohlberger Marktrat waren die Spitzenleute mit im Raum und es gab lebhafte Diskussionen bei Themen wie familienfreundliches Bauen, Vereinsförderung, dem Schlosserhalt in Röthenbach, im Naturbereich, bei dezentraler Energieversorgung und etlichen weiteren Punkten. Was bei dieser Veranstaltung leider – wieder einmal – fehlte, waren genügend interessierte Besucher. Ein „Politveteran“ aus anderer Ecke brachte das auf den Punkt: „Es fehlen die Leute, welche sich da über die Kandidaten informieren könnten und die von den anderen Parteien kannst du eh nicht umdrehen. Also machen auch wir ein paar Veranstaltungen, damit es nachher nicht heißt: die haben es nicht nötig!“

Die SPD-Kandidaten:

  • Mehmet Begen: Seine Eltern kamen als Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland. Er selbst ist mit seinen Geschwistern seit 1974 hier, ging in Weiden zur Schule, lernte Maler- und Lackierer, arbeitete in einigen Firmen bevor er in Weiden als Gastronom startete. Seit 2008 betreibt Begen in Weiherhammer einen Pizza-Heimservice. Der 54-Jährige ist mit einer Röthenbacherin verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne, kam vor sechs Jahren auf Anhieb in den Gemeinderat und kandidiert auf Platz 59 auf der SPD-Kreistagsliste. Er traut es sich zu, als Bürgermeister bodenständig und zukunftsorientiert Politik zu machen.
  • Inge Österer, 58 Jahre alt, verheiratet, zwei erwachsene Kinder. Sie ist Angestellte in einem Technikversand-Unternehmen und stark politisch interessiert. Engagiert sich für Senioren.
  • Karlheinz Schmid (56) aus Mantel ist Familienvater, gelernter Bäcker, arbeitet als Lagerist und lebt seit zwei Jahren in Röthenbach. Sein Ziel: „In Kohlberg Kommunalpolitik machen, denn die Weltpolitik spielt hier nicht rein“.
  • Tanja Schmid ist 44 Jahre alt, gelernte Friseurin, arbeitet als Schulbetreuerin. Ihr Augenmerk liegt auf Kindern und älteren Menschen in der Gemeinde.
  • Hubert Hausner ist mit 63 Jahren rege dabei, den Ortsteil Röthenbach voranzubringen. Nicht nur beim Taubenmarkt aktiv, arbeitet bei der US-Armee in der Fahrzeugwartung.
  • Siegfried Hausner, Rentner mit 65 Lebensjahren, war zwar krankheitsbedingt verhindert, engagiert sich jedoch sonst im Umweltschutz, bei Aktionen im Ortsteil und steht für eine Politik mit Augenmaß.
  • Die gebürtige Etzenrichterin Hildegard Hausner, 62, ist Beamtin im Ruhestand. Regional ist sie bekannt als Aktivistin im Umweltschutz und gegen atomare Anlagen. Hausner arbeitete am Fernmeldeamt und, bei der Telekom, auch im Betriebsrat. War im Pfarrgemeinderat und gründete die Eltern-Kind-Gruppe. Sie unterstützt Begen in sozialen Fragen und will mithelfen, zurück zu drehen, was in den letzten Jahren bei der kommunalen Infrastruktur verloren ging.
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