10.10.2019 - 12:09 Uhr
KohlbergOberpfalz

Naturerlebnisweg: Dringender Handlungsbedarf

Im Klingenbachtal wartet viel Arbeit auf Idealisten. Der Naturerlebnisweg braucht nach 20 Jahren dringend eine umfassende Renovierung.

Eine Wanderung über den Naturerlebnisweg im Klingenbachtal ist zu allen Jahreszeiten reizvoll.Allerdings muss die Trasse dringend auf Vordermann gebracht werden.
von Autor JMLProfil

Im Frühjahr 2000 begannen die ersten Arbeiten am Naturerlebnisweg Klingenbachtal, 2002 wurde das Vorzeigeprojekt dann der Öffentlichkeit übergeben. Seitdem haben viele Wandergruppen, Naturfreunde, Walker und Spaziergänger die knapp drei Kilometer lange Strecke zu allen Jahreszeiten abgelaufen.

Vor allem auf die Initiative von Diplombiologin Mathilde Müllner sowie Naturparkleiter Martin Koppmann, der Unteren Naturschutzbehörde und OWV-Artenschützer Bernd Bauer wurde dieser Wanderweg geschaffen. Finanziert wurde die Trasse von der Kommune unter Leitung des damaligen Bürgermeisters Karl Prösl. Bald klinkte sich auch die LBV-Kreisgruppe um Adolf Küblböck aus Weiherhammer mit ein. Jahr für Jahr wurden dann neue Projekte angepackt. Die Streuobstzeile, Insektenhotel und Feuersalamandergumpen sind dafür Belege. Das Ziel der Naturschützer ist immer noch, einen durchgehenden Biotopverbund von den Klingenbach-Quellen bis zum Eichelbach zu erreichen. Der LBV-Ehrenvorsitzende: „Der örtliche OWV und LBV bemühen sich seit Jahren am Klingenbach mit verschiedenen Maßnahmen der Landschaftspflege und durch den Ankauf von Grundstücken die Artenvielfalt zu fördern.“

Die negative Seite der Medaille ist, dass die Trasse aktuell deutliche Mängel aufweist. Morsche Planken und wackelige Handläufe auf Steg und Brücke, matschige Steige, verdorrte und einfach fehlende Bäume in der Streuobstwiese, zugewachsene Böschungen und so weiter, um nur einige Punkte aufzugreifen. Artenschützer Bauer ist frustriert: „Da haben wir mit dem Naturerlebnisweg so eine tolle Werbung für den Markt und dann lässt man den einfach verkommen. Ich verstehe das nicht.“ Es besteht also dringender Handlungsbedarf, findet er, zumal auch angedacht ist, die Herbstwanderung des OWV-Hauptvereins 2020 auf einem Teil des Weges zu planen. Derzeit ist noch offen, wer die ganzen Arbeiten federführend in die Hand nimmt. Die Trasse verläuft größtenteils auf Gemeindegrund, aber auch Privatwald sowie LBV- und OWV-Flächen werden tangiert.

Positiv zu sehen ist, dass der Weg mit seinen öfter wechselnden Umgebungen den Wanderern zu jeder Jahreszeit schöne Motive bietet. Auch an einem Sauwettertag wie jetzt kann man, am besten alleine, hier die Seele baumeln lassen und den Charme kleiner Glücksmomente in sich aufnehmen. Bürgermeister Rudolf Götz ist daran interessiert, dieses Juwel zu erhalten. Als ersten Schritt hat er bereits veranlasst, ein abgebautes Buswartehäuschen am unteren Ende des Weißen Weges als „Rast- und Ratschhüttn“ für gehbehinderte Spaziergänger wieder aufzustellen.

Eine Wanderung über den Naturerlebnisweg ist zu allen Jahreszeiten reizvoll. Allerdings muss die Trasse dringend auf Vordermann gebracht werden.
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