Kohlberg
26.10.2026 - 10:42 Uhr
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Naturerlebnisweg Klingenbachtal in Kohlberg aufgewertet

In Kohlberg renaturiert eine Zusammenarbeit aus LBV und OWV einen 4000 Quadratmeter großen Weiher. Die Umgestaltung schafft Lebensräume für Pflanzen und Tiere, während Besucher den Ausblick genießen können.

Unter der Devise „Naturschutz ist Lebensfreude“ wurde in einer gemeinsamen Aktion vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) und dem Oberpfälzer Waldverein (OWV) in Kohlberg eine Weiherfläche samt Umfeld von 4000 Quadratmetern gemeinsam renaturiert.

Mit Baggerunterstützung von etwa 100 Stunden wurde der bestehende Fischweiher etwas verkleinert, die Uferbefestigung entfernt, der Damm verbreitert, eine kleine Insel eingebaut sowie der Übergang zum Nachbargrundstück angelegt. Eine Anglerhütte musste der naturnahen Gestaltung weichen, dafür können Wanderer jetzt auf einer neuen Holzbank im Halbschatten den Blick über Wasser und Wiese bis zum katholischen Kirchturm genießen. Voraussichtlich nächstes Jahr werden im angrenzenden Hangbereich noch über 1000 Bäume sowie Grünsträucher gepflanzt und der Bereich dann seiner natürlichen Entwicklung überlassen. Für Pflanzen sowie vor allem Kleintiere wird damit neuer Lebensraum geschaffen.

Beim Naturschutz sei ein langer Atem wichtig, sagt Bernd Bauer vom örtlichen OWV als Initiator und Förderer des Projekts. Er sei seit über zehn Jahren daran, das Grundstück zu erwerben, und freue sich, dass der Landwirt nun zugestimmt habe. Ankauf und Arbeiten haben den LBV zwar eine ganze Stange Geld gekostet, wie Adolf Küblböck vom Landesbund erklärt. Aber zusammen mit Spenden, Mitgliedsbeiträgen und einem Zuschussbetrag aus dem Landratsamt habe die Finanzierung sichergestellt werden können.

Kohlbergs Bürgermeister Gerhard List freut sich über den weiteren wertvollen Mosaikstein im angestrebten Biotopverbund: „Der Einsatz hat sich gelohnt. Ich bin froh, dass alles so gut gelaufen ist. Das wertet die ganze Anlage auf.“ Er und Diplom-Biologe Philipp Glaab vom Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald würdigten als Projektleiter vor allem Küblböck und Bauer, ohne deren unermüdliche Arbeit der Naturerlebnisweg so nicht bestehen würde.

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