11.10.2019 - 14:13 Uhr
KohlbergOberpfalz

Radweg auf der Zielgeraden

Bürgermeister Rudolf Götz ist zuversichtlich. "Was lange währt, wird endlich gut“, sagte er zum Ausbau des Radweg-Endstücks zwischen Hannersgrün und Kohlberg.

Am Bushalteschild rechts endet der nächste Bauabschnitt der Dorferneuerung. Von da ab bis zur Gemeindegrenze am Weißenbrunner Mühllohbach müssen für die Straßensanierung nach Luhe mehr als 2,4 Millionen Euro in die Hand genommen werden.
von Autor JMLProfil

Aktuell sind die Arbeiten ausgeschrieben. Elf Firmen haben Angebote abgegeben. Sie sind mit 250000 bis 350000 Euro etwas günstiger als angenommen. Der Zuschlag wurde in nichtöffentlicher Sitzung erteilt. Sofern das Wetter mitspielt, sollen die Arbeiten noch heuer beginnen und im Mai 2020 fertig sein. Gerhard List dankte den Grundstückseigentümern, dass sie Flächen dafür zur Verfügung stellten.

Den dicksten finanziellen Brocken neben der Dorferneuerung hat der Markt mit dem Komplettausbau der Straße zu schultern. Hier lag den Räten vom Ingenieurbüro Renner und Hartmann aus Amberg eine vorläufige Kostenaufstellung vor. Die Planer teilen die Arbeiten aus Richtung Luhe in vier Streckenabschnitte auf. Bereich 1 von der Gemeindegrenze am Weißenbrunner Mühllohbach bis zum Kreuzungsbereich auf der Seebühlkuppe, Bereich 2 von dort bis zum Ortsende Artesgrün, Teil 3 von der vorletzten Hofstelle in Artesgrün bis zum Ortsanfang Kohlberg und Teil 4 die Sanierung der Artesgrüner Straße. das mache brutto alles in allem 2,4 Millionen Euro, ohne Straßenbeleuchtung, Kanal- und Wasserarbeiten im vierten Bereich.

Nur mit hohen Förderungen aus mehreren Töpfen kann der Markt dies stemmen, zumal die Straße auch durch überörtlichen Verkehr in Richtung Autobahn stark frequentiert ist. Martina Auer-Bertelshofer fragte nach dem Kostenanteil der Gemeinde. Götz: „Das können wir erst beziffern, wenn die Zuschusshöhe feststeht."

Hermann Prechtl legte die Jahresrechnung 2018 vor. Der Markt hatte zum Jahresende knapp 450000 Euro Rücklagen bei einem Schuldenstand von etwas über einer Million Euro. Dies ergibt bei 1188 Einwohnern Ende 2018 eine Pro-Kopf-Belastung von 886 Euro. Die Jahresrechnung stellte der Marktgemeinderat in Einnahmen und Ausgaben mit insgesamt 3,54 Millionen Euro fest. Götz informierte, dass sich in seiner Amtszeit das Rücklagenpolster deutlich erhöht habe.

Mit knapper Mehrheit lehnten die Räte nach einer Diskussion den Antrag des evangelischen Bezirksposaunenchors auf Unterstützung der Bläserausbildung wie in den Vorjahren ab. Man will laut einem früheren Beschluss lieber weiterhin örtliche vor regionalen Gruppen bezuschussen.

Einige Bekanntgaben aus der nichtöffentlichen Sitzung: Für 2100 Euro müssen unbrauchbar gewordene Verkehrszeichen ersetzt werden. Im Baugebiet „Renner“ wird der jeweils amtierende Bürgermeister ermächtigt, ein Grundstück anzukaufen. Dem Wunsch auf Zusammenlegung zweier Bauplätze „Im Meister“ wurde entsprochen, allerdings ist der Interessent inzwischen abgesprungen. Sie sind wieder verfügbar. Die freigewordene Wohnung im Rathaus kann ebenfalls neu vermietet werden. Laut einem Telefonat zwischen Götz und Norman Langenhan vom Amt für Ländliche Entwicklung wurden die Einzelposten des nächsten Dorferneuerungsabschnitts genehmigt. Alle Arbeiten werden sofort ausgeschrieben und können im Frühjahr 2020 beginnen.

Walter Fischer reklamierte den schlechten Zustand eines Zauns im Schellmesgraben am Brunnenweg. Mehmet Begen hinterfragte die Fertigstellung des neuen Röthenbacher Buswartehäuschens. Antwort Götz: „Da ist der Elektriker verschollen.“ Adrian Blödt bohrte erneut bei seinem Lieblingsthema, einer längerfristigen Finanzplanung, nach: „Jeder von uns sollte sich Gedanken machen, wie wir unsere Investitionen über mehrere Jahre hinweg aufdröseln.“

Auer-Bertelshofer sieht wie der Bürgermeister einen Anlieger- und Interessierten-Termin beim Hochwasserschutz eher im November als vorher möglich. Gerd Hiltl wollte wissen, was nun mit dem Röthenbacher Schloss geschieht. Götz: „Der neue Besitzer wurde vom Landratsamt angeschrieben, er muss den Verfall aufhalten. Im Rathaus hat der sich noch nicht vorgestellt."

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