Die Kohlberger Kirwa, als eine der ältesten, wird in einer Auflistung von 1723 im Diözesanarchiv erstmals angeführt. Die Kirwa, als eine der ersten im Jahr, lief in Kohlberg von Fronleichnam bis zum Kirwamontag, der natürlich arbeitsfrei war, vier Tage. Das fuhr sich herunter. Letztendlich blieb nur der Kirchweihsonntag übrig, bei dem man sich nach dem Gottesdienst auf dem Marktplatz an den mehreren Ständen der Fieranten einfach mal zum Spazieren und zum Plaudern traf. Die Tradition wirkte noch nach, und dieser geschuldet gingen Marktgemeinde und Vereine daran, das verlängerte Kirwawochenende wieder zu beleben.
Kein Festzelt mit Auf-Bänken-Stehen gab es ja früher auch nicht – einfach mal den Grundgedanken wieder ausgraben. Da ist man dieses Jahr schon sehr weit, weil man die Kirwa mit Veranstaltungen von Fronleichnam bis hin zum Kirwamontag bestückt. Bürgermeister Gerhard List – alles läuft natürlich unter der Regie der Gemeinde – betont das Engagement der Vereine. Die besetzen Nischen.
Preisschafkopf und Musik
Da starten die Fußballer des Sportvereins mit einem Sommerfest nebst einem Turnier, dem Kirwacup, für die Kleinsten mit 100 Buben und Mädchen an Fronleichnam. Am Freitag legte die CSU die Karten auf den Tisch. Preisschafkopf beim Frieser: 92 Schafkopfer an 23 Tischen im vollen Haus spielten um 200 Euro als ersten Preis, den Werner Lindner aus Pleystein gewann. Jeder ins Rennen gegangene Kartenhai erhielt übrigens einen Preis.
Samstag dann „Ohrwurm to go“, die Picknickserenade der evangelischen Kirchengemeinde. Im Kriegerhain boten „Bayerisches Kellerblech und Friends“ Fetziges, Swing und mehr an der altehrwürdigen Simultankirche an.
Hauptakt am Sonntag
Hauptakt war dann aber der Kirchweihsonntag. Jung und Alt traf sich nach dem Gottesdienst bis in den Abend hinein auf dem Marktplatz. Dieser war für den Verkehr gesperrt, und es war eine stattliche Anzahl von Ständen aufgebaut. Die Fieranten boten alles an, was irgendwie zu einem Kirwamarkt gehört. Seltenes findet man, wie etwa Haushaltsartikel, die man sonst kaum noch wo bekommt. Aber natürlich besonders viel Spielzeug für die Kinder, die mit leuchtenden Augen davor standen.
Aber natürlich gab es auch Süßes sowie Softeis. Die vielen Besucher schlenderten einfach über den Marktplatz, der wie ein riesiges Kaufhaus wirkte. Kurz mal hinsetzen und durchschnaufen bei Kaffee und Kuchen war im Rathaus möglich. Die Gardedamen des Sportvereins hatten 17 Kuchen und Torten im Angebot. Auf Durst und Hunger waren die Gaststätten Frieser, Weißer Schwan und Janner bestens vorbereitet. Dieses Angebot nutzte auch Bürgermeister Gerhard List und lud mittags die Mitarbeiter der Verwaltung der VG Weiherhammer sowie die Gemeindemitarbeiter zum Essen ein und abends dann noch dazu den Marktgemeinderat. So ging dann kulinarisch die Kohlberger Kirwa zu Ende.















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