28.11.2019 - 11:45 Uhr
KohlbergOberpfalz

Wenig Steuer, wenig Spielraum

Es ist die Bilanz seines letzten vollen Jahres als Bürgermeister: Gemeindeoberhaupt Rudolf Götz nennt Zahlen, Fakten und Vorhaben bei der Bürgerversammlung.

Bürgermeister Rudolf Götz bringt bei seinem letzten „Bericht zur Lage der Gemeinde“ den Zuhörern einen ganzen Berg an Zahlenmaterial zu Ohren.
von Autor JMLProfil

Bürgermeister Rudolf Götz stellte vor 36 Zuhörern klar: „„Alles was gemacht wurde, ist nicht das Verdienst des Bürgermeisters, sondern des gesamten Gemeinderates. Nur miteinander war alles möglich.“

Die Marktgemeinde zählt aktuell 1188 Einwohner. Fünf Geburten standen neun Sterbefällen gegenüber. Es gab in den 425 Wohngebäuden 45 Zu- und 41 Wegzüge. Elf Bauanträge wurden im Berichtszeitraum genehmigt. Die kommunalen Bauplätze sind komplett verkauft. Götz: “Ich gehe davon aus, dass nächstes Jahr alle bebaut werden“. Bei den 25 in Privathand befindlichen Siedlungsflächen gibt es seit Jahren wenig Bewegung.

Von geplanten 144.000 Euro für Straßensanierungen wurden bis jetzt 120.000 Euro ausgegeben. Der Krippenanbau am Kindergarten kostet die Kommune 400.000 Euro. Hier erwartet Götz noch staatliche Zuschüsse von 100.000 Euro. „Bei den Acker-Grenzsteinen sind wir dabei, wieder zu orten, wo sie stehen sollten“, sagte Götz. Er informierte, dass die Straßengräben im oberen Teil des Eichelbaches unter der Leitung des zweiten Bürgermeisters gereinigt wurden.

Der Gemeinderat verabschiedete in neun Marktrats- und sechs Ausschuss-Sitzungen 76 öffentliche und 27 nichtöffentliche Beschlüsse. Der kommunale Schuldenstand wird Ende 2019 bei 946.000 Euro liegen, pro Kopf also 782 Euro. Es wurden 106.000 Euro an Tilgung geleistet, der momentane Kassenstand beträgt 620.000 Euro. Für Ende des Jahres ist ein Überschuss von 325.000 Euro angepeilt. Verwaltungs- und Vermögenshaushalt ergeben zusammen die Summe von 3.654.000 Euro. Die Hebesätze von Gewerbe- und Grundsteuern bleiben bei 350 Prozent. Götz kommentierte: „Kohlberg hat wenig Gewerbesteuereinnahmen und so keine großen Spielräume. Die Vorhaben müssen zwischenfinanziert werden.“

Für 2020 steht der nächste Dorferneuerungsabschnitt mit einem gepanten Volumen von etwa einer Million Euro an. Dazu Kanalsanierungen in Höhe von etwa 150.000 Euro, dann Umbauplanungen am Schulgebäude, das Endstück des Radwegebaus, die Eichelbach-Renaturierung, Hochwasserschutz-Maßnahmen und noch einiges mehr. Götz: „Allein der Radweg ist eine 20-jährige Geschichte, aber was lange währt, wird endlich gut!“

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