Früher spielte er bei den Kondrauer Sportfreunden auch Fußball. „Ich glaube, ich war kein Schlechter, meist war ich rechter Läufer“, sagt er heute, um dann aber zu relativieren: „Wir spielten halt in der C-Klasse“. Die Rede ist von Josef Triebenbacher. Der gebürtige Kondrauer feiert am Samstag, 11. Juli, um 18 Uhr in seiner Heimatpfarrei, in der Basilika in Waldsassen, sein Goldenes Priesterjubiläum.
Die Festpredigt wird Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl halten. Der „Rhythmische Chor“ unter der Leitung von Andreas Sagstetter wird den Gottesdienst gesanglich gestalten. Nach dem Gottesdienst ist ein Stehempfang im Pfarrgarten. Triebenbacher will zu seinem Jubiläum keine persönlichen Geschenke: „Die Anwesenheit beim Gottesdienst ist das größte Geschenk“, sagt er. Deshalb würde er sich über eine volle Basilika sehr freuen Wenn aber dennoch Jemand etwas spenden wolle, so werde er das Geld auf keinen Fall behalten. Er würde es weiter spenden – zum einen für die Sanierung der Ölberg-Kapelle und zum Zweiten die das Katholische Kinderhaus St. Michael in Waldsassen.
Berufung nie bereut
Josef Triebenbacher wurde am 26. Juni 1976 im Dom zu Regensburg vom damaligen Bischof Rudolf Graber zum Priester geweiht. Seitdem sind 50 Jahre vergangen – wenn das kein Grund zum Feiern ist. Auch jetzt nach fünf Jahrzehnten sagt er immer noch vieler Überzeugung, er habe es nie bereut, diesen Beruf – besser diese Berufung – anzunehmen.
Josef Triebenbacher wird auch gerne als "Pfarrer mit der Gitarre bezeichnet": Denn viele Gottesdienste, Andachten und Konzerte hat er mit seiner Gitarre bereichert. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass die Gotteshäuser beim ihm meist gut gefüllt waren.
Studium in Regensburg
Josef Triebenbacher wurde 1950 in Kondrau geboren und wuchs mit einem älteren und einem jüngeren Bruder auf. Beide sind jedoch schon gestorben. Nach dem Besuch der Waldsassener Volksschule wechselte er mit zehn Jahren an das Augustinus-Seminar in Weiden. Nach dem Abitur 1970 nahm er das Studium an der Universität in Regensburg auf und besuchte das Priesterseminar. In dieser Zeit studierte er auch für ein Jahr in Innsbruck. 1976 wurde er dann in Regensburg mit 15 weiteren Neupriestern von Bischof Rudolf Graber zum Priester geweiht. Die Primiz feierte er am 4. Juli 1976 in seiner Heimatkirche, in der Waldsassener Basilika.
Seine sieben Kaplansjahre verbrachte er in Regensburg-Reinhausen und in Plattling, ehe er 1983 seine erste Pfarrei im oberfränkischen Schirnding übernahm. In dieser Zeit war er auch kurzzeitig Pfarradministrator von Münchenreuth. 1995 erfolgte der Ruf nach Cham, bis 2008 war er dann Pfarrer in der dortigen Pfarrei St. Josef und der Expositur Brand, also 13 Jahre lang. Von 2008 bis 2022 wirkte der beliebte Pfarrer in der Herz-Jesu-Pfarrei in Marktredwitz, ehe er im September 2022 in den Ruhestand verabschiedet wurde. In Marktredwitz gehörten neben seiner priesterlichen Arbeit auch umfangreiche Um- und Ausbauten am Pfarrzentrum Herz-Jesu zu seinem Aufgabenbereich. Eine Herzensangelegenheit war ihm auch die Ökumene, die er sehr pflegte, sowohl in Schirnding als auch in Marktredwitz.
Ruhestand in Runding
Eigentlich wollte er ursprünglich seinen Ruhestand in der Heimat verbringen, doch es kam anders. Der damalige Pfarrer von Chamerau, der auch Runding mit betreute, rief ihn an, und fragte ihn, ob er er sich nicht vorstellen könne, die Pfarrei Runding als Ruhestandsgeistlicher mit zu betreuen.
Josef Triebenbacher fuhr nach Runding und zeigte sich schon bei seinem ersten Besuch von der Pfarrei und „dem Drumherum“ begeistert. Er sagte zu, dort als Ruhestandsgeistlicher auszuhelfen. Dort ist er auch heute noch aktiv. Lachend meint er zu Oberpfalz-Medien: „Mir wird nicht langweilig.“




















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