16.04.2019 - 13:44 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Wie ist es, blind zu sein?

Konnersreuther Schüler erhalten Einblicke in den Alltag von sehbehinderten Menschen.

Bettina Pichlmeier vermittelte den Konnersreuther Schülern einen Eindruck vom Alltag eines sehbehinderten Menschen.
von Externer BeitragProfil

Einen ganz besonderen Einblick in das Leben von Menschen mit Sehbehinderungen bekamen die Drittklässler der Grundschule Konnersreuth kurz vor den Ferien. Klassenlehrerin Sandra Peterhans hatte im Rahmen des Heimat- und Sachunterrichts Bettina Pichlmeier als Vertreterin des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) eingeladen. Diese ist selbst eine Betroffene: Aufgrund einer Krankheit verlor sie mit knapp 30 Jahren auf dem linken Auge das Augenlicht, auf dem rechten Auge sieht sie nur wie durch ein kleines Loch.

Auf interessante und abwechslungsreiche Art und Weise vermittelte Bettina Pichlmeier viele Informationen und berichtete aus dem Alltag von Blinden und Sehbehinderten. Diese Einschränkungen wurden in verschiedenen Übungen und Spielen auch für die Schüler erfahrbar. Spezielle Brillen veranschaulichten ein eingeschränktes Sehvermögen. Außerdem hatte Bettina Pichlmeier viele praktische Alltagsgegenstände dabei: ihre sprechende Uhr, ein spezielles Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel, eine Einschenk-Hilfe und viele weitere Dinge, die von den Schülern natürlich genau getestet und unter die Lupe genommen wurden. Geduldig und ehrlich wurden im Anschluss alle Fragen der Schüler beantwortet.

Besonders erstaunt waren die Drittklässler über Pichlmeiers Hobby: Fahrradfahren. Für Sehbehinderte ist das natürlich nur auf einem Tandem-Rad mit einer Begleitperson möglich. Durch einige wertvolle Tipps ermutigte sie die Kinder zudem, auf Blinde zuzugehen und ihre Hilfe anzubieten.

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