17.05.2019 - 13:50 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Burschen feiern wie früher

Vor vier großen Festtagen steht der Burschenverein „Concordia“ Konnersreuth, wenn er nächste Woche sein 130-jähriges Gründungsjubiläum feiert. Zeit, um einen Blick in die Vergangenheit, aber auch in die nahe Zukunft zu wagen.

Über 100 Jahre hat dieses Bild des Burschenvereins "Concordia", das die Gründerväter Anfang des 20.Jahrhunderts zeigt, auf den Buckel.
von Josef RosnerProfil

Der heute 264 Mitglieder zählende Verein, vor fünf Jahren war es rund 200, hat sich der Pflege von Brauchtum und Tradition verschrieben. Gesellschaftlich hat "Concordia" in der Marktgemeinde eine tragende Rolle. Aktuell leitet Vorsitzender Max Haberkorn die Vereinsgeschäfte. Unterstützt wird er von seinen Stellvertretern Florian Schaumberger und Janis Scherer. Diese drei Burschen stehen auch dem Festausschuss vor, der seit Sommer 2017 die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest leitet.

Seit mehr als vier Jahrzehnten ist Uwe Rosner Mitglied bei den Burschen. Mehr als 30 Jahre gehört Klaus Richtmann den Verein an. Rosner war zu seiner aktiven Zeit auch Vorsitzender und ist heute noch mit Jörg Bauer Regisseur der Theatergruppe. „Ich habe in meiner Mitgliedschaft beim Burschenverein nahezu alle Ämter bekleidet“, sagte Rosner, den vor allem den Zusammenhalt im Verein hervorhebt.

Freilich hätten sich die Burschen im Vergleich zu früher verändert. „Heute machen sie es anders, aber keinesfalls schlechter“, ist Uwe Rosner überzeugt. Aber eines stellt er auch klar: "Die Burschen waren damals schon gut und sind es heute immer noch.“ Der momentane Mitgliederschub freue ihn. Nachwuchsprobleme habe der Verein zum Glück nie gehabt, soweit er sich erinnern könne.

Natürlich stehe bei den Burschen die Geselligkeit, der Spaß und die Freude im Mittelpunkt, egal ob älteres oder jüngeres Mitglied. Uwe Rosner, der heute Ehrenmitglied des Burschenverein ist, weiß, dass sich die behördlichen Auflagen bei den Festen wesentlich verschärft haben. „Eine eigene Security kannten wir damals nicht“.

Für den ehemaligen Vorsitzenden Klaus Richtmann hat alles seine Zeit, aber Zusammenhalt und Kameradschaft seien damals und wie heute wichtig. Außerdem sei der Verein bei den Menschen anerkannt und beliebt, was nicht immer so gewesen sei. "Die Menschen honorieren die Pflege des Brauchtums und der Tradition." Dies zeige beispielsweise der großartige beim Besuch beim Maibaumaufstellen. Richtmann hebt weiter hervor, dass die Burschen ihre Feste so feiern, wie es früher üblich war: also mit Zapfenstreich am Vorabend, Kinderfestzug und Kinderbelustigung, sowie Frühschoppen am Montagvormittag.

Vor 20 Jahren, beim 110. Geburtstag, stand Klaus Richtmann an der Spitze des Vereins. „Ich habe damals die Arbeit mit viel Spaß und Freude gemacht“, blickt er zurück. Gleichzeitig sichert er zu, dass er auch in der kommenden Woche wieder mit im Einsatz sein wird. „Wir helfen da alle zusammen.“

Rosner und Richtmann sind sich einig: „Das 130-jährige Bestehen wollen wir so feiern, dass die Leute noch in ein paar Jahren davon reden.“ Der aktuelle Vorsitzende Max Haberkorn erinnert daran, dass "Concordia" auch viele andere Aufgaben wahrnimmt. So gibt es seit einigen Jahren die gemeinsamen Theaterabende mit der Lebenshilfe, Spendenaktionen für die Palliativstation und für kirchliche und weltliche Zwecke. 1997 bauten die Burschen anlässlich der Primiz von Thomas Eckert einen Triumphbogen. Der Verein hat aktuell fünf Ehrenmitglieder, neben Uwe Rosner und Klaus Richtmann, sind dies Lorenz Haberkorn, Jörg Bauer und Alfons Haberkorn.

Mit Vorsitzenden Max Haberkorn und seine Festleiterkollegen Florian Haberkorn und Janis Scherer zählen zehn Burschen zum Festausschuss und zehn Festdamen zum engeren Kreis der Organisatoren. Und was wünschen sich die Burschen zum Jubiläumsfest: Klar, schönes Wetter, viele Besucher und vor allem viel Durst und guten Appetit.

Die aktuelle Leitung des Burschenvereins „Concordia“ und zwei Ehrenmitgliedern haben viel zu erzählen. Von links: Florian Schaumberger, Klaus Richtmann, Max Haberkorn, Uwe Rosner und Janis Scherer.
Hintergrund:

Viel Musik und Motto-Bar

Ein attraktives Programm haben Festleiter Max Haberkorn und seine Burschen für den 130. Geburtstag zusammengestellt. Gefeiert wird auf dem Festplatz in der Nähe des Großparkplatzes in einem 2000-Mann-Zelt. Rund 130 Burschen und Mädels sind im Einsatz. Schirmherr ist Bürgermeister Max Bindl, Ehrenschirmherr Patrick Kutzer.

Start ist am Freitag, 24. Mai, um 19 Uhr im Festzelt. Ab 21 Uhr spielt die Rock-Cover-Band „F.U.C.K" aus Oberfranken ganz nach dem Motto „Teuflisch gut, höllisch laut“. Weiter geht die Party am Samstag, 25. Mai, ab 19 Uhr mit der Band „Frontal“, bekannt vom Straubinger Gäubodenfest.

Der Sonntag, 26. Mai, beginnt um 9.15 Uhr mit einem Kirchenzug. Nach dem Gottesdienst ist Frühschoppen im Festzelt mit der Blaskapelle Konnersreuth. Zum Mittagessen wird ein Spanferkelbraten mit Spoutzn angeboten. Ab 14 Uhr schlängelt sich der Festzug durch die Straßen des Markts, Aufstellung ist um 13.30 Uhr. Teilnehmen werden über 30 Vereine sowie die Blaskapelle Konnersreuth, Münchenreuther Bauernkapelle sowie Stiftländer Jugend- und Blaskapelle Waldsassen. Am Nachmittag übernimmt die Stiftländer Jugend- und Blaskapelle Waldsassen die musikalische Unterhaltung im Zelt und am Abend stehen ab 20 Uhr „d`Hohlweglauerer“ auf der Bühne.

Zum Gewerbefrühschoppen am Montag, 27. Mai, spielen ab 9 Uhr die „Höidlbrummer“. Um 14 Uhr startet der Kinderfestzug mit „Rodscha aus Kambodscha“. Zum Festausklang am Montagabend gibt das „Dreamteam“ ein Gastspiel. Außerdem gibt es eine große Tombola mit 50 attraktiven Preisen. Höhepunkt ist die Verlosung des diesjährigen Maibaums. An allen vier Tagen sind Schausteller mit eigenen Fahrgeschäften vor Ort. Jeden Abend geöffnet ist die Motto-Bar „Industrie-Style“.

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