13.08.2018 - 13:59 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Einsatz für Arme und Kranke

Die letzten Besucher bleiben bis kurz vor Mitternacht: Großen Anklang finden ein Festgottesdienst, ein Konzert sowie ein Beisammensein zum Pfarrpatrozinium und zum 25- jährigen Bestehen des Pater-Liberat-Weiß-Brunnens.

Die Blaskapelle Konnersreuth musizierte vor dem Brunnen.
von Josef RosnerProfil

"Pater Liberat Weiß und Therese Neumann sind Weizenkörner für Christus. Beide sind Fürsprecher für unser Konnersreuth", sagte Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr am Freitagabend beim Gottesdienst in der Pfarrkirche. Der Pater verglich den Pfarrpatron Laurentius mit dem seligen Pater Liberat Weiß, beide seien als Märtyrer für Jesus Christus gestorben. "Laurentius wurde auf dem Rost gefoltert, Pater Liberat Weiß wurde in Äthiopien gesteinigt." Beide hätten sich um arme und kranke Menschen gekümmert, der eine in Rom, der andere in Äthiopien. Pater Liberat Weiß wurde in der Konnersreuther Pfarrkirche getauft und hieß mit zweitem Vornamen Lorenz. Seit 25 Jahren erinnert ein Brunnen vor dem Gotteshaus an den seligen Pater.

Bürgermeister Max Bindl zitierte den einstigen bischöflichen Offizialrat Emmeram Ritter: "Mögen alle, die den Brunnen betrachten, sein Wasser plätschern hören und sich erinnern lassen." Die kirchliche Segnung des Brunnens jährte sich am 8. August zum 25. Mal. Der Bürgermeister erinnerte an den NT-Artikel von damals. Darin hieß es: "Krönender Abschluss einer Dorferneuerung - ein eindrucksvolles Denkmal für eine herausragende Persönlichkeit unserer Marktes." Bindl ging kurz auf das Leben von Pater Liberat Weiß ein, der im Jahr 1698 in Konnersreuth das Licht der Welt erblickte. Bei seinem Wirken als Priester kam er am 3. März 1716 ums Leben. Bindl weiter: "Er lebte Werte wie Vertrauen, Geborgenheit und Liebe, die heute nicht mehr ganz so geschätzt sind. Nicht zuletzt aufgrund dieser Tatsachen sollen durch den Brunnen diese Werte wieder mehr ins Bewusstsein gerufen werden." Weiter erinnerte der Bürgermeister erinnerte daran, dass Pater Liberat Weiß vor 30 Jahren in Rom vom damaligen Papst Johannes-Paul II. selig gesprochen wurde, als bisher einziger aus dem Landkreis Tirschenreuth. Den Brunnen - ein herrliches Kunstwerk - habe der gebürtige Mitterteicher Engelbert Süß der Nachwelt hinterlassen. Bindl betonte nicht zuletzt, dass der Brunnen einen erheblichen Beitrag zur Verschönerung des Ortsbildes leiste.

Nach dem Festgottesdienst, den der Kirchenchor unter der Leitung von Matthias Schraml umrahmt hatte, folgte auf dem Platz vor dem Brunnen ein Konzert mit der Blaskapelle Konnersreuth unter Leitung von Armin Scharnagl und dem Männergesangverein unter Leitung von Josef Rosner. Rund eine Stunde lang wurden die zahlreichen Zuhörer mit böhmischer Musik und heiteren Gesängen unterhalten. Derweil kümmerte sich der Pfarrgemeinderat mit Getränken, Brezen und Knabbereien um das leibliche Wohl der Gäste.

Die Blaskapelle Konnersreuth unter der Leitung von Armin Scharnagl (links) unterhielt die Besucher mit schmissigen böhmischen Weisen.
Der Männergesangverein Konnersreuth unter der Leitung von Josef Rosner.
Viele Besucher genossen die Musik und den Gesang am Brunnen.

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