13.09.2018 - 15:29 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Elektroautos, Windenergie und Starkregen

SPD-Ortsvereine Konnersreuth und Arzberg diskutieren bei Sommergespräch über aktuelle Themen.

Robert und Michael Härtl (Zweiter und Vierter von rechts) stellten den Mitgliedern der SPD-Ortsvereine Konnersreuth und Arzberg das Elektroauto der Firma RK-Tec vor.
von Josef RosnerProfil

Zum Sommergespräch kamen kürzlich die SPD-Ortsvereine Konnersreuth und Arzberg im Gasthaus "Kouh-Lenzen" zusammen. Eingeladen waren auch Robert und Michael Härtl: Die beiden Unternehmer haben für ihre Firma RK-Tec ein Elektroauto angeschafft und stellten es den Sozialdemokraten vor.

SPD-Ortsvorsitzender Markus Wenisch verwies auf Steuervorteile, geringe Kundendienstkosten und kostenloses Laden an Autobahnen. Bei der Anschaffung von E-Autos seien bis zu 2000 Euro an Zuschüssen möglich, allerdings gebe es noch immer große bürokratische Hürden. Arzbergs Bürgermeister Stefan Göcking verwies darauf, dass die Stadt Arzberg ein Hybrid-Fahrzeug im Einsatz habe, bis zu 85 Prozent der Fahrzeit sei es mit dem Elektromotor unterwegs. Der Hausmeister der Stadt nutze ein E-Bike mit Anhänger, weiter gibt es in der Stadt eine öffentliche Ladestation für E-Autos mit Freischaltung per Smartphone-App. Einig war sich die Runde, dass es für die deutsche Wirtschaft in diesem Technologiebereich noch erheblichen Nachholbedarf gebe. Bedauert wurde ferner, dass die 10-H-Regelung kaum mehr Möglichkeiten für den Bau von Windrädern zulasse. Ziel müsse es sein, dass sich mehrere Gemeinden zusammenschließen und versuchen, mit frühzeitiger Einbindung von Bürgern und Naturschutzverbänden solche Projekte zu realisieren.

Ein weiteres Thema waren die Starkregenereignisse, die Konnersreuth und Arzberg schwer getroffen haben. Es sei eine gemeinsame Aufgabe von Politik, Landwirten und Grundbesitzern, hier Vorsorge zu treffen, lautete der Tenor. Oberstes Ziel müsse es sein, dass das Wasser in der Fläche verbleibt. Systematisch müsse zudem das Kanalnetz durchforstet und eventuell punktuell erweitert werden. Klar sei, dass es trotz aller Maßnahmen einen 100-prozentigen Schutz nicht gebe. Allerdings, so Wenisch, könne nicht von Jahrhundertereignissen gesprochen werden, wenn innerhalb eines Jahres gleich drei Starkregenereignisse auftreten. Nach Ansicht der Sozialdemokraten sollte die Politik Anreize schaffen, dass jeder Privathaushalt Regenrückhaltung im kleinen Stil betreibt. Einig war man sich auch, dass die Ortsfeuerwehren für derartige Einsätze noch besser ausgerüstet werden müssen.

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