22.08.2019 - 13:36 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Feuer und Flamme für den Glauben

Mit einem Wettkampf verglich Pfarrer Stefan Haimerl beim jüngsten Resl-Gebetstag das christliche Leben. "Wir brauchen Ausdauer, dann werden wir gewinnen."

Pfarrer Stefan Haimerl (Mitte) war Hauptzelebrant und Prediger beim jüngsten Resl-Gebetstag in Konnersreuth. Mit am Altar standen (links) Urlaubspfarrer Peter Jabaab Koyaja sowie Pfarrer Sven Raube aus Wilhelmsthal (Diözese Bamberg).
von Josef RosnerProfil

Der Pfarrer aus Pentling-Hohengebraching, der von 2012 bis 2013 als Kaplan in Mitterteich wirkte, war als Hauptzelebrant und Prediger nach Konnersreuth gekommen. Ebenfalls am Altar standen Pfarrer Peter Jabaab Koyaja, der aktuell den im Urlaub weilenden Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr vertritt, und Pfarrer Sven Raube aus der Pfarrei St. Josef Wilhelmsthal (Bistum Bamberg). Gesanglich wurde der Gottesdienst von der Chorgemeinschaft Konnersreuth/Leonberg/Mitterteich unter der Leitung von Matthias Schraml umrahmt. Stimmgewaltig präsentierten die Sänger die "Ettaler Liebfrauen-Messe" von Arthur Piechler.

"Viele Menschen haben ihre Begeisterung für den christlichen Glauben verloren", sagte Pfarrer Haimerl in seiner Predigt. "Christus will aber, dass wir für unseren Glauben brennen. Wir sollen Feuer und Flamme sein für den Dienst, der uns aufgetragen ist." Haimerl sprach weiter vom "Kranz des ewigen Lebens, den Gott uns schenkt". Jesus Christus sei Urheber und Vollender des Glaubens. "Jesus Christus ist unser Motivator. Wenn wir seinem Leben nachfolgen wollen, müssen wir die Freude Gottes täglich neu in uns aufnehmen. Gott schenkt uns Freude im Herzen. Er hilft uns, auf dem guten Weg des Glaubens zu bleiben."

Pfarrer Haimerl erinnerte daran, dass es die Resl gewesen sei, die aus Liebe zum Herrn die Leiden von Jesus auf sich genommen und Visionen gehabt habe. "Die Resl lebte jahrelang nur von der heiligen Eucharistie", gab der Prediger zu bedenken. Der Pfarrer rief dazu auf, den eingangs erwähnten Wettkampf anzunehmen, der mit einem großartigen Sieg belohnt werde. Deshalb sei der Empfang der Sakramente ganz besonders wichtig, auch um im Kampf gegen das Böse und die Sünde bestehen zu können. "Wir sollten diese regelmäßig empfangen", so Haimerl. "Nehmen wir teil an der Freude des Himmelreichs, das uns hoffentlich geschenkt wird", sagte der Pfarrer.

Mit Blick auf das Weltgeschehen bezeichnete Haimerl den gesellschaftlichen und häuslichen Frieden als hohes Gut. "Viele Christen werden weltweit diskriminiert und wegen ihres Glaubens verfolgt. Helfen wir ihnen auf ihrem Weg zu Gott und Jesus Christus." Pfarrer Haimerl sah gerade im Gebet Hilfe dabei, im Glauben standhaft zu bleiben. "Denn das Gebet ist immer siegreich."

Im Anschluss an den Gottesdienst zogen die Gläubigen in einer Lichterprozession zum Grab der Theres Neumann, wo um ein positives Ende des seit 2005 laufenden Seligsprechungsprozesses gebetet wurde.

Am Mittwoch, 18. September, findet der 15. Große Gebetstag um die Seligsprechung der Theres Neumann statt. Hauptzelebrant und Prediger beim Pontifikalamt ist Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg aus der Erzdiözese München-Freising.

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