21.01.2020 - 13:48 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

"Fockenfeld war und ist eine Erfolgsgeschichte"

Pfarrer Markus Lettner aus Hainsacker stellt bei Gebetstag für Theres Neumann in Konnersreuth die Bedeutung der Spätberufenenschule für die Kirche heraus.

Pfarrer Markus Lettner (Mitte) aus Hainsacker führte den ersten Resl-Gebetstag im neuen Jahr als Hauptzelebrant und Prediger an. Mit am Altar standen Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr (links) und Pater Klaus Kniffki.
von Josef RosnerProfil

Die Bedeutung der Berufung in Konnersreuth stellte Pfarrer Markus Lettner beim ersten Gebetstag um die Seligsprechung in diesem Jahr heraus. Der Geistliche aus Hainsacker war zum dritten Mal als Hauptzelebrant und Prediger vor Ort. Mit am Altar in der Pfarrkirche standen Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr und Pater Klaus Kniffki (St. Peter Tirschenreuth). Für die musikalische Gestaltung sorgte der Frauenchor der Kirchenchöre Konnersreuth und Mitterteich unter der Leitung von Matthias Schraml. Zur Aufführung kam eine italienische Messe.

"Unsere Kirche profitiert von Fockenfeld bis heute, dort ist vieles gewachsen, was der Kirche zuträglich ist. Unsere Kirche ist von dort gestärkt und gestützt worden. Für mich war und ist Fockenfeld eine Erfolgsgeschichte", betonte Pfarrer Lettner in seiner Predigt. Er erinnerte daran, dass Fockenfeld einst nur Dank der Initiative von Theres Neumann entstanden sei. "Heute kann man sagen: Sie hat ihr Ziel mehr als nur erreicht."

Pfarrer Lettner bekannte, "dass wir derzeit vor gravierenden Veränderungen stehen, auch wegen Fockenfeld". Er sei nach Konnersreuth gekommen, um nicht nur die Anliegen der Kirche zur Resl zu bringen, sondern auch seine ganz persönlichen Sorgen und Nöte. "In schweren Zeiten brauchen wir einen Ort zum Ausweinen, einen Ort, wo wir Trost finden. Und hier ist dieser Ort." Pfarrer Lettner bat um das Gebet für die Kirche, damit das "Schiffchen Petri" wieder in ruhigere Gewässer komme. Fürchten müsse man sich aber nicht, selbst wenn es stürme. Der Geistliche verglich die Kirche mit einer Münze: "Sie hat zwei Seiten. Die eine Seite ist die heilige, die andere Seite ist die menschliche."

Ein weiteres Thema in seiner Predigt war die Beichte. Damit könnten die Menschen eine kleine Umkehr erreichen. "Mit jeder Beichte, mit jedem Empfang dieses Sakramentes wird der Blick neu geschärft und auf Gott ausgerichtet." Er selbst habe die Strahlkraft der Beichte beim Jugendfestival in Medjugorje im vergangenen Jahr erlebt. Dorthin sei er mit jungen Menschen aus dem Bistum gepilgert. "Dort schaffen es sogar jene, die seit ihrer Erstkommunion oder Firmung nicht mehr bei der Beichte waren, sich zu öffnen und Verwundungen auszusprechen", berichtete Pfarrer Lettner.

Nach dem Gottesdienst führte wieder eine feierliche Lichterprozession zum Friedhof, wo am Grab von Therese Neumann weiter um ein positives Ende des Seligsprechungsprozesses gebetet wurde.

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