"Danke für die Einladung, für mich ist das wie ein nach Hause kommen", sagte Abt Athanasius Berggold von der Benediktinerabtei Metten, der am Freitagabend als Hauptzelebrant und Prediger den 22. Großen Gebetstag um mdie Seligsprechung für Therese Neumann anführte. Der Abt hatte vier Jahre lang die ehemalige Spätberufenenschule Fockenfeld besucht und dort 1979 Abitur gemacht. Schulleiter war damals Pater Maximilian Hofinger. 1985 wurde der gebürtige Kaufbeurer zum Priester geweiht, seit 2023 ist er der Abt von Metten.
Der 22. Große Gebetstag, exakt 64 Jahre nach dem Tod der Resl, begann am Nachmittag mit einer Kreuzwegandacht vom Kloster Theresianum bis zur Kalvarienbergkapelle, mit Pater Benedikt Leitmayr. Um 19 Uhr dann das feierliche Pontifikalamt in der vollbesetzten Pfarrkirche. Mitkonzelebranten waren Monsignore Georg Schwager (Diözese Regensburg), Regionaldekan Georg Flierl, Abt Filip Zdenek Lobkowicz (Tepla), Domvikar und Bischofskaplan Bastian Neumann, Pfarrer Martin Otto aus Stein (Niederlande), sowie ein Pfarrer aus dem tschechischen Asch.
Erinnerungen an alte Zeiten
Auf Nachfrage sagte der Abt, dass dies heute seine erste heilige Messe in der Konnersreuther Pfarrkirche sei. "Es ist heute für mich eine Art Primiz", sagte er. Dann erzählte er aus seiner eigenen Schülerzeit: "Fockenfeld war mich eine prägende und intensive Zeit. Als Schüler waren wir damals auch im Reslhaus, besonders Pater Karl Schacherl hat uns damals vieles erzählt, das mich schon damals sehr beeindruckt hat.". Ansonsten wurde das Thema "Resl" damals ganz bewusst sehr niedrig gehalten, höchstens hinter vorgehaltener Hand wurde darüber gesprochen, erinnerte er sich.
In seiner Predigt erklärte er: "Heuer vor genau einhundert Jahren traten bei der Resl erstmals die Stigmata auf, im kommenden Jahr werden es hundert Jahre, da wollte ein gewisser Fritz Gerlich den Schwindel von Konnersreuth aufdecken." Der Abt machte deutlich: "Es geht nicht um Wunder, es geht ums Begreifen. Wir brauchen Brückenbauer, so wie die Resl eine davon war, damit wir Menschen endlich begreifen, dass Gott uns nach seinem Gleichnis geschaffen hat". Weiter erinnerte der Abt daran, dass es die Resl war, die Widerstand in einer brenzligen Zeit leistete. "Nehmen wir diese Zeichen der Resl, es ist in unserer Verantwortung es ihr gleich zu tun, jeder auf seine ganz eigene Weise". Im Anschluss an den Gottesdienst bewegte sich eine feierliche Lichterprozession zum Reslgrab, wo um ein gutes Ende des laufenden Seligsprechungsprozess gebetet wurde.
Original-Aufzeichnungen
Am Samstagvormittag stattete Monsignore Georg Schwager, zuständig für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse in der Diözese Regensburg, der Familie von Frank und Monique Janssen, die seit längerem in Konnersreuth ein Haus gekauft haben und die Hälfte des Jahres hier leben, einen Besuch ab. Schwager ließ sich ausführlich über das Leben von Berta Meuleberg informieren. Bertha Meuleberg ist die Großmutter von Frank Janssen und Maria Janssen-Meuleberg
ist die Mutter von Frank Janssen. Cor Meuleberg, der ältere Herr, der mit am Grab stand, ist der Sohn von Bertha Meuleberg. Cor war damals beim ersten Mal mit in Konnersreuth, als seine Mutter am 17. September 1965 erstmals am Grab der Resl stand.
Außerdem wurden an diesem Tag auch spannende Original-Aufzeichnungen ausgetauscht. Im Anschluss wurde gemeinsam das Grab der Resl besucht, auf deren Fürsprache Frau Meuleberg damals von ihrer schweren Krankheit geheilt wurde.


















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