Konnersreuth
16.11.2018 - 13:27 Uhr

Grölldeifl, Nikolaus und Jugendkeller

Recht überschaubar ist das Interesse an der Jung-Bürgerversammlung im Rathaus Konnersreuth. Nur sechs Jungs sind dabei und lassen sich von Bürgermeister Max Bindl informieren. Dann kommen konkrete Fragen.

Sechs Jugendliche, unser Bild zeigt einen Teil davon, waren zur Jung-Bürgerversammlung ins Rathaus gekommen. In einer offenen Diskussion stellten sie ihre Fragen an den Bürgermeister und die Markträte. Die Jugendlichen kamen alle aus den Reihen der „Goasererjugend“. Unser Bild zeigt (von links) Maximilian Schiedeck, Jugendbeauftragter Wolfgang Pötzl, sowie die Fraktionsvorsitzenden Andreas Malzer (CSU und Edgar Wenisch (SPD). Bild: jr
Sechs Jugendliche, unser Bild zeigt einen Teil davon, waren zur Jung-Bürgerversammlung ins Rathaus gekommen. In einer offenen Diskussion stellten sie ihre Fragen an den Bürgermeister und die Markträte. Die Jugendlichen kamen alle aus den Reihen der „Goasererjugend“. Unser Bild zeigt (von links) Maximilian Schiedeck, Jugendbeauftragter Wolfgang Pötzl, sowie die Fraktionsvorsitzenden Andreas Malzer (CSU und Edgar Wenisch (SPD).

Das Gemeindeoberhaupt stellte die Aufgaben der Marktgemeinde vor und nannte die Ausgaben dafür. „Unser Markt ist für eine ganze Palette zuständig. Damit dies alles wie gewünscht umgesetzt wird, sorgen unsere 40 Mitarbeiter“, sagte Bindl. Kurz streifte Bindl die größeren Aktionen – Info- und Begegnungszentrum Schafferhof, die Nahwärmeversorgung, der Hochwasserschutz und die energetische Sanierung. Weiter erfuhren die Jugendlichen, dass die Feuerwehr Konnersreuth bald ein neues Fahrzeug bekommt und der Breitbandausbau im kommenden Jahr abgeschlossen wird.

Bei einer Vielzahl von Veranstaltungen wie Kreisjugendtag und Bürgerfest waren nach den Worten von Bindl auch die Kinder und Jugendlichen eng mit eingebunden. Ein Dank des Bürgermeisters galt allen Vereinen mit Jugendarbeit sowie den Jugendlichen selber, die sich fast überall mit einbringen. Jugendbeauftragter Wolfgang Pötzl brachte sich erneut als Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche ins Gespräch. „Ich bin gerne für euch und eure Anliegen da." Weiter erinnerte an die Sprechtage im Jugendkeller, dem Treff der „Goaserer-Jugend“. Abschließend bat er die jungen Leute, dass sie ihre Aktivitäten im Jugendkeller beibehalten.

In der Fragerunde wollten die Jugendlichen vom Bürgermeister wissen, ob der Krampuslauf der „Grölldeifl“ am 5. Dezember jetzt stattfinden kann – am selben Tag, an dem traditionell die Nikolaus-Hausbesuche des Burschenvereins anstehen. Laut Bindl wollen sich beide Organisationen intern besprechen. „Mein Stand ist, dass am 5. Dezember die Nikolaus-Hausbesuche stattfinden und am Abend ab 20 Uhr der Krampuslauf der „Grölldeifl“ ist.

Edgar Wenisch (SPD) mischte sich ein und nannte diese Tatsache recht unglücklich. „Für mich ist der 5. Dezember ein Nikolaustag und damit hat es sich. Ich habe kein Verständnis, dass die „Grölldeifl“ ab 20 Uhr auch noch auftreten, die könnten dies doch auch einen Tag später machen“. Andreas Malzer (CSU) kritisierte die Gesprächsführung des Bürgermeisters und meinte: „Von einer Einigung beider Organisationen kann keine Rede sein“. Max Bindl stellte klar: „Mein Eindruck bei dem Gespräch damals war, die einigen sich und regeln es. Seitdem habe ich nichts mehr gehört“.

Uwe Rosner (CSU) nannte es schade, dass es am 5. Dezember, der seit Jahrzehnten in Konnersreuth dem Nikolaus vorbehalten ist, nun zu zwei so großen Veranstaltungen kommt. Alfons Haberkorn (CSU) sprach sich für keinerlei Kompromisse aus, „5. Dezember ist Nikolaustag und damit basta“. Wenisch erinnerte Bindl an seine Verantwortung. „Der Nikolaus hat bei uns eine jahrzehntelange Tradition. Beides sollte nicht an einem Tag stattfinden, zumal der Hausbesuch des Nikolauses ein Familienfest ist." Bindl wollte das Thema im neuen Jahr erneut aufgreifen; für dieses Jahr sei wohl nichts mehr zu machen.

Weiteres Thema der Jugendlichen war die Zufahrt zum Jugendkeller. Trotz der in Aussicht gestellten Zufahrt der Fahrzeuge bis zum Eingangsbereich sei dies bisher nicht umgesetzt worden, monierte Maximilian Schiedeck. Dabei war dies der ausdrückliche Wunsch der Jugendlichen. Bürgermeister Max Bindl gab zu verstehen, dass der Weg zum Jugendkeller wieder so ausgebaut wurde, wie früher. Weitere Themen war der Jugendkeller selber, der im Zuge des Hochwassers heuer auch in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Jugendlichen wollen den Schaden in Eigenregie beheben und fragten nach einer finanziellen Unterstützung des Marktes. „Einfach Antrag stellen, dann werden wir dies beraten“, gab Bürgermeister Max Bindl die Richtung vor.

Ein Riesenspektakel war im vergangenen Jahr der Krampuslauf der „Grölldeifl“ in Konnersreuth, ausgerechnet am 5. Dezember, wo traditionell Nikolaus-Hausbesuche des Burschenvereins stattfinden. Bild: jr
Ein Riesenspektakel war im vergangenen Jahr der Krampuslauf der „Grölldeifl“ in Konnersreuth, ausgerechnet am 5. Dezember, wo traditionell Nikolaus-Hausbesuche des Burschenvereins stattfinden.
Es sind schon finstere Gestalten, die sich beim Krampuslauf der „Grölldeifl“ der Öffentlichkeit zeigen. Viele sehen in den Grölldeifl´n eine Konkurrenz zu den Nikolaus-Hausbesuchen, die beide am 5. Dezember stattfinden. Die „Goasererjugend“ griff das Thema jetzt bei der Jung-Bürgerversammlung auf. Bild: jr
Es sind schon finstere Gestalten, die sich beim Krampuslauf der „Grölldeifl“ der Öffentlichkeit zeigen. Viele sehen in den Grölldeifl´n eine Konkurrenz zu den Nikolaus-Hausbesuchen, die beide am 5. Dezember stattfinden. Die „Goasererjugend“ griff das Thema jetzt bei der Jung-Bürgerversammlung auf.
 
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