15.10.2019 - 11:09 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Große Mehrheit für „Energie-Monitor“

Markt Konnersreuth informiert ab 2020 über Stromerzeugung und -verbrauch auf der Gemeinde-Homepage.

Einen „Energie-Monitor“ wie die Stadt Mitterteich auf ihrer Homepage eingerichtet hat, soll es 2020 auch in Konnersreuth geben.
von Josef RosnerProfil

Mitterteich ist die erste Kommune im Landkreis, die einen "Energie-Monitor" auf ihrer Homepage hat. 2020 wird auch Konnersreuth nachziehen und eine Übersicht über Stromverbrauch und -erzeugung auf der gemeindlichen Internetseite veröffentlichen. Beantragt hatte dies die SPD-Fraktion, was auf mehrheitliche Zustimmung im Marktrat stieß. Neben den SPD-Räten stimmten auch die komplette CSU-Fraktion und Bürgermeister Max Bindl für einen "Energie-Monitor". Alle vier anwesenden Freie-Wähler-Markträte votierten dagegen, Edwin Pfohl (FW) fehlte entschuldigt. Voraussetzung für die Einführung ist, dass die angegebenen Kosten in Höhe von 2400 Euro nicht überschritten werden. Nach einer einjährigen Testphase soll über eine Fortsetzung entschieden werden.

Wolfgang Pötzl (SPD) hatte den Antrag zuvor erläutert. "Um im Bereich der erneuerbaren Energien nicht in die falsche Richtung zu laufen, muss das Verbraucherverhalten bekannt sein", so Pötzl. Das Bayernwerk biete einen "Energie-Monitor" an, der die Energieströme in einer Kommune sichtbar mache. Seitens der Kommune seien keine vorbereitenden Arbeiten zu leisten. "Wir wollen wissen, wer verbraucht Energie und woher kommt diese Energie", sagte Pötzl. Diese Fragen würden mit Hilfe des "Energie-Monitors" beantwortet. Pötzl bat darum, die Kosten von 2400 Euro pro Jahr im Haushalt 2020 zu berücksichtigen.

Reinhard Wurm (Freie Wähler) zeigte sich skeptisch: "Wir können den Energiefluss nicht steuern, sondern nur Daten erfassen." Andreas Malzer (CSU) hielt einen "Energie-Monitor" durchaus für sinnvoll: "Wir können so genau erkennen, wo wir Nachholbedarf haben und wo Förderprogramme greifen können, eventuell um neue Photovoltaikanlagen auf den Dächern zu schaffen."

"Bringt uns nicht weiter"

Geschäftsleiter Markus Troesch sprach von einem überschaubaren Betrag und betonte: "Die Verwaltung steht dem offen gegenüber." Edgar Wenisch (SPD) erinnerte an den Beschluss, wonach Konnersreuth energieautark werden wolle. "Der ,Energie-Monitor' kann uns den Weg aufzeigen, wie wir dahin kommen", so Wenisch. Siegfried Schiml (Freie Wähler) kritisierte: "Einerseits wollen wir sparen, aber geben da so ohne weiteres 2400 Euro aus. Dieses Projekt bringt uns nicht weiter. Energieautark werden wir sowieso nicht."

Eine digitale Neuausstattung im Wert von rund 7000 Euro erhält die Grundschule Konnersreuth. In Absprache mit Schulleiterin Johanna Reger werden unter anderem vier Tablets, vier TV-Geräte, digitale Stifte, W-LAN-Zugangspunkte, vier Beamer und vier Laptops angeschafft. Dazu werden drei Angebote eingeholt, der wirtschaftliche Anbieter erhält den Auftrag. Den Auftrag für Baumpflegemaßnahmen in der Fliederstraße erhielt die vor Ort ansässige Firma Baumpflege Tobias Wenisch als wirtschaftlichste Anbieterin. Insgesamt 28 Bäume sollen behandelt werden.

Halle Ende Oktober fertig

Bürgermeister Max Bindl informierte, dass die Marktgemeinde auch für 2019 Stabilisierungshilfen beantragt habe. Für den 28. Oktober sei die Schlussabnahme der sanierten Schulturnhalle vorgesehen, danach kann sie wieder genutzt werden. Andreas Malzer wollte wissen, ob nach einer gemeindlichen Stellungnahme zu einem Schreiben des Bundes der Steuerzahler schon eine Antwort eingegangen sei. Bürgermeister Bindl verneinte dies. Der Bund der Steuerzahler hatte um eine Stellungnahme gebeten, weil im Zusammenhang mit der Nahwärmeversorgung der Vorwurf der Geldverschwendung aufgetaucht war.

Gemeindewahlleiter für die Kommunalwahl am 15. März 2020 ist Verwaltungs-Geschäftsleiter Markus Troesch, zu dessen Stellvertreter wurde Thorsten Malikowski berufen. Grünes Licht gab es für den Bau eines Einfamilienwohnhauses am Mitterweg. Nichts einzuwenden hatte die Gemeinde auch gegen ein Vorhaben der Stadt Arzberg. Hier sollen landwirtschaftliche Flächen bei Seußen aufgefüllt werden.

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