02.01.2020 - 13:33 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Keine Kriegsteilnehmer mehr im Verein

Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft zieht bei ihrem Treffen eine erfreuliche Bilanz. Die Schießgruppen sind bei Wettbewerben stark dabei. Außerdem gibt es in der Gemeinschaft eine neue Situation.

Verdiente Mitglieder ehrte die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Konnersreuth bei der Jahresversammlung. Sie erhielten das Ehrenkreuz des Bayerischen Soldatenbundes. Im Bild (von links) Kreisvorsitzender Ferdinand Lienerth, Roland Rögner, er wurde auch Gesamtsieger der Vereinsmeisterschaften, Daniela Stark, Daniel Dirmeier, Vorsitzender Werner Hoschopf und Bürgermeister Max Bindl.
von Josef RosnerProfil

"Wir haben keine Kriegsteilnehmer mehr in unserer Soldaten- und Reservistenkameradschaft." Mit diesen Worten eröffnete Vorsitzender Werner Hoschopf die Jahresversammlung des Vereins im Gasthof Schiml. Den aktuellen Mitgliederstand bezifferte er auf 124 Mitglieder. Weiter wurden verdiente Mitglieder mit dem Ehrenkreuz des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) geehrt. Die Auszeichnung für besondere Verdienste erhielten Daniela Stark, Roland Rögner und Daniel Dirmeier.

In Arzberg gut aufgenommen

In seinem Jahresbericht erinnerte Vorsitzender Werner Hoschopf an das Schießtraining, das auf der Schießanlage der Königlich-privilegierten Schützengesellschaft Arzberg stattfindet. "Wir wurden dort hervorragend aufgenommen", freute sich Hoschopf. In seinem Jahresrückblick erinnerte der Vorsitzende an die erstmals in Konnersreuth stattgefundene Friedenswallfahrt, ans Johannisfeuer am "Stoameierl", ans Bürgerschießen in Arzberg, wo drei Mannschaften aus Konnersreuth teilnahmen.

Daneben erinnerte der Sprecher an eine Fülle vor allem von Schießwettbewerben, wie das Kirwaschießen in Konnersreuth. Stolz war Hoschopf über das Ergebnis der Kriegsgräbersammlung, das mit 1266 Euro ein neues Rekordergebnis einbrachte. Ein Dankeschön galt Engelbert Kreil, der das Kriegerdenkmal am Friedhof pflegt und in Schuss hält. Abschließend betonte Hoschopf, dass er seit zehn Jahren Vorsitzender des Vereins ist und seine Ehefrau Gabi seit gleicher Zeit Vereinsschießwart ist. Abschließendes Resümee des Vorsitzenden: "Ich bin mit euch zufrieden. Machen wir so weiter." Reservistensprecher Thomas Eckstein dankte den Mitgliedern für ihren Einsatz bei der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge und erinnerte an verschiedene Ausbildungen in Weiden. Vereinsschießwartin Gabi Hoschopf blickte zurück auf insgesamt 21 Schießabende in Arzberg. "Wir fühlen uns dort ausgesprochen wohl." Regelmäßig nehmen an den Trainingsabenden bis zu 20 Mitglieder teil.

Gesamtsieger Roland Rögner

Beim Kirwaschießen siegte Helmut Betzl, vor Karl-Heinz Dirmeier und Peter Bauernfeind. An den Vereinsmeisterschaften nahmen mit der Pistole 18 Schützen und beim Luftgewehr 14 Schützen teil. Beim Luftgewehr siegte Konrad Hart mit 279 Ringen, bei der Pistole Roland Rögner mit 265 Ringen.

Gesamtsieger und damit Gewinner des Pokals wurde Roland Rögner mit 498 Ringen, vor Daniela Stark und Thorsten Schnurrer. Bürgermeister Max Bindl sprach von einer aktiven Truppe, insbesondere der Schießgruppe und lobte die Arbeit des Vereins. Das Sammeln für die Kriegsgräber nannte er eine ehrenvolle Aufgabe. Als gelungen stufte er die erste Friedenswallfahrt ein, sie war sich mit ein Höhepunkt im Vereinsjahr. Bindl wusste, dass die Kameradschaft mit 145 Jahren der älteste Verein der Marktgemeinde ist.

Kreisvorsitzender Ferdinand Lienerth nannte die Konnersreuther Kameradschaft eine der aktivsten im Kreisverband. Ausdrücklich dankte er der Familie Hoschopf für die Leistungen im Verein. Das Kreisschießen 2020 soll wieder stattfinden, mit neuem Kreisschießwart, hoffte Lienerth. Respekt galt dem Verein für das Ergebnis bei der Kriegsgräbersammlung. Und über die Friedenswallfahrt sagte Lienert: "Das war eine Feier, so wie man es sich vorstellt." Lienerth kündigte an, dass die Friedenswallfahrt 2020 wieder in Konnersreuth sein wird.

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