Konnersreuth
29.06.2026 - 17:32 Uhr

Marktgemeinde Konnersreuth verlängert Schülerbeförderungsvertrag

In Konnersreuth wird der Vertrag zur Schülerbeförderung mit dem TSV um fünf Jahre verlängert, inklusive Erhöhung des Kilometer-Satzes. Zudem steht ein neues Recyclingprojekt an, das Mittagsmenü in der Grundschule erhält eine Preisanpassung.

Seit 2011 besteht der Vertrag über die Schülerbeförderung der Marktgemeinde mit dem Vereinsbus des TSV Konnersreuth. 2021 wurde der Vertrag um fünf Jahre verlängert, jetzt stand eine weitere Verlängerung des Vertrags um fünf Jahre an. Bürgermeister Andreas Malzer machte deutlich, "die Schülerbeförderung funktioniert gut und reibungslos".

Vorab bat TSV-Vorsitzender Maximilian Siller, aufgrund des aktuellen Dieselpreises, um eine Erhöhung des Kilometer-Satzes von aktuell 60 Cent auf nunmehr 70 Cent pro Kilometer. CSU-Fraktionsvorsitzender Manuel Ernst sagte: "Eine Erhöhung ist gerechtfertigt, zumal die Schülerbeförderung richtig und wichtig ist." Für die SPD-Fraktion signalisierte Markus Wenisch Zustimmung. Der Marktrat stimmt einstimmig der Erhöhung zu.

Künftig hat die Marktgemeinde einen weiteren Standesbeamten. 2. Bürgermeister Philipp Schwan kann künftig von 2026 bis 2032 Eheschließungen vornehmen. Weiteres Thema war die Preisanpassung für ein Mittagsmenü an der Grundschule. Beliefert wird die Schule mit Essen aus den KJF-Werkstätten Mitterteich. Das Mittagessen ist Grundvoraussetzung für die offene Ganztagsschule, die ab dem neuen Schuljahr greifen wird. Bürgermeister Andreas Malzer betonte, dass er auch mit anderen Abnehmern des Mittagessen gesprochen hat. "Tendenziell sind diese mit dem Essen zufrieden, es funktioniert", sagte Malzer. Gleich mehrmals war der Bürgermeister an der Schule und testete das Essen selber. "Meiner Meinung nach ist das Essen in Ordnung", sagte Malzer, der aber deutlich machte, "dass die KJF-Werkstätten den Spagat bei der Belieferung zwischen Kinderhaus, Schule und Altenheim hinkriegen muss". Bislang kostete ein Mittagsmenü 4,87 Euro, neuer Preis ab 1. September ist nun 4,95 Euro, nachdem ursprünglich noch von 5,75 Euro die Rede war. Am Ende gab es einen einstimmigen Beschluss für die Erhöhung.

"Spricht nichts dagegen"

Weiter lag dem Marktrat ein Antrag der Hartsteinwerke Bayern-Mitteldeutschland wegen der Errichtung und Betrieb eines Recyclingplatzes im Werk Hirschentanz vor. Bislang betreiben die Hartsteinwerke am Hirschentanz eine Anlage zur Gewinnung von Hartgestein, Herstellung von Gesteinskörnungen, sowie Verfüllung von Eigen- und Fremdmassen am Standort Hirschentanz. Geplant ist jetzt die Errichtung eines Recyclingplatzes zur Lagerung und Aufbereitung von nicht gefährlichen mineralischen Abfällen und Mineralstoffen. Im Rahmen des Vorhabens wird der bisherige Betriebsbereich zur Herstellung von natürlichen Gesteinskörnungen aufgeteilt.

Bürgermeister Andreas Malzer machte deutlich, dass das Landratsamt alle rechtlichen Fragen klären wird. Recycelt werden sollen, unter anderem Gleisschotter, Betonabbruch und Asphaltaufbruch, Malzer sprach sich für eine Genehmigung aus. Stefan Siller sagte, "gegen das Projekt spricht nichts dagegen, wir unterstützen dies", auch die SPD signalisierte Zustimmung. Markus Wenisch wollte nur geprüft wissen, ob die am Samstag, wir im Plan beantragt, unbedingt bis 22 Uhr arbeiten müssen. Der Marktrat stimmte dem Bauantrag zu, allerdings soll behördlicherseits geprüft werden, ob am Samstag wirklich bis 22 Uhr gearbeitet werden muss.

Erstmals hat die Gemeinde einen stellvertretenden Behindertenbeauftragten installiert, den 46-jährigen Alltagsbegleiter Matthias Plonner, der im Kloster Theresianum in der Altenpflege wertvolle Arbeit leistet. Plonner soll künftig die Arbeit von Behindertenbeauftragten Lorenz Haberkorn unterstützen. Neue Jugendbeauftragte der Marktgemeinde wird die 21-jährige Sofia Schiedeck, die beruflich als Brauerin und Mälzerin arbeitet. Sie löst den bisherigen Amtsinhaber Manuel Ernst ab, der sechs Jahre lang Verantwortung als Jugendbeauftragter trug. Zur Einarbeitung sicherte Ernst seine Unterstützung zu. Die bisherige Funktion eines stellvertretenden Jugendbeauftragten wurde aufgehoben.

Nicht ganz ungefährlich

Unter dem Punkt "Kenntnisgaben" teilte Bürgermeister Andreas Malzer mit, dass die Marktgemeinde 240000 Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes für ein kommunalen Investitionsbudgets erhält. "Wir haben bis 2032 Zeit, dieses Geld auszugeben", sagte der Bürgermeister. Weiter lud Malzer zu Bürgerversammlungen am 24. Juli in Neudorf, 27. Juli in Konnersreuth und 28. Juli in Höflas ein. Am Freitag, 3. Juli ist das Rathaus geschlossen, da befindet sich die Verwaltung auf Betriebsausflug. Anmeldungen für das Ferienprogramm sollen noch in dieser Woche möglich sein, teilte Malzer mit. Markus Wenisch gab eine Anfrage weiter, wonach die Ausfahrt vom Pointweg in die Hauptstraße, wegen parkender Fahrzeuge, nicht ganz ungefährlich ist. Wenisch bat zu prüfen, ob dort nicht eventuell ein Verkehrsspiegel angebracht wird. Bürgermeister Malzer sicherte einen Ortstermin mit dem Bauausschuss zu. Stefan Siller fragte nach dem aktuellen Stand des Glasfaserausbau? Bürgermeister Andreas Malzer berichtete von immer wieder eingehenden Beschwerden, zumal auch kein geeigneter Ansprechpartner zu finden sei, "obwohl die Telekom unser Partner ist". "Aber wir bleiben dran", versicherte Malzer.

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