Konnersreuth
04.01.2023 - 11:44 Uhr
OnetzPlus

Neue WC-Anlage und neuer Treffpunkt am Therese-Neumann-Platz in Konnersreuth

Für mehr als 240000 Euro will die Gemeinde Konnersreuth den Bereich bei der öffentlichen Toilette am Therese-Neumann-Platz aufwerten. Über die genaue Ausgestaltung herrschte Uneinigkeit im Marktrat.

Die Sanierung der öffentlichen Toilettenanlage am Therese-Neumann-Platz und die Neugestaltung des Umfeldes beschloss der Marktgemeinderat in der letzten Sitzung vor dem Jahreswechsel. Bei der Frage, welche Variante gewählt wird, bildeten Freie Wähler und SPD eine Mehrheit.

Die 1986 errichtete Anlage bedürfe dringend einer Modernisierung, wie es in der Sitzung hieß. Eine erste vorsichtige Kostenschätzung ergab Gesamtkosten in Höhe von 242 200 Euro. Bürgermeister Max Bindl berichtete, dass das Gebäude und die technische Innenausstattung saniert und neu gestaltet werden sollen. Geplant seien die Umrüstung auf Spülkästen, wandhängende Sanitärgegenstände, eine elektronische Fußbodenheizung als Frostwächter und eine bessere Ausleuchtung der verschiedenen Bereiche. Weiter vorgesehen seien ein neuer Innenanstrich sowie neue Fenster und Türen, wobei die Türöffnung zum barrierefreien WC vergrößert werden müsse, um dem aktuellen Standard zu entsprechen.

Umgestaltet werden soll auch der Außenbereich. Die Parkflächen in direkter Nähe der Toilettenanlage sollen reduziert werden, geplant sei dort eine Pflanzfläche mit umlaufender Sitzmauer. Ziel sei es, die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Dienen solle der Bereich auch als Anlaufstelle für Besucher und Reisegruppen. Eine der drei vorgestellten Ausbauvarianten sieht auch die Aufstellung einer digitalen Infostele vor. Dort sollen Informationen über touristische Angebote aufgerufen werden können.

Bereits Ende November hatten die drei Fraktionssprecher die verschiedenen Entwürfe erhalten, um sie ausgiebig prüfen zu können. Reinhard Wurm (Freie Wähler) sprach sich eindeutig für Variante A mit der Infostele aus, dieser Entwurf sei der attraktivste. "Die hohen Investitionskosten sind schon eine Hausnummer", meinte Andreas Malzer (CSU) und betonte: "Diese digitale Infostele brauchen wir nicht." Zudem sprach er sich gegen eine Baumpflanzung in diesem Bereich aus. Für Wolfgang Pötzl (SPD) war Variante A mit Infostele wiederum der Favorit und er freute sich über diesen attraktiven und funktionellen Entwurf. Siegfried Schiml (Freie Wähler) konnte sich anstatt einer Baumpflanzung auch ein Sonnensegel vorstellen.

Bei der folgenden Abstimmung sprach sich eine Mehrheit von 7:5 Stimmen für Variante A aus und beauftragte die Verwaltung, einen Antrag bei der Städtebauförderung zu stellen. Die Kosten werden im Haushalt 2023 eingeplant. Nicht mitgestimmt hatte Edwin Pfohl (Freie Wähler), der sich für die Sitzung entschuldigt hatte.

Barrierefreier Zugang zur Grundschule

Zustimmung gab es auch für den für 2023 gemeldeten Bedarf aus dem Topf der Städtebauförderung. Gelistet sind Projekte für 8,5 Millionen Euro an, wobei 4 Millionen davon schon bewilligt sind. Wolfgang Pötzl regte zudem die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zur Grundschule an. Profitieren würden davon auch ältere Leute, die etwa das Wahllokal besuchen. Geschäftsleiter Markus Troesch schlug vor, dieses Projekt noch mit in die Liste aufzunehmen und anzumelden. Ziel sei es, eine Lösung mit Rampe zu verwirklichen.

Neuer Vertrag für Stromlieferung

Ein weiteres Thema war die Stromversorgung ab 1. Januar 2023. Bürgermeister Max Bindl wurde beauftragt, den Abschluss eines Stromversorgungsvertrages für den Zeitraum bis 2025 zu vollziehen. Im Januar sollen mehrere Angebote von Stromanbietern eingeholt werden. Der Bürgermeister machte deutlich: "Wir müssen schnell handeln."

Vereinskartell: Wünsche vorbringen

Andreas Malzer kam auf das Vereinskartell zu sprechen, dessen Finanzen nun von der Marktgemeinde verwaltet werden. "Was ist, wenn Anschaffungen anstehen?", wollte Malzer wissen. Bürgermeister Max Bindl sagte dazu: "Jeder Verein kann gerne Wünsche vorbringen, das Geld steht für die Vereinsarbeit zur Verfügung." Das Geld der Vereine sei als eigene Haushaltsstelle hinterlegt.

Berichte der Beauftragten

Ausführliche Berichte lieferten die gemeindlichen Beauftragten ab. Familienbeauftragte Christa Wölfl freute sich, dass nach der Pandemie wieder regelmäßige Treffen möglich waren. Ausführlich schilderte sie, welche Hilfen für Familien mit Kindern möglich sind. Seniorenbeauftragter Konrad Härtl erinnerte an eine Vielzahl von Veranstaltungen, wobei die Zusammenkünfte im neuen Info- und Begegnungszentrum ausnahmslos großen Zulauf gefunden hätten. Besonders die allmonatliche Sitzweil stoße auf großes Interesse. Die bisher bestbesuchte Veranstaltung sei die Lesung mit Autorin Yvette Eckstein gewesen. Weiter warb Härtl für "Essen auf Rädern", das der Konnersreuther Gasthof "Weißes Ross" weiter anbieten werde. In Konnersreuth leben nach seinen Angaben 519 Personen, die über 60 Jahre alt sind, 365 Personen sind über 65 Jahre alt. In diesem Zusammenhang lobte Härtl die Reduzierung auf Tempo 30 im Ortskern.

Behindertenbeauftragter Lorenz Haberkorn informierte, dass es in Konnersreuth 290 Bürger mit Handicap gebe, dies seien 16 Prozent der Bevölkerung. Haberkorn wünschte sich noch mehr Barrierefreiheit in der Marktgemeinde - und vor allem nicht die Schaffung neuer Barrieren. Entschuldigt für die Sitzung hatte sich Jugendbeauftragter Manuel Ernst.

Zuschüsse für Jugendarbeit der Vereine

Sieben Vereine hatten Bedarf an Mitteln aus dem gemeindlichen Jugendfördertopf angemeldet. Insgesamt vergab die Marktgemeinde 2000 Euro. Folgende Verteilung wurde einstimmig beschlossen: TSV Konnersreuth 1056,62 Euro, Feuerwehr Konnersreuth 334,63 Euro, Musikverein 204,88 Euro, Schützenverein 147,61 Euro, Kaninchenzuchtverein 131,41 Euro, BRK-Bereitschaft 99,65 Euro und Feuerwehr Höflas 25,21 Euro.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.