20.05.2021 - 15:04 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Pfarrer Neidinger bei Gebetstag in Konnersreuth: „Die Resl war eine bodenständige Frau“

Pfarrer Edgar Neidinger aus Bruchsal führte zum siebten Mal einen Resl-Gebetstag in Konnersreuth an. In seiner Predigt erinnerte er an die intensive Marienverehrung durch Theres Neumann.

Pfarrer Edgar Neidinger (rechts) aus dem badischen Bruchsal, führte bereits zum siebten Mal in Konnersreuth einen Resl-Gebetstag an. Er verband seinen Besuch mit einem Kurzurlaub. Mit am Altar stand Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr.
von Josef RosnerProfil

Bereits zum siebten Mal führte Pfarrer Edgar Neidinger aus dem badischen Bruchsal einen Resl-Gebetstag an. Er verband seinen jüngsten Besuch in Konnersreuth mit einem Kurzurlaub.

Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr hieß die Gläubigen eingangs in der Pfarrkirche willkommen. "Lassen wir uns hineinnehmen in die Gebetsgemeinschaft und beten wir für ein Ende der Corona-Pandemie", so der Geistliche. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Alois Fischer mit Gesang und Orgelmusik umrahmt.

"Ich komme immer wieder gerne nach Konnersreuth. Ich habe diesem Gnadenort vieles zu verdanken, auch als Priester", betonte Pfarrer Edgar Neidinger, der 2022 sein 50. Priesterjubiläum feiern kann. Der Geistliche sprach von einer aufgewühlten Zeit, nicht zuletzt wegen Corona, und bat die Gläubigen: "Bilden wir heute eine große Gemeinschaft vor Gott."

Täglich den Rosenkranz gebetet

"Die Resl war eine bodenständige Frau und eine große Marienverehrerin", sagte Pfarrer Neidinger in seiner Predigt. "Täglich betete sie den Rosenkranz und den ,Engel des Herrn'." Nicht nur an Marienfeiertagen habe die Resl die Pfarrkirche mit Blumen aus ihrem Garten geschmückt. "Seit der Stigmatisation 1926 konnte die Resl den schmerzhaften Rosenkranz nicht mehr beten, weil sie sofort in die Leidensvision fiel. Dennoch hat sie der Rosenkranz bis an ihr Sterbebett begleitet", so Pfarrer Neidinger. Die Resl habe Menschen nach einer Begegnung mit ihr gerne einen Rosenkranz geschenkt, so der Prediger. Dabei habe sie die Menschen aufgefordert, den Rosenkranz auch zu beten. Überhaupt habe die Gottesmutter eine große Rolle im Leben der Resl gespielt.

Visionen sehr hilfreich

"Für mich sind die den Tod und den Übergang zum ewigen Leben betreffenden Visionen in meinen fast 50 Priesterjahren sehr hilfreich gewesen", bekannte Pfarrer Neidinger. "Resl ließ uns in ihren gottgeschenkten Visionen über die Grenze des Todes hinausschauen. Für mich gab Resls Glaubens-Gewissheit bei vielen Trauergesprächen und bei vielen Beerdigungen bis heute Kraft und Sicherheit."

Theres Neumann habe bei ihren Marienvisionen auch gesehen, wie die Gottesmutter von Engeln begleitet in den Himmel aufgefahren sei. Dies alles lasse sich in den verschiedenen Aufzeichnungen der Visionen nachlesen, so Pfarrer Neidinger. Auch wie die Gottesmutter der damals 14-jährigen Bernadette in Lourdes erschienen sei, habe die Resl mehrfach in ihren Visionen miterleben dürfen.

Pfarrer Edgar Neidinger bedauerte, dass heute immer weniger Menschen an ihre Erlösung glaubten. "Viele glauben nicht mehr an ein Leben nach dem Tod. Dabei gehört doch gerade die Auferstehung Christi zu unserem Lebenselixier." Gerade in Zeiten von Corona sollte nicht die Hoffnungslosigkeit überwiegen, sondern die Erlösung als ein Zeichen der Hoffnung. Wichtig war Pfarrer Neidinger am Ende der Hinweis, dass Maria bei Gott sei. "In jeder heiligen Messe danken wir Gott, auf dem Weg zu unserem ewigen Ziel hin."

Anstelle einer Lichterprozession zum Resl-Grab fand nach dem Gottesdienst wieder eine eucharistische Anbetung statt.

Weitere Weichen für das Theres-Neumann-Museum sind gestellt

Konnersreuth
Pfarrer Edgar Neidinger bei seiner Predigt.

 

 

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