02.02.2020 - 16:58 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Siegmund Lenk Doppelweltmeister mit seinen Kiefernkreuzschnäbeln

Der Konnersreuther Siegmund Lenk züchtet ungewöhnliche Vögel. Nicht Tauben, Wellensittichen oder Kanarienvögeln gilt seine Leidenschaft, sondern Kiefernkreuzschnäbel erfreuen sein Herz. Damit hat er nun zwei Weltmeistertitel errungen.

Hoch dekoriert präsentiert sich der 58-jährige Konnersreuther Vogelzüchter Siegmund Lenk. Im portugiesischen Matosinhos wurde er zum Doppelweltmeister gekürt. In Abwesenheit wurde er als zweifacher Weltmeister mit Urkunden und Medaillen geehrt, die er jetzt zuhause stolz präsentiert.
von Josef RosnerProfil

Bei der 68. Vogelzucht-Weltmeisterschaft vom 24. bis 26. Januar im portugiesischen Matosinhos wurde der 58-Jährige Doppelweltmeister. Lenks Vögel siegten sowohl in der Einzelwertung als auch in der Gruppenmeisterschaft, bei der vier Vögel bewertet wurden.

Mit acht Vögeln war er bei der WM vertreten. Seit Donnerstag sind seine Vögel wieder zu Hause in Konnersreuth. Lenk, der die Reise nach Portugal nicht mit angetreten hatte, war glücklich, als seine Weltmeister-Vögel wieder wohlbehalten zurück in Konnersreuth waren. "Bei der Weltmeisterschaft waren mehr als 22 000 Vögel aus aller Welt zu bewundern", erzählt Lenk. Die acht des Konnersreuthers nahm ein befreundeter Züchter im Auto mit nach Portugal. Lenk: "Die ein Jahr alten Vögel überstanden die Reisestrapazen ohne Probleme."

Lenk ist beruflich als Forstwirtschaftsmeister bei den Bayerischen Staatsforsten angestellt. Die Vogelzucht ist für ihn schon seit Jahrzehnten ein willkommener Ausgleich zum Job. In seinen Volieren hat er derzeit rund 50 gefiederte Tiere.

Seit 29 Jahren leitet er als Vorsitzender den Kanarien- und Vogelliebhaberverein in Mitterteich. Für diesen trat er auch in Portugal an. Insgesamt waren seine acht Vögel 17 Tage lang unterwegs, am 13. Januar ging es von Konnersreuth aus los, und am 30. Januar kamen die Kreuzschnäbel wieder nach Hause. Lenk berichtet, dass rund 1000 der insgesamt 22 000 präsentierten Vögel aus Deutschland kamen. Für Reisekosten, Startgeld und Futter musste Lenk rund 350 Euro aufbringen.

Überrascht war Siegmund Lenk, als er Nachricht aus Portugal erhielt, wonach seine Kiefernkreuzschnäbel gleich zwei Weltmeistertitel errungen hatten. "Ich habe erstmals bei einer Weltmeisterschaft ausgestellt und niemals mit so einem Erfolg gerechnet", strahlt Lenk. So ganz unbekannt ist sein Züchtername bei Deutschlands Vogelzüchter aber nicht. 2013 war er schon mal Deutscher Meister. Bayerischer Meister war er erstmals 1988 und danach noch einige Male. Nächstes Ziel sind nun die Europameisterschaften im kommenden Jahr im österreichischen Tulln. "Da fahre ich jetzt hin, da will ich es nochmal wissen", kündigte Lenk voller Ehrgeiz an.

Die siegreichen Kiefernkreuzschnäbel haben jetzt nach dem Reisestress aber erst einmal ihre Ruhe. Anfang März brüten sie. Normal legt ein Weibchen bis zu vier Eier. "Die Vögel brüten im Jahr zwei bis drei Mal", weiß der Züchter. Kiefernkreuzschnäbel werden etwa zehn bis zwölf Jahre alt. Die preisgekrönten Vögel behält Lenk. Er will sie für die Zucht einsetzen.

Hoch dekoriert präsentiert sich der 58-jährige Konnersreuther Vogelzüchter Siegmund Lenk. Im portugiesischen Matosinhos wurde er zum Doppelweltmeister gekürt. In Abwesenheit wurde er als zweifacher Weltmeister mit Urkunden und Medaillen geehrt, die er jetzt zuhause stolz präsentiert.
Dieser Kiefernkreuzschnabel wurde Weltmeister im Einzel. Gefieder, Aussehen und Präsentation überzeugte die Preisrichter.
Diese vier Kiefernkreuzschnäbel aus der Zucht von Siegmund Lenk wurden in Portugal Weltmeister. Die einjährigen Vögel freuen sich jetzt auf ruhigere Zeiten und dürfen erstmals brüten.
Diese vier Kiefernkreuzschnäbel aus der Zucht von Siegmund Lenk wurden in Portugal Weltmeister. Die einjährigen Vögel freuen sich jetzt auf ruhigere Zeiten und dürfen erstmals brüten.
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