Der Deutsche Soldatenbund (DSB) und die Bayerische Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) im Kreisverband Tirschenreuth veranstalteten zum dritten Mal die Friedenswallfahrt. An der Aktion der beiden Soldatenverbände nahmen die Soldatenkameradschaften des Landkreises teil, nach 2019 und 2022. Besonders dem verstorbenen Konnersreuther Vorsitzenden der Krieger- und Soldatenkameradschaft, Werner Hoschopf, war diese Wallfahrt immer ein ganz besonderes Anliegen.
Eröffnet wurde der Sonntag bei strahlendem Sonnenschein mit einem Kirchenzug der beteiligten Kameradschaften aus dem Landkreis und der Konnersreuther Blaskapelle. Den Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche zelebrierte Pater Benedikt Leitmayr. Zur Aufführung kam die Schubertmesse, gestaltet von der Blaskapelle. Bürgermeister Max Bindl dankte in seiner Rede den Soldatenkameradschaften, dass sie die lange Tradition der Friedenswallfahrt aufrecht halten.
Eintreten für den Frieden
Bindl erinnerte an den Wunsch von Werner Hoschopf, diese Wallfahrt aufrecht zu erhalten. „Friedenswallfahrten sind Demonstrationen für den Frieden. Gerade heute ist das Eintreten für den Frieden wichtiger denn je. Die Wallfahrt ist ein Stachel in der Gesellschaft, die an die Wunden der Seele rührt“, sagte Bindl. „Wir brauchen eine wehrhafte Demokratie, die sich für den Frieden einsetzt. Vor allem die junge Generation ist aufgerufen, sich für den Frieden zu engagieren.“
Bindl bat alle, wachsam zu sein und weiter für den Frieden einzutreten. „In Europa kennen die meisten nur Demokratie und den Frieden. Wir müssen uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln für den Frieden einsetzen." Der Friede könne schnell in Gefahr sein. Dies zeige der Angriff Russlands auf die Ukraine.
Im Krieg nur Verlierer
Es sei Wachsamkeit geboten, sagte Bindl. Seiner Meinung nach kennt ein Krieg nur Verlierer. „Wunden stehen für das, was ein Mensch durchleidet. Sie sind eine lebendige Erinnerung gegen das Vergessen.“ Abschließend bat der Bürgermeister: „Lassen wir in unserem gemeinsamen Bestreben nicht nach, dass Europa und die ganze Welt noch besser zusammenarbeiten, um entstehende Konflikte friedlich zu lösen.“
Nach dem Gottesdienst bewegte sich der Kirchenzug mit den Fahnen der Soldatenverbände zum Friedhof, wo die beiden Kreisvorsitzenden Ferdinand Lienerth (DSB) und Wolfgang Danler (BKV) vor dem Kriegerdenkmal einen Kranz zum Gedenken an die Opfer der Weltkriege niederlegten. Dazu sprach Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr ein Gebet. Zu dem Lied „Ich hatt' einen Kameraden“ erklangen drei Böllerschüsse, ehe mit dem „Bayernlied“ die offizielle Feier zu „Patrona Bavariae“ endete. Das Treffen endete mit einem kameradschaftlichen Beisammensein im Schiml-Saal.















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