19.02.2020 - 16:20 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

"Den Spuren der Resl von Konnersreuth folgen"

Monsignore Georg Schwager sieht den Seligsprechungsprozess für Therese Neumann auf einem gutem Weg.

Domvikar Monsignore Georg Schwager (Mitte) war eigens nach Konnersreuth gekommen, um beim Dankgottesdienst an den Beginn der Seligsprechung vor fünfzehn Jahren für Therese Neumann zu erinnern. Mit am Altar Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr (links), der seit 15 Jahren den Prozess aktiv mit begleitet, sowie Pater Friedhelm Czinczoll (Kloster Fockenfeld).
von Josef RosnerProfil

Vor 15 Jahren hat der damalige Bischof und spätere Kardinal Gerhard Ludwig Müller den Seligsprechungsprozess für Therese Neumann gestartet. Bei einem Dankgottesdienst erinnerten sich die Gläubigen in Konnersreuth daran. Prediger an diesem besonderen Tag war Domvikar Monsignore Georg Schwager, in der Diözese Regensburg zuständig für die Selig- und Heiligsprechungen.

Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr zeigte sich dankbar, diesen Prozess vom ersten Tag an mit begleiten zu dürfen. Seit 15 Jahren würden die Menschen für die Seligsprechung der Konnersreuther Resl beten. "Monat für Monat machen sie sich auf den Weg, um mit vielen Pilgerinnen und Pilgern für einen erfolgreichen Abschluss des laufenden Verfahrens zu beten."

In seiner Predigt erinnerte Monsignore Schwager daran, dass viele Anträge und Bittgesuche von Gläubigen bei der Diözese eingegangen seien, den Seligsprechungsprozess für die Resl zu eröffnen. "Damit wurde der Weg zur ausführlichen Prüfung und Bewertung des Wirkens, wie auch der geistlichen Persönlichkeit der Resl, nach den kirchenrechtlichen Vorgaben eröffnet. Dies läuft jetzt seit 15 Jahren." Schwager betonte: "Viele meinen, es ist eine lange Zeit. Doch wenn die Prüfungen eine so lange Zeit erfordern, müssen wir sie gewähren lassen. Die Kirche hat mit großer Erfahrung und Klugheit die Rahmenbedingungen der Kanonisation ihrer Heiligen festgelegt. Gott wird wissen, wann das Verfahren bei Therese Neumann zu seinem Abschluss gelangen darf." Seit der Eröffnung des Verfahrens werde Therese Neumann "Dienerin Gottes" genannt. Schwager forderte weiterhin zum Gebet für Therese Neumann auf, damit sie, sofern es der Wille Gottes sei, zur Ehre der Altäre erhoben wird. Die Vielzahl der Gläubigen, die bereits im Archiv gemeldet seien oder sich an der Votivtafelkapelle verewigt hätten, sprächen für sich. Schwager zeigte sich überzeugt: "Therese Neumann hat uns auch fast 60 Jahre nach ihrem Tod noch vieles zu sagen. Es ist in erster Linie der Blick auf die Eucharistie, aus deren Geheimnis wir leben und aus deren Geheimnis die Resl lebte. Ohne die heilige Eucharistie wird unser christliches Leben erlahmen, ja austrocknen wie ein dürres Land."

Schwager fragte, was die Resl wohl dazu sagen würde, dass viele dem Besuch der Sonntagsmesse fernbleiben und offensichtlich den Wert der heiligen Messopfers nicht mehr schätzen. "Wie vielen Priestern war die Resl eine Ratgeberin? We sehr lag ihr der Priesternachwuchs am Herzen?" Abschließend lud Schwager dazu ein, weiter den Spuren der Resl zu folgen.

Als Konzelebrant stand Pater Friedhelm Czinczoll vom Kloster Fockenfeld am Altar. Unter den Besuchern war auch Äbtissin Laetitia Fech vom Kloster Waldsassen. Musikalisch umrahmte den Gottesdienst der Kirchenchor unter Leitung von Matthias Schraml.

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