Wie viele andere Wasserzweckverbände hat auch die „Konnersreuther Gruppe“ das Problem zu geringer Einnahmen. Um den diesjährigen Haushalt finanzieren zu können, muss der Verband einen Kredit in Höhe von 470.000 Euro aufnehmen. Damit steigt die Verschuldung bis Ende des Jahres 2026 auf knapp über eine Million Euro. Der künftige Konnersreuther Bürgermeister Andreas Malzer bat die Verbandsratsmitglieder, sich Gedanken zu machen, wie es in Zukunft weitergehen soll. Amtierender Bürgermeister und Verbandsvorsitzender Max Bindl meinte: „Wasser wird mit Sicherheit teurer werden.“
Max Bindl stellte zuvor den Haushalt 2026 näher vor. Der Verwaltungshaushalt umfasst 476.589 Euro, der Vermögenshaushalt 793.369 Euro. Um den Haushalt finanzieren zu können, sei eine Kreditaufnahme in Höhe von 470.000 Euro erforderlich. Der Wasserpreis, der aktuell bei 2,52 Euro pro Kubikmeter liegt, bleibe bis Ende 2028 unverändert. Dann müsse aber eine Neukalkulation vorgenommen werden.
Um die Wasserversorgung im Verbandsgebiet sicherzustellen, wird laut Bindl in diesem Jahr mit einem Fremdwasserbezug von der „Steinwaldgruppe“ für 96.000 Euro kalkuliert. Allein im vergangenen Jahr seien von der „Steinwaldgruppe“ 54.249 Kubikmeter Wasser bezogen worden. Immer schwieriger werde jedoch die Finanzierung des Wassers. Max Bindl berichtete, dass für 2026 mit Einnahmen in Höhe von 318.500 Euro aus dem Wasserverkauf gerechnet werde. Damit ließen sich die anstehenden Kosten nicht schultern.
Für dieses Jahr kündigte Bindl eine Reihe von baulichen Maßnahmen an. So soll die Maßnahme „Wasserleitung Höflaser Weg–Winkl“ gestartet werden. Der Eigenanteil des Zweckverbands betrage voraussichtlich 75.000 Euro, an Zuschüssen seien 173.000 Euro zu erwarten. Größter Ausgabebrocken heuer sei das Projekt „Wasserleitungen in Groppenheim“, das mit 480.000 Euro veranschlagt sei. Dabei sollen die bestehenden Wasserleitungen und Hausanschlüsse in Groppenheim sowie Strom- und Glasfaserleitungen bis zum Hochbehälter „Lehenbühl“ erneuert werden. Dank Fördergeldern verbleibe beim Wasserzweckverband ein Eigenanteil in Höhe von 213.000 Euro. Weitere Baumaßnahmen stehen laut Bindl in den kommenden Jahren an. Unter anderem soll eine neue, rund einen Kilometer lange Wasserleitung vom Pumphaus in Groppenheim bis zum Hochbehälter „Lehenbühl“ gebaut werden. Hier würden Kosten in Höhe von 316.000 Euro erwartet.
Andreas Malzer betonte: „Wir verkaufen rund 110.000 Kubikmeter Wasser im Jahr und haben damit ein Einnahmeproblem.“ Gleichwohl sah auch Malzer die Notwendigkeit, dass investiert werden müsse. „Ende 2026 haben wir mehr als eine Million Euro Schulden. Wir müssen uns Gedanken über die Zukunft des Wasserzweckverbandes machen. Unsere Ausgaben sind ganz klar zu hoch.“ Der Haushalt 2026 wurde am Ende einstimmig genehmigt.
Beim nächsten Punkt wurde Max Bindl als Verbandsvorsitzender beauftragt, drei Angebote für eine Kreditaufnahme in Höhe von 470.000 Euro einzuholen. Als Maßgabe wurde Bindl mit auf den Weg gegeben, eine Laufzeit von 30 Jahren und eine Zinsbindung über zehn Jahre ansetzen zu lassen. Das wirtschaftlichste Angebot solle den Zuschlag erhalten.
Andreas Malzer erkundigte sich abschließend nach der aktuellen Quellschüttung. Bürgermeister Max Bindl sagte: „Die Quellen haben sich leicht erholt, aber wir haben weniger Schüttung als in den Vorjahren. Wir brauchen schon weitere Niederschläge.“














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