Kamerunschafe "im Dienst"

Die neuen Landschaftspfleger sind vierbeinig: Der Naturpark Oberpfälzer Wald und die Stadt Neunburg haben 50 Kamerunschafe für die Beweidung des Areals um den Druidenstein "eingestellt".

Dennis Gruber erläutert Markus Kurz vom Verein Naturpark Oberpfälzer Wald und dem Neunburger Bürgermeister Martin Birner (im Bild von rechts) die Beweidung des Druidensteins mit Kamerunschafen und Ziegen.
von Externer BeitragProfil

Die neuen Landschaftspfleger sind vierbeinig: Der Naturpark Oberpfälzer Wald und die Stadt Neunburg haben 50 Kamerunschafe für die Beweidung des Areals um den Druidenstein "eingestellt".

An der Straße von Neunburg ins Murnthal erhebt sich kurz vor Kröblitz auf einem auslaufenden, flachen Hang östlich der Schwarzach der "Druidenstein". Das Geotop, Kultur- und ausgewiesene Naturdenkmal ist ein beliebtes Ausflugsziel unweit des Qualitätswanderwegs "Goldsteig". Dieser kleine Hügel wird von einer imposanten Gruppe von Granitblöcken bekrönt und ist teilweise mit einem Mischwald bestockt. Auf dem nach Neunburg gerichteten Teil des Druidensteins wurde in den letzten Jahren durch Landschaftspflegemaßnahmen der angehenden Forstwirte des Beruflichen Schulzentrums in Neunburg und des Vereins Naturpark Oberpfälzer Wald ein lichter Eichenhain entwickelt, der den Blick auf die Felsbrocken freigibt.

Um diesen Bereich dauerhaft offen zu halten, gehen Stadt und der Naturparkverein einen neuen Weg: In Zusammenarbeit mit Dennis Gruber, Dienstleister für naturverbundene Landschaftspflege, werden die offenen Flächen des Druidensteins von gut 50 Kamerunschafen und zwei Ziegen beweidet. "Die Beweidung städtischer Flächen passt gut in unser Bemühen um Verbesserung der Biodiversität", erläutert Bürgermeister Martin Birner. Als ersten Versuch habe man auf Vermittlung des Naturparkvereins die Fläche am Druidenstein ins Auge gefasst. "Eine weitere Biotopfläche bei Kleinwinklarn soll im Anschluss von den Schafen abgefressen werden", ergänzt Markus Kurz vom Naturparkverein.

Diese Form der Landschaftspflege sei auch finanziell günstiger als das händische und maschinelle Bearbeiten. Vor Ort machten sich Birner und Kurz mit Dennis Gruber aus Seebarn, der die Schafe hält, ein Bild von deren bisherigen "Arbeit". Dabei wurde der Zugang zu den Felsen und zur Ruhebank für Besucher offen gehalten.

"Wir werden uns nach Abschluss aller Arbeiten zusammensetzen und das weitere Vorgehen besprechen. Ich denke, dass sich hier vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung dieser und weiterer städtischer Flächen ergeben werden", zeigte sich Bürgermeister Birner aufgeschlossen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.