Krummennaab
30.08.2026 - 12:41 Uhr

80 Jahre TSV Krummennaab: Ein Verein verändert sich mit seinen Mitgliedern

Fußball steht auf der Homepage des TSV Krummennaab noch immer an erster Stelle. Doch zum 80. Geburtstag zeigt sich, wie sehr sich Sport- und Freizeitgewohnheiten verändert haben.

Mit einem kleinen, familiären Jubiläumsfest im Bürgerpark hat der TSV Krummennaab sein 80-jähriges Bestehen gefeiert. Kaffee und Kuchen, tolle Angebote für Kinder, Essen und Getränke bestimmten den Nachmittag. Auf lange Reden und einen großen Ehrungsmarathon verzichtete der Verein bewusst. Stattdessen stand das gesellige Miteinander im Mittelpunkt.

Im Gespräch über die Entwicklung des Vereins blickten der dritte Vorsitzende Christopher Moller und Kassier Wolfgang Bauer auf acht Jahrzehnte zurück. Gegründet wurde der TSV 1946. Viele Jahre prägten die klassischen Sparten das Vereinsleben, allen voran der Fußball.

Auf der Vereinshomepage steht der Fußball auch heute noch an erster Stelle. Doch seine Rolle hat sich verändert. Eine eigene Mannschaft im Herren-Spielbetrieb gibt es derzeit nicht. In der Nachwuchsarbeit setzt der TSV auf Spielgemeinschaften mit Nachbarvereinen, unter anderem mit dem TSV Reuth und dem TSV Erbendorf.

Neue Sportarten

Der Fußball gehört weiter zum TSV, ist aber längst nicht mehr allein prägend. Hinzugekommen sind unter anderem Hockey, Mountainbike, Nordic Walking, Step-Aerobic, Tanzen und Dart.

Gerade die Dartsparte zeigt, wie sich Sportgewohnheiten verändern. Spartenleiter Patrick Völkl berichtet von immer mehr Zulauf. Die junge Abteilung spricht offenbar viele an, die Wettkampf, Gemeinschaft und Geselligkeit miteinander verbinden wollen.

Auch andere Angebote zeigen, dass heute nicht mehr ausschließlich der klassische Mannschaftssport gefragt ist. Bewegung, Fitness, gemeinsames Erleben und flexible Freizeitgestaltung spielen eine immer größere Rolle.

Engagierte Menschen

Welche Sparte in einigen Jahren besonders gefragt sein wird, lässt sich kaum vorhersagen. Vielleicht gewinnt auch der Fußball wieder stärker an Bedeutung. Entscheidend ist, dass der Verein offen für neue Interessen bleibt.

Bei allem Wandel hat sich seit 1946 eines kaum verändert: Hinter jeder Sparte stehen Menschen, die sich engagieren, Training organisieren und andere für Bewegung begeistern. Genau dieses Miteinander zeigte sich auch beim kleinen familiären Jubiläumsfest im Bürgerpark.

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