Krummennaab
07.11.2018 - 15:18 Uhr

Internet: Hausaufgabe Grundschule

Welche Möglichkeiten bietet der DSL-Internet-Ausbau in der Gemeinde Krummennaab? Eine in Auftrag gegebene Bitratenanalyse gibt Aufschluss. Die Ergebnisse – vorgestellt durch Walter Huber - sind Thema in der Gemeinderatssitzung.

Walter Huber ist zu Gast im Gemeinderat, um den aktuellen DSL-Ausbaustand näher zu erläutern. Bild: wro
Walter Huber ist zu Gast im Gemeinderat, um den aktuellen DSL-Ausbaustand näher zu erläutern.

Die Bitratenanalyse biete die Möglichkeit, den Breitbandausbau messbar darzustellen, informierte Walter Huber von der Breitbandberatung im Sitzungssaal des Rathauses. "In Krummennaab besteht kein weiterer Handlungsbedarf", stellte der Gast mit Blick auf das Ergebnis zufrieden fest: "Die Gemeinde stellt sich als gut versorgt dar." In rund 98 Prozent der Haushalte beträgt die Leistung mehr als 50 Megabit pro Sekunde (mbits).

Bürgermeister Uli Roth hakte ein: "Es machte sich bezahlt, dass wir bereits zu Beginn der Förderung ganz vorne am Ball waren." Huber fügte hinzu: "Nach solchen Gemeinden mit ähnlichem Versorgungsstand muss man lange suchen." Einschränkend jedoch betonte er, dass die Rechnung für die Anschlüsse, sofern noch nicht vorhanden, vom Grundstücks- beziehungsweise Wohnungseigentümer selbst zu tragen seien.

Die Kosten dafür bezifferte Bürgermeister Roth auf rund 1000 Euro. Diese seien auch nicht förderfähig, fügte der Gemeindevorsitzende hinzu. "Wir haben viel Geld in die Hand genommen. Krummennaab hat viel erreicht und die notwendige Infrastruktur geschaffen", lautete das Fazit des Gemeindeoberhaupts. "Nach Umsetzung aller Maßnahmen verfügt die Gemeinde nunmehr über eine nachhaltige Breitbandstruktur", fasste der Bürgermeister die positiven Erkenntnisse zusammen. Die Verwaltung sei jedoch nicht der Vertriebskanal der Anbieter. Er empfahl, Kontakt zu den jeweiligen Vertragspartnern bei Fragen und Problemen aufzunehmen.

In Angriff genommen wird auch eine staatlich bezuschusste Internetlösung an der Grundschule. Eine 80-prozentige Förderung durch die Regierung der Oberpfalz - gedeckelt auf 50 000 Euro - sei möglich. Der entsprechende Antrag werde zeitnah gestellt, versprach der Bürgermeister. Mit Blick auch auf den geplanten Ausbau der nahen J.-B.-Lehner-Straße bekräftigte der Sprecher, dass man das Projekt "Schnelles Internet in der Einrichtung" rasch vorantreiben möchte. "Unsere nächste Hausaufgabe wird die Schule sein."

Einvernehmen bestand auch mit der Bedarfsmitteilung für die Städtebauförderung 2019. Die vorgelegten Zahlen wurden im Gemeinderat erörtert und einstimmig auf den Weg gebracht. Der Antrag umfasst die Jahre 2019 bis 2022. Für das kommende Jahr ermittelte die Kämmerei rund 315 000 Euro. Für 2020 stehen 291 000 Euro, für die Folgejahre noch rund 18 000 Euro im Papier.

Herbert Mattes erinnerte an die Baustelle am Thumsenreuther Hammerweg. Der FW-Marktrat empfahl ein Augenmerk auf die Verkehrssicherheit, zudem dort auch auf die Beleuchtung in der Nacht zu richten. Bürgermeister Uli Roth versprach seinem Gemeinderat, sich der Sache anzunehmen.

DSL in der Grundschule macht Uli Roth zur nächsten Hausaufgabe in der Gemeindeverwaltung. Bild: wro
DSL in der Grundschule macht Uli Roth zur nächsten Hausaufgabe in der Gemeindeverwaltung.
An die Sicherheit an der Baustelle am Thumsenreuther Hammerweg erinnert FW Marktrat Herbert Mattes. Bild: wro
An die Sicherheit an der Baustelle am Thumsenreuther Hammerweg erinnert FW Marktrat Herbert Mattes.
Bekanntgabe nichtöffentlicher Beschlüsse:

In der vergangenen, nicht öffentlichen Sitzung wurden die Verkaufspreise für die Baugrundstücke an der J.-B.-Lehner-Straße festgelegt. Der Verkaufspreis wurde auf 55 Euro pro Quadratmeter festgesetzt. Des Weiteren wurde ein Bauzwang innerhalb 5 Jahre beschlossen.

Vergeben wurde zudem auch der Auftrag für den Austausch der Fenster mit Sonnenschutz an der Westfassade der Grundschule. Den Angebotspreis einer Erbendorfer Fachfirma beziffert Roth auf rund 14 100 Euro.

Unter Dach und Fach ist auch der Verkauf eines Teilstückes des landwirtschaftlichen Flurweges am Hauptgrundstück mit der Flurnummer 200/0 Gemarkung Thumsenreuth. Laut Aussage der Gemeinde soll das veräußerte Teilstück mit dem Hauptgrundstück verschmolzen werden. (wro)

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