14.12.2018 - 18:58 Uhr
KrummennaabOberpfalz

Noch nicht in trockenen Tüchern

Das evangelische Gemeindehaus in Krummennaab und sein Umfeld sollen schöner werden. Über die bereits erfolgten Gespräche und die Fördermöglichkeiten informiert Bürgermeister Uli Roth.

Die Bedarfsanmeldung wurde bei der Sitzung bereits angepasst. Beschlossene Sache ist die Sanierung des evangelischen Gemeindehauses jedoch noch nicht.
von Werner RoblProfil

Vorangegangen war vor rund einem Monat ein Gespräch, bei dem neben Bürgermeister Roth und Architekt Richard Kraus, auch die evangelische Pfarrerin Nadine Schneider anwesend war. Daran teilgenommen hatten auch Mitglieder der evangelischen Kirchenverwaltung, ebenso auch je eine Delegation der evangelisch lutherischen Verwaltungsstelle Sulzbach/Weiden und der Bezirks-Regierung. Einen breiten Raum habe dabei auch die Finanzierung eingenommen, informierte Bürgermeister Roth über die Inhalte dieser Unterredung. Um die Sache transparenter zu machen, fertigte Roth zudem auch ein Gedächtnisprotokoll an. „Die Regierung der Oberpfalz macht das Füllhorn auf“, eröffnete Roth seine Informationen. Er freue sich über die positive Ergebnis des Treffens, lies Roth in seiner rückblickenden Bilanz anklingen. „Wir sollten nicht nein sagen.“

Roth erläuterte im Detail die geplanten Maßnahmen. „Die Außenanlagen, die weitgehend auf öffentlichem Grund hergestellt werden sollen, könnten im Rahmen einer Umfangserweiterung des Projektes „Bürgerpark“ im Förderpaket „Industriebrachensanierung“ mit 80 Prozent gefördert werden“, rechnete der Vorsitzende vor. Beim Innenausbau sei ebenfalls eine finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt worden, merkte der Sprecher weiter an.

Die Maßnahme, die rund 320 000 Euro kosten soll, könnte im kommenden Jahr mit Bauabschnitt 1 gestartet werden. Mit der Fertigstellung wäre im Jahr 2020 zu rechnen. Bereits vor der Sitzung hatten die Beteiligten einen Finanzierungsplan aufstellen lassen.

„Es verbleibt zunächst aber eine Deckungslücke in Höhe von 250 000 Euro, die durch Gelder aus dem Dekanat, der evangelischen Landeskirche und durch Eigenmittel der evangelischen Kirchengemeinde aber leider nur zum Teil aufgefüllt werden kann“, rechnete Roth mit Blick auf die Finanzierung weiter vor. Für die noch offene Bedarfslücke in Höhe von 60 000 Euro verwies er auf die öffentliche Nutzung. Wir müssen rund 35 000 Euro seitens der Gemeinde als Eigenanteil zuschießen“, schloss Roth sein plausibles Zahlenwerk, das er im Einzelnen auch erläuterte. „Ich glaube, das Projekt wird für Krummennaab eine schöne Sache“, lehnte sich der Sprecher zurück. Roth erinnerte aber daran, dass man die städtebauliche Bedarfsanmeldung anpassen müsse, um in den Genuss der Zuschüsse zu kommen. Über die Änderung müsse man sich heute - nach Möglichkeit - einig werden. „In der Sache wird es sicher Meinungen geben“, freute er sich danach auf die anschließende Diskussion und die erwarteten Anmerkungen seitens der Gemeinderäte, denen schließlich der erhoffte Grundsatzbeschluss folgen sollte.

Jakob Gallersdörfer, Fraktionssprecher der Christsozialen, erhob als erster das Wort. „Was wird danach?“ Gallersdörfer erinnerte an die Folgekosten. Als nächster meldete sich Herbert Mattes von den Freien Wählern zu Wort. Er hielt den empfohlenen Grundsatzbeschluss für wenig sinnvoll. „Wir haben die Sache erst vor gut einer Stunde vorgelegt bekommen“, begründete dieser seinen Einwand. „Wir müssen darüber noch einmal in aller Ruhe reden“, forderte der Thumsenreuther mit deutlichem Nachdruck. Man sei hier im Gemeinderat, fuhr Mattes fort. Nicht aber am Stammtisch, fügte er hinzu und klagte: „Wir haben von der ganzen Sache nichts gewusst.“ Bürgermeister Uli Roth zeigte sich von Mattes‘ Einwand sichtlich enttäuscht: „Ich finde, dass dies eine hervorragende Sache ist“, warb der Bürgermeister erneut um Zustimmung. Für die Gegenargumente zeige er nicht einmal ansatzweise Verständnis, konterte Roth und appellierte in aller Deutlichkeit: „Schauen wir uns doch einmal an, was wir bekommen werden.“ Roth forderte: Man müsse zulangen. „Das sind keine Mördersummen.“ Für einen Grundsatzbeschluss sprach sich auch SPD-Sprecher Max Sieder unterstützend – jedoch mit wenig Erfolg - aus. Einstimmig wurde der Anpassung der Bedarfsanmeldung für Mittel aus der Städtebauförderung (2019: 60 000 Euro und für 2020: 70 000 Euro) zwar zugestimmt. Über die Maßnahme am evangelischen Gemeindehaus aber werden die Fraktionen in einer folgenden Sitzung wohl noch einmal diskutieren müssen.

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