15.12.2019 - 11:53 Uhr
KrummennaabOberpfalz

SPD ohne Nachfolger für Uli Roth

Bei der Nominierungsversammlung der SPD wurden die Listenkandidaten für die Kommunalwahl vorgestellt. Von 24 Kandidaten stellen sich neun Frauen zur Wahl, eine steht sogar an der Spitze. Doch eines fehlt: Ein Bürgermeisterkandidat.

Die Kandidaten für den SPD-Ortsverband in Krummennaab: (erste Reihe sitzend, von links) Claudia Grasser, Elena Keim, Verena Schieder, Franziska Sieder, Beatrix Kempf und Kreisvorsitzende Brigitte Scharf; (zweite Reihe stehend, von links), Markus Krenkel, Thomas Meierhöfer, Thomas Dreger, Bernd Wagner, Jürgen Lehner, Josef Meixner, Robert Thoma, Mathias Wachsmann, Max Sieder, Rainer Huff, Wolfgang Bauer, Dieter Härtl, Bürgermeister Uli Roth (23), SPD-Landratskandidat Thomas Döhler.
von Autor DENProfil

Nachdem die Mitbewerberparteien ihre Nominierungen schon hinter sich haben, lud nun der SPD-Ortsverein ins Sportheim zur Aufstellungsversammlung ein. Dieser Einladung waren zahlreiche Mitglieder gefolgt. Bei der Veranstaltung ging es vor allem um die Bekanntgabe der Listenkandidaten für den Krummennaaber Gemeinderat und den Kreistag. Einen Bürgermeisterkandidaten stellt der Ortsverein für die kommende Kommunalwahl keinen. "Es fehlten die Ambitionen", erklärte Bürgermeister und Ortsvereinsvorsitzender Uli Roth auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien.

Bei der Nominierungsversammlung gab er zunächst die Kandidaten bekannt, die sich auf der Liste des SPD-Kreisverbands um einen Sitz im neuen Kreistag bemühen. Roth ist dort auf Platz 5 aufgestellt, gefolgt von Gemeinderätin Karin Krenkel, die auf Listenplatz 26 kandidiert. Kurzfristig durften die SPDler mit Gemeinderat Wolfgang Bauer (Platz 49) einen dritten Bewerber benennen.

Vier neue Mitglieder

Es wurden vier neue Mitglieder begrüßt. Roth verteilte die roten Parteibücher und einen Begrüßungstrunk als Präsent an Mathias Wachsmann, Verena Schieder, Franziska Sieder und Markus Schieder. In seinem Grußwort ging Landratskandidat Thomas Döhler auf einige programmatische Aussagen seiner eigenen Kandidatur ein. Döhler wolle sich gerade in einer Zeit, in der für den Neubau der Realschule und der Turnhalle am Gymnasium viel Geld erforderlich sei, für stabile Finanzen einsetzen. Er würde es bevorzugen, wenn anstelle vieler verwaltungsintensiver Förderprogramme mehr direkte Finanzzuweisungen an Landkreis und Gemeinden gehen würden.

Er betonte die Wichtigkeit von Angeboten zur Mobilität auf dem Land. Hier gelte es das System BAXI zu erhalten und auszubauen, um der Bevölkerung ein attraktives Angebot machen zu können. Um der Jugend und ihren Belangen mehr Mitsprachemöglichkeit einzuräumen, würde er im Falle eines Wahlsiegs ein Jugendparlament auf Landkreisebene einrichten. Brigitte Scharf appellierte als Kreisvorsitzende an die Mitglieder, sich auch in schwierigen Zeiten als SPD nicht unterkriegen zu lassen. Eine starke SPD werde weiter in Krummennaab und im Landkreis gebraucht.

24 Kandidaten

Die Aufstellungsversammlung wurde von Thomas Döhler geleitet. Gemäß eines Listenvorschlags, den der engere Vorstand erarbeitet hatte, wurden alle 24 Kandidaten einzeln aufgerufen. Jeder hatte Zeit, sich kurz persönlich vorzustellen. Aufgrund anderweitiger Terminverpflichtungen oder Erkrankung waren nicht alle Bewerber anwesend. Hier wurde stellvertretend ein Bild über eine Präsentation eingeblendet. Die schriftliche und geheime Wahl ergab dann ein eindeutiges Ergebnis: Alle anwesenden 20 Stimmberechtigten votierten geschlossen für die Annahme dieses Listenvorschlags. Döhler leitete auch die Wahl für die Ersatzkandidaten: Hier wurde auf Platz 25 Peter Zaumseil gewählt, auf Platz 26 steht Jürgen Lehner zur Verfügung.Die Versammlung fasste noch einen Nachrückungsbeschluss und entsandte Werner Jakob in den Wahlausschuss der Gemeinde (Stellvertreter ist Ehrenmitglied Xaver Rosner). Die Versammlung bestimmte Gerhard Sieder als Beauftragten für die Einreichung des Wahlvorschlags (Stellvertreter ist Thomas Kaiser). Nach den formellen Wahlhandlungen zog Uli Roth in seinem Schlusswort ein positives Fazit: "Das Beste kommt zum Schluss!", so leitete er seine Zusammenfassung ein und betonte, dass neun Frauen (= 37,5 %) auf der SPD-Liste kandidieren, davon 5 unter den ersten 10 Plätzen, auch die Spitzenkandidatin ist eine Frau. Damit sei die von Seiten der SPD-Satzung geforderte Quotierung weitgehend erfüllt.

Junge Leute engagiert

Von den 26 Kandidaten sind 16 eingetragene SPD-Mitglieder, 10 kandidieren als "parteilose" Unterstützer. Besonders erfreut zeigte sich Uli Roth, dass viele engagierte junge Leute auf aussichtsreichen Plätzen im vorderen Feld aufgestellt seien. Ältester Kandidat mit 70 Jahren ist VdK-Vorsitzender Bernd Wagner, jüngste Kandidatin mit 21 Jahren Isabella Krenkel. Auf der Liste seien zahlreiche Ortsteile der Gemeinde vertreten. Ein Weihnachtsessen beschloss die Versammlung.

Info:

SPD-Liste für die Kommunalwahl

Das sind die Kandidaten für die SPD in Krummennaab: (1) Karin Krenkel, (2) Wolfgang Bauer (Gemeinderat), (3) Beatrix Kempf, (4) Max Sieder jun. (Gemeinderat, Fraktionssprecher), (5) Marina Frister, (6) Mathias Wachsmann, (7) Claudia Grasser, (8) Markus Krenkel, (9) Thomas Dreger, (10) Verena Schieder, (11) Andy Kropf, (12) Bernd Wagner, (13) Elena Keim, (14) Thomas Löw (Gemeinderat), (15) Mehmet Aran, (16) Kerstin Schug, (17) Thomas Meierhöfer, (18) Dieter Härtl, (19) Isabella Krenkel, (20) Rainer Huff, (21) Robert Thoma, (22) Franziska Sieder, (23) Uli Roth, (24) Josef Meixner; Ersatzkandidat 1: Peter Zaumseil, Ersatzkandidat 2: Jürgen Lehner.

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