Bereits vor ein paar Wochen war man übereingekommen, eine Prioritätenliste aufzustellen, um die vordringlichsten Straßen-Sanierungsmaßnahmen festlegen zu können. Die Begehungen der in Frage kommenden Objekte sind inzwischen abgeschlossen. Darüber informierte Bürgermeister Uli Roth in der jüngsten Gemeinderatssitzung, zu der auch der Windischeschenbacher Bauplaner Wolfgang Kraus eingeladen war.
„Die Ausschreibung sollte rasch voran getrieben werden“, empfahl Bürgermeister Roth mit vordringlichem Blick auf den Ausbau der Johann-Baptist-Lehner-Straße, für die der Planer gleich drei Varianten vorlegte mit einem Kostenvolumen zwischen 578 000 und 596 000 Euro je nach Ausführung. Ins Auge gefasst wurde auch die Sanierung der Gartenstraße für rund 110 000 Euro sowie eine Stützmauer in Trautenberg für 121 000 Euro.
Derzeit laufen die Abbrucharbeiten der „Seltmann-Häuser“ in der Johann-Baptist-Lehner-Straße. Das frei werdende Gelände wird in Parzellen aufgeteilt, damit dort neue Wohnhäuser entstehen. "Wir müssen dort Nägel mit Köpfen machen“, mahnte Herbert Mattes (FW) die Sanierung der Abwasserrohre an. „Die Straße verleitet zum Schnellfahren“, warnte der Thumsenreuther und empfahl eine zusätzliche Gestaltung an den Einfahrten, um die Verkehrsteilnehmer auf das Wohngebiet hinzuweisen.
Die Lehner-Straße habe oberste Priorität, waren sich die Gemeinderäte nach eingehender Diskussion einig. Zu klären war jedoch die Frage, welche der drei Varianten man favorisieren solle. Bürgermeister Roth schaltete sich in die Diskussion ein und empfahl „Variante 2“ (589 000 Euro). Inwieweit sich die Kostenschätzung jedoch bestätigen werden, ließ der Windischeschenbacher Planer aber noch offen.
„Das Projekt Gartenstraße fällt uns praktisch vor die Füße“, erinnerte Uli Roth auch an einen geplanten Trafo-Neubau für die Stromversorgung in der neuen Kläranlage. Dazu müsse die Fahrbahn entlang der Gartenstraße geöffnet werden, ergänzte Roth, der empfahl, diese auch auf die Prioritätenliste zu setzen. Anders sah dies jedoch zweiter Bürgermeister Reinhard Naber von der CSU. „Die Blumenstraße im Gemeindeteil Scheibe ist seit vielen Jahren ein Brennpunkt“, erinnerte Naber an deren reparaturbedürftigen Zustand. Naber empfahl daher diesen Teil – anstatt der Krummennaaber Gartenstraße auf die Prioritätenliste zu setzen. Die Kosten für die Blumenstraße (rund 107 000 Euro) waren schon einmal Gegenstand in einer Gemeinderatssitzung. „Zusammen mit der Lehner-Straße kommen auf die Gemeinde Krummennaab rund 697 000 Reparaturkosten zu. „Damit sind wir finanziell platt“, bilanzierte Bürgermeister Roth die vor einiger Zeit getroffene Entscheidung, jährlich rund 400 000 Euro für Sanierungen in die Hand zu nehmen. Anklingen ließ der Bürgermeister auch, dass man sich damit um rund 300 000 Euro verschulden müsse, zumal dafür auch keine Fördergelder zu erwarten seien. „Ich erwarte nicht, dass uns die Regierung unter die Arme greift“, bedauerte Roth. „Das Geld liegt nicht auf der Straße“, merkte Roth zudem an und spaßte: „Im Gegenteil, wir müssen es vergraben.“
Der sachlichen Diskussion folgte schließlich eine einstimmige Entscheidung. Im kommenden Jahr soll die Johann-Baptist-Lehner-Straße (Priorität 1) für rund 590 000 Euro, zudem die Blumenstraße (Priorität 2) für 107 000 Euro saniert werden. Noch zurückgestellt wurde die Maßnahme „Gartenstraße“, gegebenenfalls könne man eine kostengünstige Teilsanierung ins Auge fassen, stellte Bürgermeister Roth festtungsarbeiten anheim.
















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