26.05.2021 - 13:40 Uhr
Kuchenreuth bei KemnathOberpfalz

Gemeinsames Gebet: Maiandacht vor Fatimakapelle

Katrin Rodler war eine der Lektorinnen, die Stadtpfarrer Thomas Kraus bei der Maiandacht an der Fatimakapelle in Kuchenreuth unterstützen.
von Josef ZaglmannProfil

Zu einer Maiandacht vor der Kuchenreuther Kapelle lud Stadtpfarrer Thomas Kraus am Pfingstmontag um 19 Uhr ein. Auf den Lobpreis des dreifaltigen Gottes und einem Mariengebet folgte die Schriftlesung. "Durch Maria können wir Gott im Glauben immer wieder neu begegnen", betonte der Geistliche. Niemand könne allein glauben. Andächtig beteten alle zusammen das Gebet "Jungfrau, Mutter Gottes mein, lass mich ganz dein eigen sein." Lektoren waren Gerlinde Rodler und ihre Töchter Katrin und Eva-Maria.

Von Dorfbewohnern erbaut

Nach den Grüssauer Marienrufen ("Mutter Gottes, wir rufen zu dir") und den Fürbitten betete Kraus für alle Verstorbenen. Besonders gedachte er dem Erbauer und Gönner der Marienkapelle. Nach dem gemeinsam gebeteten Vater Unser und seinem priesterlichen Segen stimmte der Geistliche das Schlusslied "Segne du Maria" an. Zwischendurch sang er die Lieder "Gegrüßet seist du Königin", "Meerstern ich dich grüße" und "Maria dich lieben ist allzeit mein Sinn".

Die Fatimakapelle in Kuchenreuth wurde in den Jahren 1947 bis 1949 auf Anregung des Geistlichen Rates Georg Pilz von den Dorfbewohnern erbaut und bildet seitdem den Mittelpunkt der Ortschaft. An gleicher Stelle befand sich eine um die Jahrhundertwende von Johann Weigl gebaute Steingrotte. 1948 spendete Johann Sertl eine Glocke für die Kapelle.

Der Preis betrug damals 480 DM. Trotz aller Schwierigkeiten, bedingt durch die Nachkriegszeit und die Währungsreform 1948, wurde der Kapellenbau unter der Leitung von Baumeister Josef Steiner, Ziegelhütte, rechtzeitig zur Einweihung im Juli 1949 fertiggestellt. In den vergangenen vier Jahrzehnten hatten sich Schäden an der Kapelle eingestellt, so dass eine Renovierung notwendig war. Dabei halfen die Kuchenreuther fleißig mit.

Feldgottesdienst

An jedem ersten Sonntag im Juli zelebriert der jeweilige Stadtpfarrer vor der Kapelle einen Feldgottesdienst. Anschließend lädt die Dorfgemeinschaft zum Kapellenfest ein. Corona bedingt wird es heuer wohl in einem kleinen Rahmen stattfinden. Im Jahr 2010 errichtete die Dorfgemeinschaft Kuchenreuth einen Holzbackofen inmitten des Dorfzentrums. Seitdem wird er bei Festivitäten genutzt. Auch das sogenannte Kuchenreuther Häusl trägt zur Geselligkeit bei.

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