24.07.2018 - 10:40 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Besuch der größten Baustelle in der Gemeinde

Auf Einladung von Oberstleutnant Alexander Kolb, Kommandeur des Logistikbataillons 472 in der Gärmersdorfer Schweppermannkaserne, besuchen Bürgermeister Roland Strehl und Stellvertreterin Birgit Singer-Grimm eine echte Großbaustelle.

Die Teilnehmer der Infoveranstaltung in der Schweppermannkaserne mit OTL Alexander Kolb (Mitte) und (rechts daneben) Bürgermeister Roland Strehl.

(hbe) Mit dabei bei Besuch in der Schweppermannkaserne waren Gemeinderäte, Vertreter der Verwaltung und deren Leiter Wolfgang Roggenhofer. In kurzen Einführungsvorträgen erhielten die Besucher zunächst einen Einblick in das Aufgabenspektrum und die Gliederung des Bataillons. Auch derzeitige Problemfelder, denen sich die Bundeswehr zu stellen habe, waren kein Tabuthema. So stehe man bei der Nachwuchsgewinnung aktuell in starker Konkurrenz zur privaten Wirtschaft. Besonders fordernd seien für den Verband die weltweiten Verpflichtungen und Einsätze. Für Soldaten mit Fachausbildungen, die gerade in einem Logistikbataillon stark vertreten sind, erweisen sich die langen und relativ häufig wiederkehrenden Auslandsaufenthalte schon als belastend.

Als Fachmann auf dem Gebiet Infrastrukturmaßnahmen zeigte sich der Kasernenkommandant, Oberstleutnant Klaus-Peter Laackman. Er erläuterte die geplanten und zum Teil schon verwirklichten Bauvorhaben. Den Zuschlag für deren Ausführung erhielten örtliche Bauunternehmen und Handwerksbetriebe. Die Baukosten in dreistelliger Millionenhöhe resultieren teilweise aus der Anpassung der ehemaligen Panzerkaserne an die Erfordernisse, die ein Logistikbataillon stellt, zum Beispiel den Bau einer großen Lagerhalle für zwei Nachschubkompanien. Laackman bezeichnete dies als Herzstück des Verbandes. Zudem habe man viele Instandhaltungsmaßnahmen über einen längeren Zeitraum zurückgestellt, da der Fortbestand des Standortes nicht sicher war. Mit dem Neubau von vier Unterkunftsgebäuden für je 110 Bewohner mit Einzelzimmern und separaten Nasszellen gehören sogenannte vier- bis acht Mann-Stuben endgültig der Vergangenheit an. Diese deutliche Komfortsteigerung soll den Soldatenberuf auch attraktiver machen.

Einen weiteren, wichtigen Baustein markiert die Neukonzeption des künftigen Facharzt- und Sanitätsversorgungszentrums. Die Fachärzte sind momentan noch im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus in Amberg untergebracht. Kräne und Baumaschinen werden über einen längeren Zeitraum das Erscheinungsbild der Kaserne prägen. Man spricht von einer geplanten Bauphase von 10 bis 15 Jahren.

Den Informationsnachmittag beendete ein gemeinsames Grillen mit Kompaniechefs und -feldwebeln sowie Führungspersonal des Stabes, bei dem man noch rege, nicht ausschließlich über militärische Belange, diskutierte. Für Roland Strehl ein sichtbares Zeichen: „Die Gemeinde und die Bundeswehr wachsen weiter in idealer Weise zusammen.“ Oberstleutnant Kolb hatte in seinem Lagevortrag bereits betont: „ Die Verbundenheit des Bataillons mit der Bevölkerung vor Ort ist einzigartig.“


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