08.10.2019 - 15:08 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Entwicklungskonzept: Kümmersbrucks Zukunft auf 86 Seiten

"Das Werk ist abgeschlossen, die Diskussion darüber noch nicht", sagte Bürgermeister Roland Strehl. Er meint das 86-seitige integrierte städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) der Gemeinde Kümmersbruck. Ein Plan für Jahrzehnte.

Markus Rösch (links), Architekt und Stadtplaner, Tanja Korzer, UMS Stadtstrategien Leipzig, überreichen das städtebauliche Entwicklungskonzept ISEK an Bürgermeister Roland Strehl.
von Klaus HöglProfil

Die "UMS Stadtstrategien Leipzig" haben dieses Konzept erstellt, zusammen mit "Stadt und Handel (Leipzig) W. Röth GmbH", Landschaftsarchitekten/Stadtplaner (Amberg) und Architekturbüro Rösch (Gebenbach). Jetzt haben Tanja Korzer und Markus Rösch das Werk an Bürgermeister, Gemeinderat und Alexander Greiner vom Kümmersbrucker Bauamt übergeben. Ein gutes Jahr war daran gearbeitet worden. Das Gutachten war nicht grundlos erstellt worden, sondern zwingend erforderlich, um entsprechende staatliche Förderungen für Baumaßnahmen zu erhalten.

Ausführlich vorgestellt wurde es jetzt bei einer Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle. Die 86 Seiten auf einen kurzen Nenner gebracht: Kümmersbruck bestimmt seine aktuelle Position, leitet hieraus Ziele für die Geschäftsentwicklung ab und entwickelt neue, wirtschaftlich tragfähige Ideen zum Erreichen der Ziele bis 2030: Visionen, Vorstellungen, Absichten, Möglichkeiten.

Am Anfang stand eine nüchterne Bestandsaufnahme: Wo haben wir Möglichkeiten, wo nicht? Wo liegen die Chancen, die bisher nicht genutzt wurden? Wo zeichnen sich Risiken ab, die unbedingt im Auge behalten werden müssen? Mit welcher Konkurrenz hat es Kümmersbruck zu tun? Erkenntnis zur Gemeinde-Entwicklung: Ein Gemeinwohlunternehmen mit zahlreichen Geschäftsbereichen wie Bildung, Wohnen, Verkehr ist vorhanden. Die Gemeinde steht auch im regionalen Standortwettbewerb. Damit sich Menschen und Unternehmen ansiedeln und bleiben, müssen bei den heutigen Mobilitätsmöglichkeiten attraktive Angebote gemacht werden.

Nicht nur das Job- und das Wohnungsangebot spielen dabei eine Rolle, sondern auch die Freizeit-, Einkaufs- und Betreuungsmöglichkeiten. Bieten die Geschäftsbereiche das, was in Kümmersbruck gefragt ist, kommen und bleiben die Leute, gründen Familien und sorgen für eine stabile demografische Entwicklung. Versorgungsengpässe führen dagegen zu Abwanderung und einer Abwärtsspirale.

Verkehr, Entwicklung, Stärken und Schwächen wurden gut ein Jahr lang beleuchtet, mit interessierten Bürgern und Mandatsträgern Möglichkeiten erarbeitet. So wurden Ziele, Handlungsfelder und Schwerpunkträume (Dorfplatz/Rathausumfeld, Vilstalstraße) erarbeitet. Die Diskussion steht noch am Anfang, das Gutachten selbst ist nun abgeschlossen.

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