07.06.2018 - 11:18 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Fitnesspark am Fluss

Gemeinderat Kümmersbruck macht Vilsaue Nord-Ost zum Thema

Die Vilsaue bei Haselmühl soll in das Fitnessprojekt mit eingebunden werden..

Kümmersbruck (e) „Natur erleben Vilsaue Nord-Ost“ – war ein Schlagwort vor vier Jahren, als die Vilsaue in Haselmühl ihrer Bestimmung übergeben wurde. Das gesamte Gelände neben und um die Vils und Krumbach wurde renaturiert, die Naherholungsfunktion für die Bürger stand klar im Vordergrund. Die Einbindung ins örtliche Rad- und Wandernetz war wichtig. Ein schmuckes Naherholungsgebiet wurde es dann in den Jahren bis heute, über die Akzeptanz kann man diskutieren, damals jedenfalls hat die Gemeinde Kümmersbruck rund 275 000 Euro Baukosten aufgewendet. Mit rund 100 000 Euro wurde die Maßnahme aus dem Leader-Topf bezuschusst.

Aus diesem Fundus wird es deshalb nichts mehr geben, machte Bürgermeister Roland Strehl im Gemeinderat deutlich („weil ja schon mal gefördert“) wenn es jetzt darum geht, das Areal durch einen Bewegungs-Fitnesspark attraktiver zu machen. Bauamts-Chef Alexander Greiner stieß ins gleiche Horn: „Wir haben alle Fördertöpfe geprüft, wurden immer wieder auf die Leader-Förderung verwiesen, aber die Aufstellung von Fitnessgeräten allein wird nicht gefördert“, ließ er wissen.

Die CSU-Fraktion hatte Anfangs 2018 im Gemeinderat den Antrag auf Bereitstellung von Sportgeräten gestellt, um das Erholungs-Gelände noch attraktiver zu machen. Dabei bestand im Grundsatz Einigkeit zwischen CSU und SPD. Auch diesmal bei der Vorstellung durch Bauamtsleiter Alexander Greiner von diversen (vorläufigen) Varianten, erarbeitet von Landschaftsarchitekturbüro und Stadtplaner Neidl und Neidl.

Wieviel und welche Geräte sollen es sein, um im Zuge der Rundumfitness die Anziehungskraft zu erhöhen? Jedenfalls sollen, sagte Roland Strehl, keine größeren baulichen Veränderungen vorgenommen werden. Um die 15 000 Euro wären wohl aufzuwenden. Unbedingt mit einbezogen werden sollte die Vils, denn das böte sich ja gerade zu an. Für möglich gehalten werden vier einfach zu bedienende Sportgeräte, die sowohl Witterung als auch Benutzern standhalten. Kind- und Kegelbereich, viel Natur soll die Bewegung in den Vilsauen fördern. Kurzum: Das Gelände soll zur sportlichen Aktivität anregen.

"Was auch nötig ist", sagte Monika Paintner (CSU): „Die Vilsauen sind zwar interessant werden aber noch nicht richtig angenommen weil die Attraktivität fehlt.“ Vier Sportgeräte wären geeignet, das zu ändern. „Auf jeden Fall das Wasser der Vils mit einbinden“, war das Credo von Josef Flierl (SPD). „Wir sollten einen Bewegungspark mit vier Sportgeräten und einen Zugang zur Vils schaffen“, war das Resümee von Josef Vogl (CSU). „Zweifel“ hegte Veronika Frenzel (SPD), die prophezeite, dass die Fitnessgeräte wohl nicht angenommen werden würden. Ihr Fazit: „naturbelassen, zurück zur Natur mit Leben am Fluss und keine Geräte". Herbert Breitkopf (SPD) verwies auf eine ähnliche Anlage in Theuern mit Fitnessgerät: "Zwar laufen die Getriebe nicht heiß, aber es wird angenommen“, wusste er zu berichten.

Die Vorlagen des Architekturbüros werden nunmehr unter Einbeziehung der erarbeiteten Vorschläge nochmals konkretisiert und dann erneut Gegenstand im Gemeinderat sein.

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