09.12.2018 - 15:15 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Generation Kindergarten ist die Zielgruppe

Wie bringt man Themen wie Müllvermeidung, Energieeinsparung und Klimaschutz den Schülern näher? Diese Frage beschäftigt die Arbeitsgemeinschaft Schule des Zentrums für erneuerbare Energien (ZEN) in der Grundschule Kümmersbruck.

Beispiele für den digitalen Unterricht stellte Reinhard Hampel (rechts) vor. Vorne links Manfred Klemm, neben ihm die neue Fachbeauftragte für Umweltbildung, Maria Teresa Kellner.
von uscProfil

Für diesen Zweck gibt es nach Kenntnis der AG gutes Unterrichtsmaterial, das man vor allem Grundschulen zur Verfügung stellen will. Der Sprecher der AG Schule, Projektleiter Manfred Klemm, empfahl einen Besuch des Müllkraftwerks Schwandorf. Das sei mit seiner neuen Sortieranlage ein sehr gutes Ziel. Es stelle sich in diesem Zusammenhang die Frage, wie man das Thema Müll beispielsweise an den Schulen rüberbringt. Der Landkreis informiere zum Beispiel am Wertstoffhof zum Thema Mülltrennung.

Was tun mit Gewinn?

Noch keine Entscheidung fiel in der AG-Sitzung über die Verwendung der 3000 Euro, die die Arbeitsgruppe als Gewinner des Bürgerenergiepreises erhalten hat. In der Sitzung wurde die Verwendung für den Ankauf von Lesestoff zur Energiebildung der Kinder angeregt. Darunter fielen etwa Hefte der Serie "Benny Blue" für Grundschule und Sekundarstufe. Sehr gutes Material biete die Lehrmittelfirma Lexsolar in Form von Versuchskästen zum Thema Erneuerbare Energie an. Hans-Jürgen Frey sprach von hochwertigen Materialien, die die ganze Bandbreite abdeckten. Die AG sucht deshalb eine Schule, die eine Lehrkraft hat, welche diese Experimentierkästen ausprobieren soll, um sie später an andere Schulen auszuleihen. Die gewonnenen 3000 Euro würden allerdings nicht ausreichen, um Kästen für alle Schulen anzuschaffen.

Dies könnte auch bei der Lehrerfortbildung geschehen. In der kommenden Fortbildung steht laut Klemm das Thema "Wind und Wasser" auf der Tagesordnung. Einigkeit herrschte im Gremium darin, dass Lehrer Energiebildung selbst unterrichten sollten. Man könne aber auch Fachlehrer von außen holen, so Klemm. "Was wir ehrenamtlich machen, das liegt voll im Trend", war die Erfahrung, die Kreisrat Sebastian Schärl, der Mentor der AG Schule, bei überregionalen Fortbildungsveranstaltungen gemacht hat. "Man muss bei der Generation Kindergarten ansetzen. Sie wird den Klimawandel spüren", hieß es.

Schlechte Resonanz

Noch nicht zufrieden mit der Resonanz auf ihr Anschreiben zur Bestandsaufnahme ist die neue Fachbeauftragte für Umweltbildung, Maria Teresa Kellner, die an der Mittelschule Freudenberg unterrichtet. Bei der nächsten Dienstbesprechung soll dies thematisiert werden. Kellner plant ein Forum zum Gedankenaustausch mit den Umweltbeauftragten der Schulen. Momentan komme sie nicht weiter, war ihre pessimistische Lageeinschätzung.

Wie gut man neue Medien für den digitalen Unterricht nutzen kann, das führte Studienrat a.D. Reinhard Hampel seinen Kollegen im EDV-Raum der Grundschule Kümmersbruck vor.

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