06.10.2020 - 13:42 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Kommandoübergabe im Sanitätsversorgungszentrum Kümmersbruck

Nach mehr als 33 Jahren als Mediziner im Sanitätsdienst der Bundeswehr weltweit tätig, meldete sich der Leiter des Sanitätsversorgungszentrums, Oberstarzt Dr. Stephan Franz Heinz, ab in den Ruhestand.

Der neue Leiter des Sanitätsversorgungszentrums Oberfeldarzt Dr. Roland Vogl (von links), Oberstarzt Dr. Harald Fischer, Leiter des übergeordneten Sanitätsunterstützungszentrums sowie Oberstarzt Dr. Stephan Franz Heinz an seinem letzten, aktiven Diensttag.
von Hans BernreutherProfil

Wegen der aktuell geltenden Einschränkungen hatten sich nur wenige Soldaten sowie zivile Mitarbeiter vor dem Gebäude des Sanitätsversorgungszentrums in der Kümmersbrucker Schweppermannkaserne zu diesem Übergabeappell eingefunden. Der Leiter der übergeordneten Dienststelle, des Sanitätsunterstützungszentrums, Oberstarzt Dr. Harald Fischer übertrug die Amtsgeschäfte von Dr. Heinz an seinen Nachfolger, Oberfeldarzt Dr. Roland Vogl.

In seiner Abschiedsrede ließ der scheidende Oberstarzt die vergangenen zweieinhalb Jahre seiner Dienstzeit in Kümmersbruck nochmals Revue passieren. Er bezeichnete es als großartig, das Ende seines Berufslebens in Bayern verbringen zu können. Auch wenn es, wie der gebürtige Rheinländer ironisch bemerkte, "Probleme mit der Sprache gab". Die Menschen, mit denen er hier täglich zu tun hatte, fand er außergewöhnlich. „Vielen Dank, dass ich diese bayerische Frische nach Hause mitnehmen darf.“

Ansprache mit Abstand: Nur wenige geladene Gäste konnten wegen der Corona-Beschränkungen am Übergabeappell teilnehmen.

Oberstarzt Dr. Fischer verwies auf die hohen fachlichen Qualifikationen von Dr. Heinz, der als Facharzt in drei medizinischen Disziplinen ein „gern gesuchter Ratgeber“ war. Als sein Stellvertreter im Sanitätsunterstützungszentrum war er beruflich zusätzlich gefordert und „hatte zwei Hüte zu tragen“, so Fischer. Nach seiner Versetzung nach Kümmersbruck im Januar 2018 und der Übernahme der Leitung habe er es wegen seiner sowohl fachlichen als auch Einsatz- und Führungserfahrung schnell geschafft, dem Sanitätsversorgungszentrum seine persönliche Note zu geben. „Ihnen und Ihren Mitarbeitern ist es gelungen, allgemeinmedizinische Behandlung einschließlich der Begutachtungsleistungen am Standort auf höchster fachlicher Qualität abzubilden. Der Patient stand und steht mit seinen Sorgen und Nöten zuletzt dabei immer im Mittelpunkt. Auf Sie und Ihr Sanitätsversorgungszentrum war jederzeit Verlass.“

Mit Oberfeldarzt Dr. Roland Vogl stellte Dr. Fischer als neuen Dienststellenleiter einen vor Ort bereits bestens bekannten Mediziner vor. Er verfüge ebenfalls über mehrere Facharztausbildungen mit Zusatzqualifikationen. Große Anteile seiner Weiterbildung habe Dr. Vogl noch am Bundeswehrkrankenhaus in Amberg absolviert. Oberstarzt Dr. Fischer wünschte ihm, insbesondere bei der Führung seines Personals und der Versorgung der ihm anvertrauten Patienten, viel Soldatenglück.

Hintergrund:

In dem früher gebräuchlichen und bekannten Namen „SanBereich“ verrichten

  • Knapp 1000 Soldaten werden im Sanitätsversorgungszentrum in der Schweppermannkaserne medizinisch versorgt. Es ist eine Art "Hausarzt-Praxis" für die Bundeswehrangehörigen.
  • Das Zentrum ist eines von neun in Ostbayern und ist versorgt Patienten bis in den Raum Nürnberg und Bayreuth.
  • Zwischen drei und fünf Humanmediziner sind vor Ort, ein bis zwei Zahnärzte sowie zwei Arbeitsmediziner. Ihnen zur Seite steht ein bis zu 25-köpfiges Sanitätspersonal.
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