14.12.2018 - 19:43 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Kümmersbruck verabschiedet 118 Soldaten in Auslandseinsätze

Das Logistikbataillon 472 und die Garnisonsgemeinde Kümmersbruck haben bei einem Appell auf dem Festplatz am Wäldchen 118 Soldaten in aller Herren Länder verabschiedet.

Die angetretenen Einsatzsoldaten (links) des Logistikbataillons auf dem Festplatz in Kümmersbruck und das Heeresmusikkorps aus Véitshöchheim.
von Klaus HöglProfil

Kühl und grau die Witterung, viele Gedanken in eine nahe Zukunft, aber feierlich der Abschied in der Vorweihnachtszeit: Das Logistikbataillon 472 und die Garnisonsgemeinde Kümmersbruck haben bei einem Appell auf dem Festplatz am Wäldchen 118 Soldaten in aller Herren Länder verabschiedet.

Viele Familienangehörige waren dabei. Ehrengäste aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens würdigten die Soldaten, die ab Januar im Ausland ihre Pflicht tun. In Afghanistan, beim Einsatz "Resolute Support", werden 105 Soldaten des Logistikbataillons tätig sein. Weitere Kräfte unterstützen die Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali und die Ausbildung im Nord-Irak.

"Wieder einmal" sehe die Garnisonsgemeinde Kümmersbruck nach September 2016 einen Verabschiedungsappell, sagte Kommandeur Oberstleutnant Alexander Kolb: Von den 118 Soldaten, die diesmal entsandt würden, seien 77 mindestens schon einmal im Auslandseinsatz gewesen. "40 Kameraden standen damals, im September 2016, schon hier und sind durch unseren Kommandeur der mobile Logistiktruppen der Streitkräftebasis gemeinsam mit mir in den Einsatz verabschiedet worden." Das Logistikbataillon 472 ist Leitverband für den Bereich mobile Logistiktruppen der Bundeswehr im ersten Halbjahr 2019.

Von Januar bis Juli sind die 118 Soldaten des Bataillons 472 in ihren Einsatzgebieten in Mali, Afghanistan und im Irak. Deshalb der feierliche Abschied mit dem Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim unter Leitung von Oberstabsfeldwebel Matthias Deues, eingerahmt von der Ehrenformation des Bataillons und den Soldaten vom "Team Hotel" - das sind die, die den Dienstbetrieb am Heimatstandort fortführen.

Eine lange Gästeliste hatte Alexander Kolb abzuarbeiten. Reden hielten neben ihm Bürgermeister Roland Strehl, stellvertretender Landrat Hans Kummert, der Vorsitzende der Landesgruppe Bayern im Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr, Oberstleutnant der Reserve Werner Gebhard. Sie alle bekundeten den Soldaten ihren Respekt, verbunden mit dem Wunsch, "dass sie heil an Körper und Seele wieder nach Deutschland zurückkommen".

Viel Soldatenglück wünschte Kolb und ordnete quasi an, dass zum Rückkehrerappell am 12. September alle wieder antreten. Kolb selbst ist dann allerdings nicht mehr Bataillonskommandeur in Kümmersbruck, sondern in Erfurt.

Ein Ortsschild aus Kümmersbruck gab Bürgermeister Strehl mit in den Einsatz: Es soll die Soldaten "daran erinnern, dass die Menschen Ihrer Heimat mit ganzem Herzen auf eine glückliche und gesunde Rückkehr hoffen und vertrauen".

Nach dem Appell hatten die Soldaten mit ihren Angehörigen, vielen Gästen und Bürgern noch ein öffentliches Biwak in Form eines Weihnachtsmarktes als gemeinsame Veranstaltung mit der Gemeinde.

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