(e) Ziel war es, Schulen zu motivieren, sich mit Suchtvorbeugung zu beschäftigen und beispielgebende Aktivitäten zu entwickeln. Im Landkreis ist das den Mittelschulen Kümmersbruck (1. Preis/1000 Euro), Krötensee/Sulzbach-Rosenberg (2. Preis/500 Euro) und der Grundschule Illschwang (3. Preis/250 Euro) besonders gut gelungen: Sie wurden von den Oberpfälzer Suchtarbeitskreisen, vertreten durch die Gesundheitsämter, prämiert.
Im dritten Wettbewerb "Strategien guter Suchtprävention an Schulen" sind oberpfalzweit 21 Beiträge eingegangen. Die Preisgelder werden von der Sieglinde-Nothacker- Stiftung ausgelobt, die schon viele suchtpräventive Aktionen vertreten hat. Heuer vergab sie 14 000 Euro. Vertreten bei der Preisübergabe in Kümmersbruck war die Stiftung durch ihren Vorsitzenden Heribert Fleischmann. Dazu gesellten sich Bürgermeister Roland Strehl, Schulleiter Heinz Lang, stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann, Rektor Peter Danninger als Vertreter des Schulamts, Irene Hug und Ilona Kroneberg vom Gesundheitsamt Amberg-Sulzbach, Gabriele Swandulla, die für die Krötensee-Mittelschule den 2. Preis entgegennahm, und Christine Schaffenroth, Lehrerin an in Illschwang, die 250 Euro Prämie erhielt.
Das Thema in Sulzbach-Rosenberg war "Keine Zeit für Schule - nur Zeit für Social Networks" zur Handy/Internetsucht. In Illschwang werden Gesundheitsförderung und Suchtprävention langfristig umgesetzt durch "Klasse 2000", ein evaluiertes Projekt, das es seit 1991 gibt mit Inhalten für die Klassen 1 bis 4. "Wehret den Anfängen" ist das Credo der stellvertretenden Landrätin Brigitte Bachmann in der Suchtprävention: "Spaß am Leben soll eure Sucht der Zukunft sein", lautete ihr Appell. Bürgermeister Roland Strehl war "stolz, dass ihr den 1. Preis nach Kümmersbruck geholt habt" und riet den Schülern, künftig einzuwirken auf suchtgefährdete Jugendliche. "Nicht nur Aktionen - und dann wieder vorbei": Damit warb Schulamtsvertreter Danninger für dauerhaftes Engagement und auch Rückhalt von zu Hause.
Heribert Fleischmann nannte Prävention ein hohes Gut. Jährliche sterbe "eine Stadt wie Regensburg" durch Nikotinsucht, rund 60 000 Tote seien durch Alkoholmissbrauch zu beklagen. Der Wettbewerb gebe einen Überblick über den Stand der schulischen Suchtprävention in der Oberpfalz, sagte Irene Haug. Besonders wirksam sei Suchtprävention immer dann, wenn im Mittelpunkt der Projekte die Kernkompetenzen stehen: Selbstwahrnehmung und Umgang mit eigenen Gefühlen.
Kümmersbruck
20.07.2018 - 15:42 Uhr
Schüler sind Vorbild in der Suchtprävention
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