15.11.2018 - 17:12 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Schwimmen, tauchen, retten

Eine anspruchsvolle und anstrengende Zeit liegt hinter der Erwachsenen-Schwimmgruppe. Doch nun hat Kümmersbruck sieben Rettungsschwimmer mehr.

Sie freuen sich über das Rettungsschwimmabzeichen in Silber: Christine Lottner, Agnes Lindner, Klaudia Meindl, Kerstin Rieger, Manfred Singer, Trainer Bernhard Fleischmann, Ines Morgenstern, Mario Maier, Gisela Maier, Peter Zirnstein (von links).
von Externer BeitragProfil

Seit vielen Jahren gibt es die Erwachsenen-Schwimmgruppe bei Aqua-Vitalis. Die sieben Frauen und drei Männer sind zwischen 45 und 55 Jahre alt und schwimmen jeden Montag unter Anleitung ihres Trainers Bernhard Fleischmann im KA2-Freizeitbad. Im Frühjahr dieses Jahres beschlossen die Mitglieder, sich den Herausforderungen des Rettungsschwimmabzeichens in Silber zu stellen. Das Abzeichen gilt auch als "Gesellenprüfung" der Rettungsschwimmer.

Die erforderlichen Techniken Brust,- Kraul,- und Rückenschwimmen beherrschten alle Teilnehmern bereits sehr gut, somit war eine wichtige Voraussetzung zum Erreichen des Abzeichens erfüllt, heißt es in einer Pressemitteilung. Gleich in den ersten Trainingsstunden wurden die Langstrecken 400 Meter Schwimmtechnik und 300 Meter Kleiderschwimmen angegangen. Vor allem letzteres ist für Untrainierte schwierig. Bei der Prüfung müssen die Teilnehmer außerdem im Stande sein, 25 Meter weit zu tauchen, ohne Luft zu holen, und dabei mehrmals einen fünf Kilogramm schweren Ring aus einer Tiefe von mindestens drei Metern zu holen. Auch die Rettungs-Disziplinen wurden trainiert. Beim 50-Meter-Transportschwimmen muss der Rettling in kurzer Zeit sicher an Land gebracht werden. Dabei ist der Retter in seiner Bewegung sehr eingeschränkt. Die Königsdisziplin ist das Bergen eines Bewusstlosen, der 50 Meter weit geschleppt werden muss, dabei sind Rettling und Retter komplett bekleidet. Außerdem muss der Prüfling zwei verschiedene Rettungsgriffe beherrschen. In der abschließenden komponierten Übung zeigt der Retter eine gesamte Rettung: Schwimmen, Tauchen, Lösen aus einer Umklammerung, an Land bringen und wiederbeleben. Alle Herausforderungen bei einem Badeunfall werden also simuliert, heißt es.

Nach vielen Trainingsstunden stellten sich die Schwimmer dieser Prüfung. Christine Fleischmann, Rettungsschwimmausbilderin der Wasserwacht Vilstal-Kümmersbruck, nahm sie ab. Auch der Nachweis über Gefahren im Wasser, Rechte und Pflichten bei Hilfeleistung sowie der Einsatz von Rettungs-Geräten wurde von der Ausbilderin abgenommen. Nach vielen Trainingswochen nahmen die Schwimmer stolz ihre Urkunden entgegen. Trainer Bernhard Fleischmann freute sich, in Kümmersbruck nun sieben Rettungsschwimmer mehr zu haben. Das Abzeichen in Silber ist Pflicht für die Aufsicht in Schwimmbädern.

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